Selbstgebaut

Camping: Diese Hacks erleichtern nicht nur Anfängern den Urlaub

Ein Wohnwagen steht auf einem Campingplatz in den Bergen in Brienz in der Schweiz.
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Viele lieben am Camping den Minimalismus und fehlenden Luxus. Wir zeigen Camping-Hacks.
  • Jessica Sippel
    vonJessica Sippel
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Eine eigene Dusche bauen, Feuermachen ohne Anzünder und dabei Müll weiterverwenden? Kein Problem! Wir verraten nützliche Camping-Tricks, die Ihnen den Urlaub erleichtern.

  • Beim Camping macht man oft minimalistisch Urlaub in der Natur.
  • Sie können sich mit einfachen Tricks den Camping-Urlaub erleichtern.
  • Von der selbstgebauten Dusche bis zum bequemen Zelt: Wir haben nützliche Camping-Tipps.

Frankfurt – In keinem Urlaub ist man der Natur so nahe wie beim Camping. Trotzdem muss man nicht auf Komfortstandards verzichten – besonders wenn man die öffentlichen Duschen auf dem Campingplatz meiden will. Von der DIY-Dusche bis zum Feuermachen ohne Anzünder: Wir zeigen nützliche Tricks, die Ihnen den Urlaub auf dem Campingplatz erleichtern können – und den Geldbeutel nicht zu sehr belasten. Aber beachten Sie: Wildes Camping ist nicht überall erlaubt und kann richtig teuer werden.

Kein Grillanzünder da? Camping-Trick zum Feuermachen

Bei den Nachbarn auf den Campingplatz riecht es schon wunderbar nach Bratwürstchen und Stockbrot, nur man selbst hat keinen Anzünder da, um Feuer zu machen. Und ganz ohne Anzünder kann es schwierig werden mit dem Lagerfeuer. Mit diesen Tricks ist das bald kein Problem mehr, denn Anzünder lassen sich beim Camping auch gut selbst basteln.

  • Trick 1: Nachos und Chips sind nicht nur ein guter Snack, sie eignen sich laut den Praxistipps von Chip auch als Anzünder für Grill oder Lagerfeuer.
  • Trick 2: Wer Watte oder Wattepads dabei hat, kann diese auch in Wachs von Kerzenresten tränken. Sobald sie getrocknet sind, kann man sie auf der gesicherten Feuerstelle auf dem Campingplatz oder auf dem Grill anzünden.
  • Trick 3: Kohlestücke im Eierkarton funktionieren ebenfalls als Grillanzünder. Diese Kombination brennt sogar schneller, als wenn man nur Papier in die Grillkohle steckt.

Ein echter Camping-Trick: Die selbstgebaute Dusche

Zugegeben, dieser Trick braucht etwas Vorbereitung und lässt sich schwer spontan vor Ort zaubern. Aber es lohnt sich. Denn wer schon einmal campen war, weiß, dass die öffentlichen Duschen nicht auf allen Campingplätzen den eigenen Hygieneansprüchen entsprechen. Der Ekelfaktor kann groß sein. Und wer keine Dusche im Camper hat, muss sehen, wie er zurechtkommt. Umso besser, wenn man sich in ein paar Minuten seine eigene Dusche basteln kann.

Dazu braucht man:

  • Einen alten Hula-Hoop-Reifen oder etwas Vergleichbares
  • Ein Seil
  • Einen Duschvorhang
  • Eine PET-Falsche
  • Klebeband
  • Einen Wasserschlauch

Und so geht es: Das Seil an den Hula-Hoop-Reifen binden, den Duschvorhang mit den Haken (diese sind meist beim Duschvorhang dabei) am Reifen festmachen. Die Duschkabine kann man nun entweder am Camper oder einem Baum auf dem Campingplatz oder in der Nähe festbinden. Fehlt nur noch der Duschkopf. Dazu bohrt man mehrere Löcher in den unteren Teil einer PET-Flasche, zum Beispiel mit einem Nagel oder spitzem Messer.

Danach fädelt man einen Gartenschlauch durch den Flaschenhals und macht ihn mit Klebeband fest. Das andere Ende des Gartenschlauchs schließt man am Wasser an und hängt den DIY-Duschkopf in die Duschkabine. Fertig ist die selbstgebaute Camping-Dusche. Eine Haken gibt es aber: Diese Dusche ist nichts für Warmduscher.

Gerade beim Camping mit dem Zelt kann es schnell ungemütlich werden. Ein paar Tricks können aber für Komfort sorgen.

Camping-Trick: Die Seife aus dem Strumpf

Einen Seifenspender in weniger als zwei Minuten selber basteln? Das geht mit diesem Camping-Hack. Dazu braucht man nur ein Stück Seife und einen Nylon-Strumpf. Einfach die Seife in den Strumpf stecken, zuknoten, fertig. Der Strumpf ist dünn genug, dass er den Seifenschaum durch lässt, und stabil genug, dass es die Seife sicher hält. Den Seifen-Strumpf kann man überall dort aufhängen, wo man ihn braucht. Zum Beispiel in der selbstgebauten Camping-Dusche.

Im folgenden Video gibt es die Anleitung zum Seifen-Strumpf, zu der selbstgebastelten Dusche sowie zu vielen weitere Camping-Hacks:

Mit diesen Camping-Tricks wird es im Zelt komfortabler

Nicht jeder Camping-Liebhaber verfügt über einen Wohnwagen. Oft muss das Zelt reichen. Doch da gibt es häufig ein Problem: Den Boden. Meistens ist er uneben, hart und ungemütlich. Eine einfache Isomatte kann das nicht wettmachen. Ein paar Tricks helfen aber dabei, dass es im Zelt deutlich gemütlicher wird. Ein paar Schaumstoff-Fliesen können den Zeltboden zum Beispiel schon deutlich weicher machen und das Camping-Erlebnis etwas komfortabler gestalten. Statt einfacher harter Isomatten kann man auch selbstaufblasbare Modelle wählen, wie ein NDR-Ratgeber empfiehlt.

Für mehr Licht im Zelt brauchen Sie nur eine Taschenlampe und eine Wasserflasche. Die Taschenlampe kann man zum Beispiel mit Klebeband an der Wasserflasche fixieren und schon erleuchtet die Konstruktion das gesamte Zelt.

Camping-Trick: Spiritus-Kocher selber bauen

Auf eine warme Mahlzeit will man auch beim Camping nicht verzichten. Doch was ist, wenn man zum Aufwärmen der Dosen-Ravioli keinen Camping-Kocher zur Verfügung hat? Den kann man auch selber bauen – aus alten Dosen. Aber Achtung: das ist nichts für Kinder und es herrscht Verbrennungsgefahr. Bei diesem Camping-Hack benötigt man eine große oder kleine leere Dose (es eignet sich zum Beispiel eine Limo-, Bier- oder Suppendose), einen Dosenöffner, ein Taschenmesser, eine Schere und etwas Geschick.

Auf dem Outdoor-blog „Bergreif“ gibt es die Anleitung für einen minimalistischen Spirituskocher. Und so geht‘s: Als erstes schneidet man mit dem Dosenöffner den Deckel aus der Dose heraus. Dann schneidet man mit dem Taschenmesser und der Schere die Dose in der Mitte durch. Der untere Teil der Dose soll nur etwa vier Zentimeter hoch sein. Der Obere Teil bleibt etwa 1,5 Zentimeter höher. In diesen oberen Teil der Dose drückt man mit dem Messer im Abstand von einer Fingerbreite mehrere Dellen längs ins Aluminium – über die gesamte Länge der Dosenhälfte bis zu der Kante, wo die Dose schmaler wird. Dadurch entstehen kleine Verbrennungskammern im späteren Spirituskocher. Mit der herausgeschnittenen Öffnung nach oben kann man den oberen Teil der Dose nun in den unteren Teil stellen. Unterhalb des oberen Dosenrands sticht man nun ein kleines Loch hinein. Jetzt kann der Spiritus eingefüllt werden. Die Dosenravioli oder den Topf stellt man oben auf den selbstgebauten Dosenkocher und bereitet sich eine warme Mahlzeit beim Camping zu.

Das muss beim Camping in die Reise-Apotheke

Haben Sie nun Lust auf einen Campingausflug bekommen? Es muss nicht immer an der Küste sein. Auch in Hessen gibt es schöne Plätze. Wenn Sie das erste Mal campen, achten Sie auch auf häufige Fehler, die die meisten Menschen am Anfang machen. Zum Beispiel ein zu großes Wohnmobil wählen oder zu viel einzupacken. Bei jedem Urlaub, auch beim Camping, darf eine Reiseapotheke nicht fehlen.

  • Checkliste für die Camping-Apotheke
  • Erste-Hilfe-Set
  • Pflaster/Blasenpflaster
  • Schmerztabletten und Schmerzgel
  • Fiebertabletten
  • Medizin gegen Magen-und-Darm-Beschwerden
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Mückenschutz/Moskitospray

Weitere Listen zum Camping gibt es bei Packlisten.org. (Von Jessica Sippel)

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