vier Thrombosefälle nach Impfung

Impfstoff von Johnson & Johnson: Todesfall nach Impfung – EMA reagiert

  • Jason Blaschke
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Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA untersucht vier Fälle von Blutgerinnseln, die nach der Impfung mit Johnson & Johnson aufgetreten sind.

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist in der EU zugelassen und soll ab 19. April verimpft werden. Nun sind Berichte über vier Thrombosefälle nach der Impfung mit Johnson & Johnson aufgetaucht. Die bisher vier bekannten Fälle sind kurz Zeit nach der Verabreichung registriert worden. Nun prüft die Europäische Arzneimittelbehörde EMA, ob es einen Zusammenhang gibt. Noch ist unklar, ob die vier Thrombosefälle wirklich auf das Vakzin von Johnson & Johnson zurückzuführen sind.

Impfstoff von Johnson & Johnson: erster Todesfall nach Impfung bekannt

Einer der Thrombosefälle ist laut der EMA tödlich verlaufen. Im Hinblick auf die aktuelle Impfkampagne ist es der Behörde zufolge aber erwartbar, dass bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten können. Die Aufgabe der Arzneimittelbehörde ist es nun, den gemeldeten Nebenwirkungen nachzugehen und umfassend prüfen, ob der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson nach wie vor sicher ist. Zuvor hatte Zeit Online über die Thrombosefälle in Bezug auf Johnson & Johnson berichtet.

Auch der Corona-Impfstoff von AstraZeneca steht wegen ähnlicher Nebenwirkungen derzeit in der Kritik. Die EMA untersucht aktuell noch, ob es einen Zusammenhang zwischen AstraZeneca und fünf aufgetretenen Fällen des Kapillarlecksyndroms gibt. Konkret geht es um fünf Fälle der Gefäßerkrankung, die nach der Impfung mit AstraZeneca aufgetreten sind und von der EMA derzeit analysiert werden. Zuvor hatte die Behörde mitgeteilt, dass sie das Vakzin noch immer für sicher halte.

Impfstoff von Johnson & Johnson: So könnte die EMA reagieren

Davor stand AstraZeneca schon wegen aufgetretener Hirnvenenthrombosen in der Kritik. Der Nutzen des Vakzins von AstraZeneca sei höher zu bewerten, als die Risiken, war die Begründung. Ähnlich könnte die EMA auf die Thrombosefälle in Bezug auf das Vakzin von Johnson & Johnson reagieren. Im Fall von AstraZeneca wurde die Gefahr einer Thrombose als „sehr seltene Nebenwirkung“ von der EMA gelistet. Wie es allerdings im Fall von Johnson & Johnson aussieht, bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Jessica Hill/dpa

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