Corona-Pandemie ausgerufen

Coronavirus in Deutschland – Merkel warnt: "Wo möglich auf Sozialkontakte verzichten"

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Neue Coronavirus-Infektionen in Europa beunruhigen und viele stellen sich die Frage, wie man sich am besten schützt. Wer folgende Regeln beachtet, reduziert das Ansteckungsrisiko.

  • Eine Infektion mit Coronaviren kann für Risikogruppen lebensbedrohlich sein.
  • Durch engmaschige Meldeketten, Einreiseverbote nach Deutschland, Besuchsverbote für Pflegeeinrichtungen und Altenheime sowie strenge Ausgangsbeschränkungen in ganz Deutschland will die Bundesregierung die Ausbreitung von Covid-19 verlangsamen.
  • Auch jeder Einzelne kann etwas tun, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen.  

Die Coronavirus-Pandemie ist nicht unter Kontrolle. In Deutschland infizierten sich seit Februar 2020 über 43.938 Personen mit dem Coronavirus und auch in anderen Ländern werden immer neue Fälle gemeldet. Mehr mehr nur Reisende aus China und Menschen, die sich in Risikogebieten wie Italien, Tirol, dem Iran oder der Provinz Hubei aufhalten oder aufgehalten hatten, gelten in Deutschland als potentielle Überträger des Virus, sondern mittlerweile jeder. Durch Tröpfcheninfektion können sich die neuartigen Coronaviren (auch SARS-CoV-2) von Mensch zu Mensch übertragen.   

Das Coronavirus Resource Center der Johns Hopkins Universität meldet aktuell 533.416 Coronavirus-Infektionen* weltweit, es werden 24.082  Tote beklagt, die meisten in Italien. Lebensbedrohliche Folgen kann eine Coronavirus-Infektion nach aktuellem Wissenstand in erster Linie bei Menschen mit Vorerkrankungen oder Senioren haben.

Lesen Sie auch: Coronavirus und Grippe im Vergleich: So unterscheiden sich die beiden Viruskrankheiten.

Das kann jeder Einzelne tun, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern

Bis zu 14 Tage kann es nach aktuellem Wissenstand dauern, bis nach der Ansteckung mit dem Coronavirus die ersten Symptome wie Husten, Fieber, Durchfall und Atemprobleme* auftreten. Das Robert Koch-Institut (RKI), das Bundesgesundheitsministerium, die WHO und Virologen empfehlen diverse Verhaltensmaßnahmen, um das eigene Ansteckungsrisiko zu senken:

  • Halten Sie sich an die Regeln, die von der Bundesregierung kommuniziert wurden. Dazu zählt: Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung nur wenn nötig (etwa wegen der Arbeit, eines Arztbesuchs oder zum Lebensmittel einkaufen). Bewegung an der frischen Luft ist weiterhin möglich, um das Immunsystem zu stärken, allerdings nur alleine oder mit einem Angehörigen, der mit Ihnen in einem Haushalt lebt. Oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • Unterlassen Sie das Reisen in Risikogebiete wie die Provinz Hubei in China, Italien, Iran, das Bundesland Tirol in Österreich sowie die US-Bundesstaaten Kalifornien und New York.(Informieren Sie sich dazu auf den Seiten des Auswärtigen Amts und checken Sie regelmäßig die Nachrichten).
  • Achten Sie auf eine gute Händehygiene*.
  • Berühren Sie Ihr Gesicht und das von Anderen nur mit gewaschenen Händen (sonst steigt die Gefahr, dass Viren über die Schleimhäute in den Körper gelangen).
  • Husten oder Niesen Sie in die Armbeuge und nicht in die Hände.
  • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen, etwa wenn Sie spazieren gehen.
  • Eine Mundmaske* ergibt in einigen Fällen Sinn. Menschen mit Atemwegserkrankungen wird ein Mundschutz sogar dringend empfohlen, um eine Ansteckung anderer durch Tröpfcheninfektion zu verhindern. Dafür müsse ein Mundschutz allerdings eng anliegend getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden, wie das RKI meldet.
  • Soziale Kontakte sollten weitgehend eingestellt werden – wenn notwendig sogar bis hinein ins familiäre Umfeld, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Auch Umarmungen und Wangenküsse sollten dem Virologen Alexander Kekulé zufolge nur dem Partner oder den eigenen Kindern gegeben werden, "weil sich in einem Haushalt lebende Familienmitglieder sowieso früher oder später gegenseitig anstecken". Körperliche Nähe sollte allerdings auch innerhalb der engsten Familie tabu sein, wenn jemand chronisch krank ist oder wegen hohen Alters zur Risikogruppe zählt*.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch gesunde Ernährung und Bewegung an der frischen Luft.

Umfrage zum Thema

Quellen: www.bundesgesundheitsministerium.de; www.rki.de; www.infektionsschutz.de; www.auswaertiges-amt.de; www.rki.de/Fallzahlen; www.experience.arcgis.com; www.tagesschau.de; https://coronavirus.jhu.edu/map.html

Weiterlesen: Dieser Erreger ist weit gefährlicher als das Coronavirus.

jg

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Uli Deck

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