Fachkräftemangel

Verband: Deutschland fehlen jährlich 10.000 Ingenieure

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Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) klagt über einen Mangel an Ingenieure. Foto: Monika Skolimowska

Elektrotechnik und Informationstechnik sind die Berufsfelder der Zukunft. Dennoch gibt es hier laut Verbandsaussagen zu wenig Nachwuchs. Woran liegt es?

Berlin (dpa) - In Deutschland werden noch immer zu wenige Ingenieure ausgebildet. Darauf weist der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) hin. In den kommenden zehn Jahren fehlen nach einer Studie des Verbands rund 100.000 Elektroingenieure.

Mit einer Erwerbslosenquote von knapp 2,2 Prozent genössen Ingenieure in Deutschland praktisch Vollbeschäftigung. Dass dennoch viele ihr Studium abbrächen, läge daran, dass sie schlecht vorbereitet seien. "Die grundlegende Vorausbildung im Fach Mathematik ist zu schlecht, man muss an der Uni zu viel nachholen", kritisierte Kegel.

"Wir werden uns bemühen müssen, durch Migration die Zahl der Elektroingenieure zu erhöhen", sagte Verbandspräsident Gunther Kegel. Vor allem Mittelständler suchten verstärkt im Ausland, die Fachkräfte-Zuwanderung müsse leichter werden.

Zudem sollten ältere Beschäftigte als Rentner weiterarbeiten, sagte Kegel. "Wir müssen auch den einen oder anderen begeistern, doch ein bisschen länger zu machen."

Der VDE feiert in Berlin sein 125-jähriges Bestehen. Als technisch-wissenschaftlicher Verband entwickelt er beispielsweise Normen für elektrische Geräte.

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