Reise-Geheimtipps 2019: Diese Orte will kein Kenner teilen

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Borneo: Dank langer Anreise noch immer ein Geheimtipp.

Urlaub gemeinsam mit der Familie, dem Partner oder sogar ganz allein gehört zu den schönsten Erlebnissen des Jahres.

Nicht jeder aber schätzt es, jene Orte aufzusuchen, die andere ebenfalls sehen möchten und für entsprechende Touristenmassen sorgen. Wer in diesem Jahr fernab des Trubels die Welt entdecken will, ist an den folgenden fünf Orten genau richtig.

1. Dassow an der Ostsee 

In der Stadt Dassow lässt es sich gut übernachten. Das Meer befindet sich hier praktisch überall direkt vor der Tür und wird von nur wenig frequentierten Naturstränden gesäumt. Auch Baden ist in Dassow selbstverständlich möglich. Die See fällt hier so flach ab, dass sogar Familien mit Kindern das kühle Nass im Sommer genießen können. Und regnet es doch einmal, ist das Star Wars Museum in der Stadt sicher einen Ausflug wert. 

Zweifellos ein Geheimtipp unter Naturfreunden aber ist der Dassower See, der schon seit Anfang der Achtzigerjahre als Naturschutzgebiet gilt. Wer am Wasser entlangwandert, wird immer wieder auf dicke Baumstämme oder Steinbrocken stoßen, die Mutter Natur mit ihrer Gewalt an den Strand geschleudert hat. In dieser ursprünglichen Umgebung fühlen sich auch Tiere wohl. Mit Ruhe und Geduld können Reisende am Dassower See nicht nur Eisvögel, sondern auch Neuntöter, Sperbergrasmücken und sogar Seeadler beobachten. Im Sommer teilen sich Urlauber die Gegend mit mehr als 4.000 Schellenten und im Winter zieht es den Singschwan hierher. 

2. Borneo 

Ganz anders als an der Ostsee sieht es auf Borneo aus. Die südostasiatische Insel liegt im Malaiischen Archipel und verfügt nicht nur über wahre Traumstrände, sondern auch über einen teilweise unberührten, dichten Urwald. Vom Strand bis hinauf auf den über 4.000 Meter hohen Kinabalu und tief hinab in die Tauchregion Pulau Sipadan bietet Borneo Reisenden Naturschauspiele ohne Ende.

Wer Borneo bereist, gelangt nur auf Umwegen an sein Ziel. Direktflüge von Deutschland aus gibt es nicht, weswegen in einem Reisebericht Gabelflüge über die Städte Singapur oder Kuala Lumpur empfohlen werden. Borneo selbst erreichen Urlauber dann mit einheimischen Airlines.

Der Hauptgrund, Borneo zu bereisen, ist die reichhaltige Flora und Fauna der Insel. Orang Utans, Nasenaffen, Krokodile und Nebelparder sind nur ein Teil dessen, was hier lebt. Bei geführten Wanderungen und Flussfahrten entdecken Urlauber auch riesige Schmetterlinge, Orchideen und können sich selbst ein Bild davon machen, wie schützenswert die Natur vor Ort ist.

3. Vigsø Bucht in Dänemark

In der dänischen Region Nordjütland liegt der kleine Ort Vigsø. Er ist zwar nicht gänzlich unbekannt, aber dennoch ein Tipp für Reiselustige, die sich in ruhigeren Gefilden aufhalten wollen. Nordjütland nämlich liegt einige Autostunden mehr von Deutschland entfernt und verfügt über ein noch etwas kühleres Klima. Selbst im Sommer sollten Urlauber hier besser eine Jacke einpacken, um sich vor dem mitunter recht frischen Wind an der Küste zu schützen.

Die Vigsø Bucht aber ist das eigentliche Geheimziel, denn hier erleben Gäste am Strand ein abwechslungsreiches Zusammenspiel von Natur und Mensch. Erreichbar ist die Bucht auch für Urlauber, die nicht in Vigsø, sondern in anderen Gemeinden von Nordjütland übernachten. Zwischen Hanstholm und „Vigsø Bugt“ liegen beispielsweise nur rund zehn Kilometer.

Am Strand angelangt zeigt sich die Besonderheit der Bucht. Beim Spaziergang entlang des Meers tauchen immer wieder Bunker auf, die einst im Zweiten Weltkrieg an den Strand gebaut wurden. Wenngleich sie Zeugen einer grausamen Zeit sind, verleihen sie diesem Reiseziel ein spezielles und durchaus stimmungsvolles Flair. Während des Sommers werfen die Bunker Schatten auf den Strand und markieren so wind- und sonnengeschützte Picknickplätze.

4. Jiuzhàigōu Nationalpark in China

Ein nahezu unaussprechlicher Name, Jiǔzhàigōu, führt Urlauber in eine Region Chinas, die an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Hier eröffnet sich Besuchern eine atemberaubende Bergidylle, die nicht nur viele Pflanzen, sondern auch Wasserfälle, Seen und seltene Tiere wie den großen und kleinen Panda zu bieten hat.

Rund 72.000 Hektar groß ist das gesamte Areal. Im seit 1992 zum UNESCO Weltnaturerbe gehörenden Nationalpark können Reisende Abgeschiedenheit vom Massentourismus genießen. Dass sich hier nicht viele Touristen aufhalten, liegt an der Lage des Jiǔzhàigōu Nationalparks. Eine lange Busfahrt und möglicherweise auch sprachliche Barrieren trennen Reisende von diesem einzigartigen Erlebnis. Wer dann jedoch auf den Wanderwegen unterwegs ist, wird in jeder Hinsicht für seine Mühen entlohnt.

Vorüber kommen Wanderer im Nationalpark auch an tibetischen Dörfern, in denen ein kleiner Hauch von Tourismusgefühl herrscht. Den Park an nur einem Tag zu entdecken, ist absolut unmöglich. Urlauber sollten besser länger bleiben, den Dörfern übernachten und ihr Vorankommen hin und wieder mit den vor Ort fahrenden Bussen beschleunigen.

5. Die Lofoten

In Norwegen liegt der fünfte Geheimtipp, wenn es um eine unvergessliche Reise in 2019 geht. Die Lofoten als Region mit über achtzig Inseln offenbaren ihr raues, nordisches Gesicht sofort nach der Anreise. Vor den Ufern der Inseln liegt das nicht selten ungemütliche Nordmeer, das von hohen Bergen, malerischen Fjorden und weitläufigen Stränden gesäumt wird.

Vor Ort können Reisende trotz des eher schroffen Klimas viel erleben. Wanderungen in der freien Natur, Angelausflüge, Rafting und sogar Tauchgänge sind möglich. Sogar Surfer verschlägt es hin und wieder auf die Lofoten, denn hier bieten sich beste Bedingungen für den Sport zu Wasser. Dank der Mitternachtssonne im frühen Sommer herrscht draußen auch am späten Abend noch Betrieb.

Wie die Lofoten am besten erkundet werden sollten, lässt sich pauschal kaum sagen. Eine Rundreise kann genauso spannend sein wie eine Kreuzfahrt im Nordmeer, die auch in dieser Region mindestens einen Stopp einplant. Wirkliche Ruhe und tiefes Eintauchen in die Gesellschaft an den Lofoten aber gelingt vor allem bei einem längeren Aufenthalt an Land. Gehen sollten Reisende nicht, ohne den berühmten Stockfisch probiert zu haben.

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