Expertenmeinung

Ein-Euro-Spende für klimaneutrales Fliegen ist nutzlos

Auf jedem Flug wird CO2 ausgestoßen. Wer als Ausgleich zum Klimaschutz beitragen möchte, kann über eine Kompensationszahlung in Klimaschutzprojekte investieren. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Auf jedem Flug wird CO2 ausgestoßen. Wer als Ausgleich zum Klimaschutz beitragen möchte, kann über eine Kompensationszahlung in Klimaschutzprojekte investieren. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Etwas mehr für den Flug bezahlen, um das Klima zu schonen - das ist eine Möglichkeit, nachhaltiger zu reisen. Doch manche Angebote von Fluggesellschaften sind reine Schönfärberei.

Kehl (dpa/tmn) - Wer als Reisender etwas für das Klima tun möchte, kann den CO2-Ausstoß seines Fluges finanziell ausgleichen. Das geht manchmal direkt über die Fluggesellschaft oder bei unabhängigen Organisationen wie Atmosfair oder Myclimate.

Der Anbieter für solche CO2-Kompensationen sollte auf jeden Fall seriös sein, mahnt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) in Kehl.

Denn nicht jedes Angebot dient wirklich dem Klimaschutz: Es müsse nachvollziehbar sein, wie die Höhe der CO2-Menge und der Kompensation berechnet werden, so die Verbraucherschützer. Unrealistisch niedrige Beträge sind ein Alarmzeichen: "Behauptet eine Airline, man könne gegen eine Spende von einem Euro klimaneutral fliegen, handelt es sich um Augenwischerei", urteilt das EVZ.

Entscheidend ist zudem, dass die Klimaprojekte, die mit den Kompensationszahlungen unterstützt werden, geprüft und zertifiziert sind. Vertrauensvoll sei laut Bundesumweltamt der Gold Standard. Flugreisende sollten auch eine Bestätigung der Zahlung erhalten.

© dpa-infocom, dpa:200924-99-695432/2

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