OP-Masken trotz verschärfter Maskenpflicht erlaubt

FFP2-Maske zu teuer? „Genauso gut“ – diese günstige Alternative empfiehlt eine Virologin

  • Julia Thielen
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Bundesweit wird die Maskenpflicht verschärft. Stoffmasken sind nicht mehr erlaubt. FFP2-Masken sind aber teurer. Doch es gibt eine günstige Alternative, die sogar eine Virologin empfiehlt.

In Bayern gilt sie schon, in den meisten anderen Bundesländern wird sie wohl in der kommenden Woche eingeführt. Beim Corona-Gipfel zwischen den Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte man sich auf eine verschärfte Maskenpflicht geeinigt. Damit sind künftig in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr herkömmliche Stoffmasken nicht mehr ausreichend. Stattdessen setzen nun viele auf FFP2-Masken. Doch die sind vor allem auf Dauer deutlich teurer. Erlaubt ist aber auch eine günstige Alternative – und die wurde nun sogar von einer Virologin empfohlen.

FFP2-Maske: Virologin empfiehlt günstige Alternative

FFP2-Masken bieten im Gegensatz zu Alltagsmasken aus Stoff auch Eigenschutz. Doch sie sollten wegen der starken Filterleistung nicht länger als 75 Minuten am Stück getragen werden. Außerdem sind sie ursprünglich ein Einwegprodukt – auch wenn es bestimmte Verfahren für Reinigung und Wiederverwendung gibt.

FFP2-Masken werden derzeit teilweise teuer verkauft, doch es gibt auch eine günstige Alternative.

Zusätzlich sind die FFP2-Masken unter Umständen nur begrenzt verfügbar, wenn nun ein großes Kontingent wegen der bundesweit verschärften Maskenpflicht benötigt wird. Kein Wunder, dass besonders im Internet die Preise für die begehrten Masken derzeit schnell in die Höhe schnellen. Doch es gibt eine günstigere Alternative – die kann genauso verwendet werden und wurde nun sogar von einer Virologin empfohlen: OP-Masken.

OP-Maske: Günstige Alternative zu FFP2-Maske – und von Virologin empfohlen

„Der Vorteil der OP-Masken ist, und deshalb werden sie international breit empfohlen, dass sie jeder tragen kann und dass sie angenehm zu tragen sind und dass sie eine sehr, sehr gute Filterleistung haben. Eigentlich genauso gut wie die FFP2-Masken“, sagte Virologin Ulrike Protzer im ARD-Morgenmagazin. Wichtig sei bei der nun verschärften Maskenpflicht, dass jeder getragene Mundschutz medizinisch sei. Dazu zählen FFP2-, ebenso wie OP-Masken. Stoffmasken aber eben nicht.

Die OP-Maske, in meiner Einschätzung, ist genauso gut wie die FFP2-Maske und billiger.“

Virologin Ulrike Protzer im ARD-Morgenmagazin

Die OP-Masken seien dazu für jeden geeignet, während hingegen FFP2-Masken bei Barträgern nicht ihre Schutzfunktion erfüllen können. Medizinische Masken seien laut Virologin Protzer im Gegensatz zu den Atemschutzmasken außerdem deutlich günstiger. „Die OP-Maske, in meiner Einschätzung, ist genauso gut wie die FFP2-Maske und billiger.“

FFP2-Maske: Günstigere Alternative – OP-Masken von Virologin empfohlen

Wie die Virologin sehen das allerdings nicht alle. Die medizinischen Gesichtsmasken haben zwar wie die FFP2-Masken auch einen Filter. Allerdings bieten sie laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte kaum Eigenschutz. Zwar hielten die OP-Masken Tröpfchen ab, schützten aber nur begrenzt gegen Aerosole. Damit wären sie zwar günstiger, aber keine echte Alternative.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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