„Bauer-sucht-Frau“-Landwirt im Interview

„Bauer-sucht-Frau“-Landwirt Rüdiger Stahl aus Gundelsheim verrät exklusive Details

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„Bauer-sucht-Frau“-Landwirt Rüdiger Stahl aus Gundelsheim spricht im echo24.de-Interview über seine Traumfrau, Moderatorin Inka Bause und die Arbeit mit RTL.

„Bauer-sucht-Frau“-Landwirt Rüdiger Stahl: Das ist der RTL-Kandidat

Auch dieses Jahr legen wieder die unterschiedlichsten Landwirte aus ganz Deutschland ihr Liebesglück in die Hände von RTL und hoffen, mit Hilfe von Inka Bause endlich von Amors Pfeil getroffen zu werden. Mit dabei ist auch Rüdiger Stahl vom Hofgut Hohschön in Gundelsheim im Kreis Heilbronn. Der 53-jährige Acker- und Geflügelbauer hofft in der 16. Staffel von „Bauer sucht Frau“ auf die große Liebe, möchte aber auch nichts erzwingen. Mittlerweile sind die Dreharbeiter mit RTL für „Bauer sucht Frau“ abgeschlossen und im Hofgut Hohschön in Gundelsheim ist Stahl wieder mittendrin im Alltag.

echo24.de-Volontär Jason Blaschke stattet Rüdiger Stahl einen Besuch in Gundelsheim ab und sprach mit ihm unter anderem über Liebe, Ultraleichtflugzeuge und die Tatsache, dass Landwirte von RTL gerne auch mal vorgeführt oder bloßgestellt werden. Der Hintergrund: Aktuell weiß der Landwirt aus Gundelsheim im Kreis Heilbronn nicht, was ab Oktober Millionen von Fernsehzuschauern im Detail zu sehen bekommen. Wie geht ein Mensch damit um? Und warum lässt sich jemand darauf ein? Soviel vorweg: Die Antworten auf die Fragen zeigen manchmal ein anderes Menschenbild, als das im Fernsehen.  

„Bauer-sucht-Frau“-Landwirt Rüdiger Stahl: Exklusive Details im Interview

Auf Hofgut Hohschön in Gundelsheim sucht Landwirt Rüdiger Stahl noch die Frau fürs Leben.
Was hat Sie als Landwirt aus Gundelsheim zur Teilnahme bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause bewogen?
Rüdiger Stahl: Mir war wichtig, dass auch mal ein richtiger Herzblut-Landwirt aus Gundelsheim bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mitmacht. Und weil ich tatsächlich Single bin und eine Frau suche, passte das einfach. Es war natürlich keine leichte Entscheidung für mich. Aber ich dachte mir, ich probiere es aus. 
Welche Qualitäten und Fähigkeiten sollte Ihre zukünftige Frau nach Gundelsheim mitbringen?
Stahl: Es muss einfach menschlich passen. Und für mein Hofgut in Gundelsheim suche ich weder eine Bäuerin noch eine zusätzliche Arbeitskraft. Ich suche die Frau an meiner Seite. Auf spezielle Qualitäten oder Fähigkeiten lege ich keinen Wert, aber meinen Beruf als Landwirt muss die Frau akzeptieren können.
Und der Beruf des Landwirts kann ein richtiger Beziehungskiller sein?
Stahl: Zweifellos. Ich habe hier in Gundelsheim im Kreis Heilbronn ein Hofgut mit Landwirtschaft, Tierzüchtung und Gastronomie. Das bedeutet auch viel Arbeit und wenig Freizeit. Und für das Hofleben muss eine Frau eben wirklich tolerant sein und Verständnis für meinen Beruf und das Hofleben haben. 
Wie groß haben Sie im Vorfeld die Chance eingeschätzt, dass Sie bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ die Frau fürs Leben finden?
Stahl: Ich kann das nur schwer einschätzen. Zumal ich eine mögliche Partnerin erst in der Zeit nach „Bauer sucht Frau“ wirklich kennenlernen kann. Oft kommen die Kandidatinnen in „Bauer sucht Frau“ auch von weiter weg. Auch das ist ein Faktor, der sich im Vorfeld nur schwer kalkulieren lässt. Klar ist auch, dass nicht jede Frau, die zu einem passen würde, mit Inka Bause für „Bauer sucht Frau“ vor der Kamera stehen möchte.
Also Ihren Hof in Gundelsheim im Kreis Heilbronn aufzugeben ist keine Option?
 Stahl: Überhaupt nicht. Zumal es ein Familienbetrieb ist und ich für diesen Beruf hier in Gundelsheim lebe. Fakt ist einfach, dass die Frau bereit sein müsste, auf meinem Hof hier in Gundelsheim im Kreis Heilbronn zu leben. Auch eine Fernbeziehung wäre für mich denkbar. Aber das sind letztlich auch wieder Faktoren, die eine Einschätzung im Vorfeld von „Bauer sucht Frau“ unmöglich machen. 
Wie groß war die Aufregung vor dem ersten Drehtag mit Inka Bause und dem RTL-Team von „Bauer sucht Frau“?
Stahl: Für mich war von Anfang an klar, dass die RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause ein sehr erfolgreiches TV-Format ist. Und wenn dir Millionen von Menschen auf die Finger schauen, ist das durchaus eine Herausforderung, die man natürlich mit Respekt angeht. Einfach war es für mich auf jeden Fall nicht.
Nochmal zum Thema erster Drehtag von „Bauer sucht Frau“ auf ihrem Hof in Gundelsheim. Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie am Morgen aufgestanden sind?
Stahl: Ich weiß nicht mehr, was mir im Detail im Kopf herumging. Natürlich war vor allem Anspannung ein Thema für mich bei Inka Bause in „Bauer sucht Frau“. Aber mit der Zeit bekam ich auch Routine bei den Dreharbeiten mit RTL und die Anspannung oder das Gedankenkarussell ließen langsam nach.
Hand aufs Herz: Bei „Bauer sucht Frau“ werden die Landwirte gerne auch mal von RTL vorgeführt, teils bloßgestellt. Warum machen Sie trotzdem mit?
Stahl: Dieses Risiko begleitet einen bei „Bauer sucht Frau“ natürlich. Es ist eine Gewissensfrage und klar, diese Beispiele gibt es in der Vergangenheit von RTL – keine Frage. Und ein Stück weit muss man sich darauf einfach auch einlassen. Ich habe aber am Anfang klar eine Grenze für mich definiert und deutlich gemacht, dass ich raus aus der Nummer bin, wenn es zu blöd wird oder ich übertrieben als der Kasper dastehe.
Aber sowas können Sie im Vorfeld von „Bauer sucht Frau“ nur bedingt beeinflussen. Sie wissen nicht, was nachher in der TV-Ausstrahlung auf RTL zu sehen sein wird.
Stahl: Natürlich. Und wenn alles nur spießig und normal bei „Bauer sucht Frau“ verlaufen würde, wäre die Sendung auch uninteressant. Ich weiß nicht, was ab Oktober zu sehen sein wird. Natürlich hoffe ich, dass es nicht allzu schlimm ist. Klar werden ein paar lustige Dinge zu sehen sein. Aber dann mache ich mich eben auch mal zum Kasper und die Leute haben was zu lachen. Das ist in anderen TV-Formaten von RTL auch nicht anders. Kurz: Es gehört dazu und ich kann damit leben. Ich wohne hier in Gundelsheim weit genug weg vom Ort und habe in der Regel meine Ruhe.
Was sind Ihre Hobbys, wenn Sie nicht gerade auf Ihrem Hof in Gundelsheim oder mit den Dreharbeiten für „Bauer sucht Frau“ beschäftigt sind?
Stahl: Das ist einfach zu beantworten. Ich lebe für das Motorradfahren, irgendwann kam die Liebe zum Fliegen dazu. Heute kann ich mir ein Leben ohne mein Ultraleichtflugzeug nicht mehr vorstellen. Das Fliegen ist für mich wie ein Virus. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, wenn ich über Gundelsheim oder Heilbronn unterwegs bin.
Wie sind die Reaktionen aus Ihrem Familien- und Bekanntenkreis auf Ihre Teilnahme bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause?
Stahl: In einem Wort:  Lustig. Insbesondere meine Familie nahm die Teilnahme bei der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mit viel Humor auf. Im Bekanntenkreis erlebte ich die unterschiedlichsten Reaktionen. Gelacht haben aber erstmal alle. Und gerade der Bekanntenkreis wächst mit der Teilnahme bei Inka Bause's Sendung „Bauer sucht Frau“ natürlich schlagartig an. 
Stehen die Heilbronner am Hofladen in Gundelsheim also schon Schlange?
Stahl: Also bei uns in Gundelsheim schlägt es voll durch. Die wollen alle den Landwirt von „Bauer sucht Frau“ aus Gundelsheim sehen, der sowas mitmacht. Aber ich freue mich. Denn dadurch haben die Menschen auch die Möglichkeit, unseren Hof hier in Gundelsheim zu besuchen. Sie sehen, was wir machen und vor allem wie wir hier arbeiten. Das ist mir sehr wichtig.
Was interessiert die vielen Besucher am meisten, wenn sie den verrückten Landwirt aus Gundelsheim treffen, der in der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ mitmacht?
Stahl: Es sind die klassischen Fragen wie „Was hat dich dazu veranlasst“ oder „Wie erlebst du die Sendung mit Inka Bause und RTL?“. Viele sind überrascht, wie anstrengend die Dreharbeiten mit RTL für „Bauer sucht Frau“ sein können. Wir haben beispielsweise auch am Wochenende gedreht, als die Gastronomie gut besucht war. Das war sehr anstrengend, aber auch lustig.
Inwiefern? Können Sie ein Beispiel nennen?
Stahl: Normalerweise sitzen die Besucher immer mit Blick auf Gundelsheim und das traumhafte Neckartal im Lokal. Als die Dreharbeiten mit RTL für „Bauer sucht Frau“ stattgefunden haben, saßen alle Gastro-Besucher auf einmal auf der anderen Seite. Aber unterm Strich waren die Reaktionen von allen Seiten positiv. Natürlich gibt es im Internet auch unangebrachte Kommentare. Aber damit muss man rechnen.
Was ist Ihnen in einer Beziehung besonders wichtig?
Stahl: Wichtig ist vielleicht das falsche Wort. Aber in meinem Alter habe ich einfach auch gewisse Vorstellungen für eine Beziehung. Ich weiß in etwa, wie der Partner sein oder eben auch nicht sein sollte. Und um das herauszufinden, reicht die Hofwoche in „Bauer sucht Frau“ einfach nicht aus. Man muss einfach schauen, wie sich die Zeit nach „Bauer sucht Frau“ entwickelt und was letztlich dabei herauskommt. 
Gutes Stichwort. Wie stellen Sie sich ihre Zukunft hier in Gundelsheim mit einer künftigen Frau vor? Haben Sie Pläne für die Zeit nach „Bauer sucht Frau“?
Stahl: Ich weiß nicht, was die Zukunft nach „Bauer sucht Frau“ für mich bereithält. Ich lasse das alles auf mich zukommen. Sicherlich wird sich erst mit der Zeit offenbaren, welche Folgen und Auswirkungen die Teilnahme bei „Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause hatte. Klar ist, dass man einen möglichen Partner aus „Bauer sucht Frau“ erst mit der Zeit wirklich kennenlernt.  

„Bauer sucht Frau“ Landwirt Rüdiger Stahl: Fazit zur 16. Staffel

Das Interview mit Rüdiger Stahl aus Gundelsheim macht klar: Oft steht noch viel mehr dahinter als das, was die Zuschauer auf RTL im TV zu sehen bekommen. Im Fall des Landwirts aus Gundelsheim ist es ein großer Hof mit Tierzüchtung, Landwirtschaft und Gastronomie. Und die Entscheidung, bei „Bauer sucht Frau“ mitzumachen, war gut überlegt. Völlig offen geht Stahl mit der Situation rund um RTL und Inka Bause um. Die Risiken seiner Teilnahme kennt er, akzeptiert sie.

Rubriklistenbild: © Jason Blaschke/echo24.de

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