Rückreise nach Deutschland

Achtung, Rückkehrer! Diese Corona-Regel nicht vergessen – sonst wird‘s teuer

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
    schließen

Einreiseformular: Wer nach dem Urlaub wieder nach Deutschland einreist, muss einiges beachten. Bei Fehlern drohen saftige Strafen.

Nicht nur in Deutschland und Baden-Württemberg steigen die Inzidenzen aktuell wieder an, auch in vielen beliebten Urlaubsländern werden wieder mehr Corona-Fälle gemeldet. Damit wird die Wahl des Urlaubsziels nicht grade leichter. Seit dem 1. August gelten zudem schärfere Regeln für Reiserückkehrer: Wer wieder nach Deutschland einreist, benötigt einen aktuellen negativen Corona-Test. Dieser darf nicht älter sein als 48 Stunden (Antigentest) - 78 Stunden bei einem PCR-Test.

Ausgenommen von der neuen Regel sind lediglich Genesene und Geimpfte sowie Kinder unter 12 Jahren. Bei einer Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet müssen auch diese einen negativen Corona-Test vorweisen. Die neuen Einreiseregeln gelten dabei für alle Ländern und unabhängig vom Verkehrsmittel, mit dem man einreist.

Heißt: Der Tourist, der mit dem Flugzeug aus der Türkei zurückkommt, muss sich eben so testen lassen, wie Reisende, die mit dem Auto in Polen Urlaub gemacht haben. Während im Individualverkehr nur stichprobenartig kontrolliert wird, müssen Flugreisende den negativen Test bereits vor dem Start nachweisen. In der Regel wird dies beim Check-in kontrolliert.

Digitales Einreiseformular Pflicht: Das ist wichtig bei der Rückkehr nach Deutschland

Anders als zuvor unterscheidet das RKI nunmehr auch nur noch zwischen zwei Arten von Risikogebieten: dem Hochrisikogebiet und dem Virusvariantengebiet. Das hat auch für Reisende Folgen, denn das hat Einfluss darauf, ab wann Reiserückkehrer das digitale Einreiseformular ausfüllen müssen.

Bis zum 1. August mussten alle Urlauber eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren. Durch den Wegfall des einfachen Risikogebietes ist dies nun nur noch bei Reisen in Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete notwendig. Eine Ausnahme gibt es nicht, auch nicht für Kinder unter 12 Jahren.

Die digitale Einreiseanmeldung kann jedoch frühestens drei Tage vor der Rückkehr nach Deutschland ausgefüllt werden. Die Anmeldung kann aber auch noch am Tag der Einreise erfolgen. Nachdem die Angaben in einem Portal hinterlegt sind, bekommen Urlauber eine Bestätigung, die bei einer Kontrolle oder an einem Grenzübergang vorgelegt werden muss. Zudem wird das zuständige Gesundheitsamt automatisch darüber informiert, wenn eine Quarantänepflicht vorliegt.

Einreiseformular hilft bei Rückkehr nach Deutschland: Risikogebiet oder nicht

Wer sich nicht sicher ist, ob sein Reiseziel in Kroatien, den Niederlanden oder Spanien derzeit ein Hochrisikogebiet oder gar Virusvariantengebiet ist, kann dies auf der Seite des Robert-Koch-Instituts nachlesen. Doch auch die digitale Einreiseanmeldung hilft da weiter.

Zunächst erfolgt der Hinweis darauf, dass Reisende verpflichtet sind, die Erklärung auszufüllen, wenn sie zuvor in einem Risikogebiet waren. „Bitte überprüfen Sie, ob Sie sich in den letzten 10 Tagen in einem der folgenden Risikogebiete aufgehalten haben, und wählen Sie diese aus“, heißt es weiter. Darunter befindet sich der Button „Aufenthaltsort angeben“. Klickt man darauf, öffnet sich ein Suchfeld, in dem man das Land angeben kann, in dem man sich aufgehalten hat.

In diesem Fall ist keine Einreiseanmeldung nötig.

Hier lassen sich auch mehrere Länder angeben. Sollte man sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben, erscheint folgende Meldung: „Das von Ihnen gewählte Land ist nicht als Risikogebiet eingestuft worden.“ Klickt man auf „Weiter“ wird als Ergebnis angezeigt, dass man die digitale Einreiseanmeldung nicht ausfüllen muss.

Rückkehr nach Deutschland: Einreiseformular fragt wichtige Informationen ab

Anders sieht es aus, wenn man in einem Hochrisikogebiet oder gar Virusvariantengebiet war. Es erscheint zunächst folgender Hinweis: „Das von Ihnen gewählte Land ist komplett als Risikogebiet eingestuft worden.“ Im nächsten Schritt wird darauf hingewiesen, dass man bei der Einreise einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis mit führen soll. Zudem wird auf die Quarantänepflicht aufmerksam gemacht. Geimpfte und Genesene sind von dieser ausgenommen.

Im nächsten Schritt wird abgefragt, ob ein Impf- oder Genesenennachweis beziehungsweise ein negativer Test vorliegt. Zudem wird gefragt, ob typische Symptome des Coronavirus vorliegen. Alle diese Fragen lassen sich mit Ja oder Nein beantworten. Zudem wird nach dem Reisemittel gefragt und entsprechenden Informationen. Beim Flugzeug wären das beispielsweise die Flugnummer, der Abflugort und der Sitzplatz sowie das Einreisedatum.

Bei der Einreiseanmeldungen werden zahlreiche Informationen abgefragt.

Zudem werden persönlichen Daten wie Nachname, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer und die E-Mail-Adresse abgefragt. An die angebende E-Mail oder Handynummer wird dann ein Code gesendet, um die Angaben zu überprüfen. Dieser kann im nächsten Schritt eingeben werden.

Rückkehr nach Deutschland: Fehlerhaftes Einreiseformular - harte Strafen drohen

Abschließend wird beim digitalen Einreiseformular noch die Adresse abgefragt und die Daten zusammengefasst. Anschließend kann noch der Test, Impf- oder Genesenen-Nachweis hochgeladen werden. Sind alle Angabe gemacht, erhält man eine Bestätigung per Mail, die bei einer Kontrolle vorgezeigt werden muss.

Wer seine digitale Einreisemeldung fehlerhaft ausfüllt, der hat mit Konsequenzen zu rechnen. Es drohen saftige Strafen! Denn bei Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz drohen je nach Bundesland unterschiedlich hohe Bußgelder. So kann die Angabe von unzutreffendem Vorname, Nachname, Anschrift, Datum der Anwesenheit oder unzutreffender Telefonnummer in Baden-Württemberg mit bis zu 250 Euro bestraft werden.

Dieser Betrag wird auch in Bayern oder Nordrhein-Westfalen fällig, wenn die Einreiseanmeldung fehlerhaft ausgefüllt wurde. Eine Rückkehr aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet ohne Test kann noch teurer werden. Zudem können Reisende dazu verpflichtet werden, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen sowie Auskunft über ihre Identität, Reiseroute oder Kontaktpersonen zu geben. Wer das verweigert, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert eine Geldstrafe, die bis zu mehreren Tausend Euro betragen kann.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa

Das könnte Sie auch interessieren