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Krankheitswelle rauscht durch Deutschland – wie man sich schützen kann

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Von: Mia Köhler

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Frau sitzt mit Decke auf Sofa und schnäuzt in ein Taschentuch
Krankheitswelle: In Deutschland leiden mittlerweile 9,5 Millionen Menschen an akuten Atemwegserkrankungen. © IMAGO / Westend61

Die Krankheitswelle hat Deutschland eingenommen. Überall wird geschnieft und gehustet, Klassenzimmer und Büros werden immer leerer. Doch wie kann man sich vor der größten Grippewelle seit fünf Jahren schützen?

Die größte Krankheitswelle seit fünf Grippesaisons hat begonnen und schon jetzt ist die Situation angespannt. In der letzten Woche haben von 100.000 Menschen 2.000 ihren Arzt aufgrund akuter Atemwegserkrankungen aufgesucht. In ganz Deutschland sind das 1,7 Mio. Bürger. Ein neuer Rekord der letzten Jahre, trotz Corona-Pandemie.

Influenza und RS-Viren sorgen für überlastete Krankenhäuser

Deutsche Kinderkrankenhäuser sind überlastet, von 110 in der vergangenen Woche befragten Krankenhäusern haben 43 keine freien Betten auf der Normalstation mehr. Außerdem ist im Durchschnitt weniger als ein Intensivbett für kritisch erkrankte Kinder frei. Grund dafür ist einerseits der Personal- und Ressourcenmangel, andererseits ist der vergleichsweise heftige Beginn der Grippesaison ein Faktor der Überlastung.

Während die Corona-Lage aktuell mit einer Inzidenz von 200 auf 100.000 Personen sehr entspannt ist, sind Influenza und RS-Viren im Umlauf. Vor allem junge Erwachsene werden mit Influenzaerregern infiziert und hauptsächlich Kinder sind von den RS-Viren betroffen. Diese Viren sind der Hauptgrund für die überfüllten Kinderkliniken.

Corona-Lockerungen sind Grund für die vielen Erkrankten

Durch die Corona-Maßnahmen in den letzten Jahren wurden nicht nur Erreger des Coronavirus ferngehalten, die Masken haben auch die Übertragung anderer Viren verhindert. Da die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen nun langsam wegfallen, werden unsere Immunsysteme den Erregern wieder ausgesetzt, ohne, dass sie sich wehren können.

Die Situation in unseren Praxen ist sehr angespannt.

Markus Beier, Vorsitzender Deutscher Hausärzteverband gegenüber dem „ZDF“

Die Praxisteams kommen an ihre Limits, denn zwar sind Hausärzte Ballungen akuter Atemwegserkrankungen zu dieser Jahreszeit gewohnt, jedoch ist die Zahl der Erkrankten schon zum jetzigen Zeitpunkt besorgniserregend.

Hygienemaßnahmen sind immer noch wirkungsvoll

Jeder kann dazu beitragen, diese Grippewelle nicht noch weiter ausarten zu lassen. So kann eine Influenzaimpfung für einen milderen Krankheitsverlauf sorgen und damit dem Erkrankten und dem Gesundheitssystem helfen. Auch regelmäßiges Händewaschen und Lüften wirkt weiterhin präventiv, damitKrankenhäuser und Hausärzte entlastet werden.

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