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Wichtig: Nebenwirkung und normale Impfreaktion sind nicht zu verwechseln

  • Anna-Maureen Bremer
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Selten waren Impfungen so heißt diskutiert wie in der Corona-Pandemie. Dabei kommt es oft zu Missverständnissen. Nebenwirkung und Impfreaktion sind nicht zu verwechseln.

Wer geglaubt hat, das Coronavirus habe sich bald „erledigt“, wird wohl enttäuscht - die Inzidenzzahlen in Baden-Württemberg steigen erneut und somit rutschen einige Landkreise wieder in andere Öffnungsstufen. Große Hoffnung nach wie vor: Je mehr Menschen geimpft werden, desto besser entwickeln sich die Zahlen. Vor der Impfung haben allerdings viele Menschen aufgrund von Nebenwirkungen immer noch Angst. Dabei besteht oft ein großes Missverständnis: Eine Impfreaktion ist nicht das Gleiche wie eine Nebenwirkung. Wir erklären den Unterschied.

Nebenwirkungen und Impfreaktionen sind nicht ein und dasselbe

„Grundsätzlich ist in Bezug auf die Corona-Schutzimpfung häufig von Nebenwirkungen die Rede, wenn eigentlich Impfreaktionen gemeint sind“, schreiben die Stuttgarter Nachrichten. Eine Impfreaktion ist genau das, was ihr Name verspricht: eine Reaktion auf den Impfstoff. Wer also eine typische Impfreaktion zeigt, weiß, dass sein Körper sich mit der Injektion auseinandersetzt, reagiert (!) und Antikörper aufbaut.

Schmerzen dort wo die Nadel angesetzt wurde, Kopfschmerzen, Fieber oder auch Schüttelfrost sind typische Reaktionen des Körpers auf eine Impfung. Mit Nebenwirkungen sind sie nicht zu verwechseln. Diese sind nämlich zum einen unerwünscht und gehen vor allem über das normale Maß einer Impfreaktion hinaus.

Nebenwirkungen können deutlich später auftreten – Meldepflicht!

Obwohl Nebenwirkungen zunächst einer Impfreaktion sehr ähnlich sein können, ist ein wichtiger Unterschied, dass sie auch mit einer größeren Verzögerung auftreten können. Im Bericht der Stuttgarter Nachrichten heißt es dazu: „Sie äußern sich zum Beispiel in anhaltenden Kopfschmerzen oder punktuell auftretenden Blutungen.“

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) müssen von behandelnden Ärzten gemeldet werden - das verlangt das Infektionsschutzgesetz. In einem Zeitraum von bis zu 16 Tagen können Nebenwirkungen einer Impfung auftreten. Wer diese bei sich feststellt, sollte laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Arzt konsultieren.

Oft kam die Impfkampagne in Deutschland schon ins Stocken. Viele haben Angst vor einer Zweiklassengesellschaft in Baden-Württemberg, in der Geimpfte mehr Rechte genießen. Das Sozialministerium will nun eine Impfpflicht für bestimmte Berufe und Einschränkungen für Nicht-Geimpfte.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa/Illustration

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