Stoff weist entwicklungsneurotoxische Wirkungen auf

Mega-Rückruf in Deutschland: Giftige Stoffe! Gefahr für Schwangere

  • Julia Cuprakowa
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Der Hersteller „Ardo N.V.“ ruft aktuell ein Produkt aus seinem Sortiment zurück. Bei Verzehr können schwerwiegende gesundheitliche Probleme auftreten.

Wer heute, 12. Februar, seine Einkäufe für das Wochenende bereits erledigt hat, sollte jetzt noch einmal sicherstellen, was genau im Einkaufswagen gelandet ist. Denn bei einem bestimmten Produkt, dass mal gerne als Beilage auf dem Teller landet, könnte man eine sehr böse Überraschung erleben. Ein belgischer Hersteller „Ardo N.V.“ für tiefgefrorenes Gemüse-, Obst- und Kräuterwaren ruft seine gefrostete Grillpaprika zurück.

Mega-Rückruf: Große Gefahr für Gesundheit! Giftige Stoffe in beliebtem Produkt nachgewiesen

Konkret vom Rückruf betroffen sind „Grilled red & yellow peppers parilla - Slices/ Rote und gelbe Paprika Parilla, gegrillt, in Scheiben“ vom Hersteller „Ardo N.V.“. Dabei geht es um die Produkte mit der Los-Kennzeichnung - Losnummer: 710271 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März 2023. Die betroffene Tiefkühlkost des belgischen Lebensmittelproduzenten wird gleich in mehreren Supermarkt-Ketten in Deutschland verkauft - unter anderem auch von Rewe. Die verseuchte Grillpaprika wurde vor allem in Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen im 1000 Gramm-Beutel verkauft, wie merkur.de zuvor berichtete.

Der Hersteller der tiefgefrorenen Grillpaprika hat darüber informiert, dass in einer Probe ein erhöhter Wert des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos festgestellt wurde. Der Hersteller hat den vom Rückruf betroffenen Artikel unverzüglich aus dem Handel genommen. Denn von Chlorpyrifos können Gefahren für die Gesundheit ausgehen. Kunden sollten deshalb die vom Rückruf betroffene Grillpaprika auf keinen Fall essen.

Deutschland: Rückruf von Grillpaprika - umstrittenes Pestizid Chlorpyrifos gefunden

Zum Hintergrund des Rückrufs: Bei Chlorpyrifos handelt es sich um ein sehr umstrittenes Pestizid. Es soll die Entwicklung des kindlichen Gehirns bereits im Mutterleib schädigen. Das legen zahlreiche Untersuchungen nahe, unter anderem eine Langzeit-Studie der US-amerikanischen Columbia University, wie tagesschau.de berichtet. Die Studie belegt, dass Babys, die im Mutterleib Chlorpyrifos ausgesetzt waren, einen geringen Intelligenzquotienten aufweisen oder an Aufmerksamkeitsstörungen leiden.

Rückstände von diesem Pflanzenschutzmittel werden vor allem in importierten Mandarinen, Orangen oder Grapefruits festgestellt - auch in Deutschland und das, obwohl Chlorpyrifos in Deutschland nicht zugelassen ist.

Mega-Rückruf vom Hersteller „Ardo N.V.“: Betroffene Kunden bekommen ihr Geld zurück

Kunden, die die verseuchte Grillpaprika gekauft haben, können diese bei den jeweiligen Supermärkten auch ohne Kassenbons zurückgeben. Allerdings gilt das nur für die betroffenen Produkte mit dem jeweiligen Mindesthaltbarkeitsdatum und Los-Kennzeichnung. Andere Chargen sowie andere Artikel des Lieferanten seien nicht betroffen.

Zuletzt hatte der Lebensmittel-Discounter Lidl mit Sitz in Neckarsulm mehrmals Produkte zurückgerufen. Zunächst waren Fertig-Salate aus dem Sortiment betroffen gewesen, anschließend waren Käse-Produkte zurückgerufen worden.

Rubriklistenbild: © Benjamin Nolte

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