Sie nahm acht Schmerztabletten täglich

Dank Plakat erkennt diese junge Frau sofort, dass sie eine schwere Krankheit hat

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Kopfschmerzen, die vor allem nachts und morgens nach dem Aufwachen auftreten, können Anzeichen eines Hirntumors sein.

Chantal Smits hat als Krankenschwester jeden Tag kranke Menschen um sich - doch merkte selbst nur durch Zufall, dass sie auch an einer schlimmen Krankheit leidet.

Als Anästhesiekrankenschwester im St George's Hospital in London kennt sich die 22-jährige Chantal Smits sehr gut mit Krankheiten jeglicher Art aus. Sie betreute dort lange Zeit vor allem Krebs-Patienten und unterstützte Chirurgen bei der Operation von Gehirn-Tumoren. Als sie eines Tages am Arbeitsplatz ein Plakat über Gehirntumore las, wurde ihr schlagartig klar, dass sie sich untersuchen lassen muss.

Bereits seit 2014 litt Smits an Kopfschmerzen und Müdigkeit - das war auch ihr erstes Ausbildungsjahr zur Krankenschwester. Die junge Frau ging davon aus, dass der Schichtdienst die Ursache dafür sein musste. "Ich fühlte mich die ganze Zeit müde und schlief um 20 Uhr ein, sobald meine tägliche Schicht vorbei war", sagte Smits dem britischen News-Portal The Sun: "Ich habe es darauf zurückgeführt, dass ich zu dieser Zeit 40 Stunden pro Woche gearbeitet und das ganze Wochenende über Aufsätze geschrieben habe. Es ist einfach das Los von Krankenschwestern, dass sie häufig ziemlich erledigt sind."

Video: Frau diagnostiziert bei sich selbst einen Hirntumor - mithilfe eines Plakats

Die 22-jährige ging nicht zum Arzt, sondern behandelte sich selbst mit Schmerztabletten: Jeden Tag schluckte sie vier Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen und vier Tabletten mit Paracetamol. Erst als sie in der Klinik ein Plakat über die Anzeichen für Hirntumore durchlas, wurde ihr klar, dass alle Symptome auf sie zutrafen - und ging endlich zum Arzt. Der diagnostizierte dann tatsächlich die schwere Krankheit.

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"Die gute Nachricht ist, dass mein Gehirntumor stabil ist und derzeit nicht wächst"

"Ich schätze mich glücklich, dass mein eigener Tumor früh entdeckt wurde", sagte Smits. Der Hirntumor, der bei der jungen Frau diagnostiziert wurde, ist nicht heilbar. "Die gute Nachricht ist, dass mein Gehirntumor stabil ist und derzeit nicht wächst", sagte Smits der Sun. Die Behandlung hält an, alle drei Monate geht Smits zum Hirn-Scan. 

"Um mir selbst zu helfen und meine Chancen zu verbessern, bleibe ich positiv und kümmere mich gut um mich", sagt sie. So beschäftigt sich die 22-jährige mit Yoga, Achtsamkeitstraining und isst sehr gesund und ausgewogen. "Wenn ich zurückschaue, sehe ich jetzt, dass ich sehr lange Symptome hatte. Ich hätte sie nicht ignorieren dürfen", so Smits. Jetzt will sie andere aufklären und überzeugen, sich schneller mit möglichen Symptomen auseinanderzusetzen.

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Gehirntumor: Symptome und Anzeichen

Hirntumore zählen zu den seltenen Krebserkrankungen - in den westlichen Industrieländern erkrankt jährlich einer von 10.000 Menschen. Zu den möglichen Auslösern ist bisher wenig bekannt, eine erbliche Veranlagung liegt nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft nur selten vor. Ungesunde Lebensgewohnheiten wie viel Stress, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum werden als Trigger diskutiert.

Typische Symptome, die auf einen Gehirntumor hinweisen können:

  • Kopfschmerzen: Sie treten vor allem nachts und nach dem Aufwachen auf, werden mit der Zeit heftiger und nehmen auch im Liegen zu, bessern sich aber tagsüber spontan.

  • Übelkeit und Erbrechen: Diese Beschwerden treten vor allem in den frühen Morgenstunden und auf nüchternen Magen auf.

  • Sehstörungen 
  • Krampfanfälle wie etwa ein epileptischer Anfall, unwillkürliche Zuckungen einer Extremität oder Körperhälfte.

  • Lähmungserscheinungen, Sprach- und Koordinationsstörungen oder neu auftretende Ungeschicklichkeit

  • Plötzliche einsetzende schlechtere Auffassungsgabe und Merkfähigkeit

  • Persönlichkeitsveränderung 

  • hormonale  Störungen

Falls Sie diese Anzeichen an sich oder anderen bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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jg

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