Bisher nur Corona-Impfungen für Jugendliche ab 16

Biontech-Studie: Corona-Impfung bei Kindern? USA will Zulassung ab 12 Jahren

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Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen? Biontech zieht wichtige Erkenntnisse aus Studie – und beantragt in den USA eine Zulassung des Impfstoffes ab 12 Jahren.

Update, 12. April: Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer soll in den USA künftig auch bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eingesetzt werden. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) bereits eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer am Freitag. Ähnliche Anträge sollen „in den kommenden Tagen“ weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet.

Bislang ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen – dies soll sich schnellstmöglich ändern. Laut neusten Ergebnissen einer klinischen Studie von Biontech in der Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren habe der Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt. Die Impfung sei bei den Jugendlichen gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen Biontech und Pfizer.

Zulassung von Biontech bei Kindern nach Studie: Impfungen ab 12 auch bald in Deutschland?

Die Gesundheit der knapp 2.300 Teilnehmer der Studie in den USA würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet, hieß es. Bei den Jugendlichen, die im Rahmen der Studie eine Placebo-Impfung erhielten, wurden 18 Corona-Erkrankungen festgestellt, aber keine einzige bei den 1131 mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpften Personen.

Die Hersteller haben bereits auch eine klinische Studie für Babys ab sechs Monaten und jüngere Kinder begonnen. US-Experten rechnen jedoch nicht vor Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung eines Impfstoffs für diese Altersgruppe. Die in den USA ebenfalls eingesetzten Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson sind bislang nur für Erwachsene zugelassen.

Studienergebnisse von Biontech: Corona-Impfung auch bei Kindern möglich?

Update vom 31. März: Bisher wurden nur Erwachsene mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft. Wie echo24.de in der Erstmeldung bereits berichtete, gibt es bisher nur eine Corona-Impfstoff-Zulassung ab mindestens 16 Jahren von Biontech. Jetzt meldet das Unternehmen aus Mainz neue Erkenntnisse aus einer Studie mit Jugendlichen. Die Hammer-Meldung: 100 Prozent Wirksamkeit bei Jugendlichen. Das kam bei einer Zulassungsstudie heraus. Bei den 12-Jährigen bis 15-Jährigen bemerkte Biontech sehr hohe Antikörperantworten.

Die Immunantworten der Geimpften im Alter von 16 bis 24 Jahren hätten die Erwartungen übertroffen. Die Daten sollen in den kommenden Wochen bei US-Arzneimittelbehörde FDA und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eingehen. Die Daten wurden noch nicht von unabhängigen Experten überprüft und bisher auch noch in keiner Zeitschrift veröffentlicht, berichtet welt.de.

Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen? Biontech zieht wichtige Erkenntnisse aus Studie.

Bei den geimpften Kindern wurden keine Infektionen festgestellt und es kam auch zu keinen größeren Nebenwirkungen. Ziel von Biontech-Grüner Ugur Sahin ist, die Impfungen schnellstmöglich auf Kinder auszuweiten. „Es ist sehr wichtig, Kindern eine Rückkehr zum normalen Schulalltag sowie Treffen mit Familie und Freunden zu ermöglichen“, erklärte er.

Corona-Impfungen bald auch für Kinder? Experte nennt möglichen Startzeitpunkt

Erstmeldung vom 26. März: Seit dem 27. Dezember wird in Deutschland geimpft. Weil aber nicht genügend Impfstoff sofort für alle da ist, hat die Regierung einen Impfplan erstellt, nach dem sie vorgehen möchte. Dieser Plan zeigt in mehreren Stufen, welches Alter in welcher Reihenfolge drankommt, beginnend mit den Ältesten und Menschen, die in der Medizin arbeiten. Erst wenn die letzten 60- bis 65-Jährigen ihre Spritzen erhalten haben, dürfen alle anderen sich impfen lassen. Das Land Baden-Württemberg informiert darüber, wer impfberechtigt ist. Doch was ist eigentlich mit Kindern und Jugendlichen? Werden die auch geimpft?

Corona-Impfung: Sollen Kinder und Jugendliche auch gegen das Coronavirus geimpft werden?

Bisher gibt es nur eine Zulassung für Impfstoffe ab 16 oder ab 18 Jahren. Der Impfstoff Comirnaty von Biontech ist für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Alle anderen Vakzine, die zurzeit auf dem Markt sind, sind erst ab 18 Jahren freigegeben. Grund dafür ist, dass vor der klinischen Studie an Kindern sichergestellt sein muss, dass es bei den Erwachsenen nicht zu schwierigen Komplikationen gekommen ist, berichtet swr.de. Das soll jetzt erfüllt sein. Und die ersten Impfstudien mit Kindern sind gestartet. Bei Schwangeren, sowie bei Kindern laufen diese meistens in einem kleineren Rahmen ab, nicht so wie bei den Erwachsenen.

Pfizer, Moderna und AstraZeneca will Kindern und Jugendlichen die gleiche Dosis wie bei den Erwachsenen geben. Dazu laufen bereits Studien. Dadurch wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob der Antikörperspiegel bei Jüngeren ebenfalls so angeregt wird, wie bei den Erwachsenen. Biontech/Pfizer hat angekündigt bis Juni 2021 Daten zu Jugendlichen den US-Aufsichtsbehörden zu übermitteln. Auch Moderna strebt ein ähnliches Zeitfenster an.

FirmaBioNTech SE
SitzMainz, Deutschland
Gründer Uğur Şahin
Mitarbeiterzahl1.323
Art des Impfstoffs gegen CoronaRNA-Impfstoff

Bis Jahresende soll es einen Impfstoff für Kinder geben. Da ist Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), zuversichtlich. Denn sobald genügend Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs bei Kinder und Jugendlichen vorliegen, kann die Zulassung durch eine Änderungsanzeige der bestehenden Zulassung einfach ausgedehnt werden.

Corona-Vakzine: Experten fordern Corona-Impfungen auch für Kinder

Experten drängen auf Impfungen von Kindern und Jugendlichen, da diese aufgrund vieler Kontakte in zum Beispiel Kita oder Schule als wichtige Krankheitsüberträger gelten. Vor allem bei den aggressiveren Mutanten spielen diese Personengruppe eine große Rolle.

Auch für die Kleinen kann Covid-19 zum Problem werden. Denn es gibt Kinder und Jugendlichen, die an Vorerkrankungen, chronischen Krankheiten oder unter den Folgen einer Infektion leiden. In Einzelfällen kam es bisher schon zu systemischen Entzündungen in mehreren Organen nach einem asymptomatischen oder milden Verlauf der Krankheit.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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