Mittags in die Kantine oder selber kochen?

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Millionen von Deutschen stellen sich tagtäglich die Frage, ob sie mittags in die Kantine gehen oder doch selber kochen sollen.

Das Thema ist heiß diskutiert, besonders wenn es um den gesundheitlichen Aspekt geht. Wo manche auf ihr selbstgekochtes Essen schwören, bevorzugen die anderen den Gang in die Kantine. Doch wer ernährt sich unterm Strich gesünder?

Gesundes Essen – in der Kantine?

Für die Mehrheit der Arbeitnehmer bildet die Möglichkeit, in einer Kantine essen zu können einen enormen Mehrwert. Bei einer Umfrage bezüglich der wichtigsten Benefits für Mitarbeiter belegt die Kantine den dritten Platz. Wichtiger sind für Arbeitnehmer nur flexible Arbeitszeiten auf Platz eins und Homeoffice auf Platz zwei. Damit ist klar, dass die Kantine für viele Menschen eine wichtige Komponente im Arbeitsalltag bildet.

Ob das Essen in der Kantine gesund ist oder nicht, hängt in erster Linie stark von der Qualität der Kantine ab. Häufig gibt es zwei grundliegende Probleme. Zum einen werden die Gerichte in der Regel schon am Morgen gekocht und später lediglich erwärmt. Hierdurch gehen wertvolle Vitamine verloren. Zum anderen wollen auch Kantinen Geld sparen und setzten so auf sättigende und günstige Produkte wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Auf den ersten Blick sind diese Lebensmittel nicht ungesund. Doch die darin enthaltene Stärke treibt zunächst den Blutzuckerspiegel in die Höhe, bevor dieser rapide absinkt. So entsteht bei vielen Kantinengängern das sogenannte Nachmittagstief.

Gesunde Ernährung in die Kantine liegt allerdings nicht nur am Angebot, sondern auch an der Wahl des Gasts. Nahezu alle Kantinen bieten mindestens eine fleischlose Alternative und ein Salatbuffet, womit hungrigen Gästen gesundes Essen geboten wird. Neben der Kantine sind Sie als Kunde also selbst verantwortlich, zu welchen Speisen sie greifen. Arbeitnehmer können übrigens nicht verpflichtet werden, Kosten für das Kantinenessen zu tragen, wenn sie es nicht in Anspruch nehmen. Diese Vereinbarung wurde bereits im Jahr 2000 richterlich getroffen.

Selber kochen – die gesündere Alternative?

Entgegen der weit verbreiteten positiven Einstellung gegenüber Kantinen, schwören einige Personen auf ihr selbstgekochtes Essen. Selbstverständlich gewinnt diese Variante in Sachen Frische. Und noch ein weiterer Vorteil lässt sich bei frisch gekochtem Essen anführen, denn jeder kann selbst entscheiden, was auf den Teller kommt. So können Sie täglich wechselnde Gerichte zaubern. Ferner ist es möglich, selbstgekochtes Essen von Zuhause mitzunehmen und so gleichzeitig Reste zu verwerten.

Hinzu kommt, dass immer mehr Firmen auf gesunde Fertiggerichte spezialisiert sind. Diese sind schnell zubereitet und frisch, womit sie eine optimale Wahl für die Mittagspause darstellen. Besonders beliebt sind hierbei Suppen oder tiefgefrorene Pfannengerichte. Durch ihre Vielfalt und Frische ergänzen die Produkte eine ausgewogene Ernährung. Im Angebot finden sich neben zahlreichen Suppen auch Klassiker der Küche, wie etwa ein herzhafter Erbseneintopf oder eine beliebte Gulaschsuppe. So können Arbeitnehmer ohne Kantine schnelles und gesundes Essen im Büro genießen. Die gesunden Fertigprodukte bilden somit einen guten Kompromiss zwischen Kantine und frisch zubereiteten Essen.

Kantine oder Kochen? Was ist nun besser?

In der Frage nach dem idealen Mittagessen ist bis heute kein Konsens hergestellt. Die Meinungen bezüglich der Art des idealen Mittagessens gehen teilweise weit auseinander. Doch dieser Fakt muss nicht unbedingt als negativ gewertet werden. Die zahlreichen Möglichkeiten der Mittagsgestaltung sollten eher als Vorteil betrachtet werden, bringen sie doch große Vielfalt auf unsere Teller. Letztendlich hängt die Wahl des Mittagessens vom Typ Mensch ab. Eine pauschal gültige Antwort auf die Frage, ob Kantine oder Kochen besser ist, kann es also nicht geben. Wichtig ist schließlich bei jeder Ernährungsweise auf die Ausgewogenheit zu achten.

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