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Nach „DSDS“-Aus mit Rammstein-Song: Max aus Brackenheim von RTL enttäuscht

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Von: Daniel Hagmann

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Der 20-jährige Max Förnzler aus Brackenheim bei Heilbronn steht mit umgedrehter schwarzer Schildkappe auf dem Kopf und Mikrofon in der Hand vor der Jury bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“). Dabei trägt er eine Armkette und ein schwarzes T-Shirt der Metal-Band „I Prevail“.
Max Förnzler aus Brackenheim bei Heilbronn singt bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ das Lied „Engel“ von Rammstein. © RTL / Stefan Gregorowius

Von seiner „DSDS“-Performance des Rammstein-Songs „Engel“ ist der 20-Jährige selbst nicht überzeugt. Aber Max Förnzler aus dem Raum Heilbronn hatte noch mehr in petto, was RTL nicht gezeigt hat.

Mit dem federleichten Flug in die nächste Runde bei „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) hat es für Max Förnzler aus Brackenheim bei Heilbronn am Mittwoch, 25. Januar, nicht geklappt: Bei der Jubiläumsstaffel der RTL-Casting-Show tritt der Kandidat in schwarzem Metal-Shirt an, singt den Rammstein-Hit „Engel“. Dazu gibt‘s kurzes Headbangen und verhaltene Posen im Stil von Rammstein-Sänger Till Lindemann, der vor knapp drei Jahren unter Corona-Verdacht stand. Für die „DSDS“-Jury um Dieter Bohlen ist das aber zu wenig: vier mal ein „Nein“.

Der Auftritt des 20-Jährigen ist zu defensiv. Das meint auch „DSDS“-Chef-Jury-Mitglied Dieter Bohlen. Der hält sich gegenüber Max Förnzler aus Brackenheim bei Heilbronn zwar mit richtig fiesen Sprüchen zurück, bemerkt aber: „Das klingt nicht nach Till Lindemann, sondern eher wie ein kleiner Junge, der sein Nachtlied singt.“ Ob das eine Anspielung auf den Rammstein-Song „Spieluhr“ ist, behält Bohlen jedoch für sich.

„DSDS“: Kandidat aus Heilbronn singt nicht nur Rammstein

Dieter Bohlen weiter: „Für mich klang das nach Schnappi.“ Doch „DSDS“-Kandidat Max aus dem Landkreis Heilbronn vergießt keine Krokodilstränen, nimmt sein frühes „Adieu“ in der RTL-Casting-Show sportlich: „Die Reaktion auf meinen Rammstein-Vortrag war passend. Ich habe nicht wirklich gut gesungen.“ Zumindest nicht bei dem, was RTL gezeigt hat. Denn: „Nach ‚Engel‘ habe ich noch den Song ‚Keine Maschine‘ von Tim Bendzko gesungen. Das ist besser gewesen. Aber da hat die Jury gar nicht mehr richtig zugehört.“

Und woran hat‘s gelegen? „DSDS“-Kandidat Max Förnzler aus Brackenheim bei Heilbronn erklärt: „Die Musik war recht laut, und ich habe mich über das Mikrofon selbst kaum gehört.“ Bislang hat der 20-Jährige nur daheim für sich gesungen. Band- und Auftritt-Erfahrung hat er noch nicht. Vermutlich hat ihn diese fehlende Routine das Weiterkommen in der RTL-Casting-Show gekostet. Anders ist es für Julian Pförtner aus dem Raum Heilbronn bei „The Voice of Germany“ gelaufen: Dort hat er den zweiten Platz erreicht.

„DSDS“: TV-Sender RTL zeigt nicht vollen Auftritt des Heilbronners

Hätte RTL auch die vermutlich bessere Bendzko-Performance des Brackenheimers zeigen sollen? Förnzler: „Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, dass sie diesen Song nicht auch noch mit ausgestrahlt haben. Das ist schade.“ So hätte RTL den Kandidaten etwas umfassender gezeigt und nicht einseitig die negativen Seiten seiner Performance herausgestellt.

„DSDS“-Kandidat Max Förnzler aus dem Raum Heilbronn erklärt: „Ich habe ja nur aus Spaß bei der RTL-Casting-Show mitgemacht. Ich wollte erleben, wie so eine Show funktioniert und Einblicke bekommen, die man als Zuschauer daheim auf der Couch nicht hat.“ Dass die Ausstrahlung gesteuert ist und Dinge weggelassen werden, um die Kandidaten so zu zeigen, wie der TV-Sender die Menschen darstellen möchte, sei ihm auch schon im Vorfeld klar gewesen: „Jetzt habe ich das selbst mal erlebt. Überraschend war es aber natürlich nicht.“

Die vier Jury-Mitglieder der 20. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) sitzen nebeneinander hinter einem Holzpult mit dem Logo der Casting-Show. Die vier Jury-Vertreter sind (von links): Sängerin Leony, Musikerin und Entertainerin Katja Krasavice, Sänger Pietro Lombardi sowie Pop-Titan Dieter Bohlen.
In der 20. Staffel besteht die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) aus Sängerin Leony (von links), Musikerin und Entertainerin Katja Krasavice, Sänger Pietro Lombardi sowie Pop-Titan Dieter Bohlen. ©  RTL / Stefan Gregorowius

Nach „DSDS“-Auftritt: Weitere Casting-Shows für Heilbronner?

Für den „DSDS“-Auftritt von Max Förnzler gab es von Freunden und Familien nur positive Reaktionen. „Die Leute fanden es cool, dass ich bei RTL mitgemacht habe. Unterm Strich war es für mich eine spannende Erfahrung. Und der Dreh, in dem ich mit meinen Hobbys vorgestellt wurde, hat auch Spaß gemacht. Dieser Beitrag vor meinem Rammstein-Vortrag war auch gut aufbereitet.“ Ob der 20-Jährige aus dem Raum Heilbronn aber nochmal bei einer Casting-Show auftritt, muss er sich noch überlegen.

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