Pilotprojekt für Baden-Württemberg: Impfungen in Arztpraxen

Corona-Impfung beim Hausarzt: Diese Personen sind jetzt dran

Eine Spritze wird mit einem Impfstoff aufgezogen (Symbolbild)
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Pilotprojekt für Baden-Württemberg: Ab Montag bieten einige Hausarzt-Praxen Corona-Impfungen an - aber vorerst nur für eine bestimmte Personengruppe.
  • vonChristina Rosenberger
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Corona-Impfungen sind momentan eins der wichtigsten Themen der Welt und beschäftigen uns Tag für Tag! Doch der ganze Vorgang ist noch etwas kompliziert und undurchsichtig, deshalb startet das Land Baden-Württemberg jetzt ein Pilotprojekt.

Impfen gegen Corona - in der Arztpraxis beim eigenen Hausarzt: Das soll für uns in Baden-Württemberg schon bald Realität werden. Denn wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag (4. März) bekanntgab, soll schon ab dem kommenden Montag ein Pilotprojekt dazu starten.

Corona-Impfung beim Hausarzt: Bald mehr Impfstoff - Entlastung für Impfzentren

Im Moment machen Corona-Impfstoffe fast täglich Schlagzeilen: Vor allem das Vakzin von Astrazeneca sorgt immer wieder für Mega-Aufruhr. Zunächst war der Impfstoff nur für Menschen unter 65-Jahren zugelassen, jetzt empfiehlt die Ständige Impfkommission ihn doch auch für Ältere. Außerdem steht ein neues Präparat von Curevac in den Startlöchern! Alles gute Nachrichten, wenn es darum geht, eine Herdenimmunität zu erreichen, doch befürchten Experten, dass die Impfzentren die hohe Nachfrage nach Impfterminen bald nicht mehr alleine stemmen können.

Und da kommt das Pilotprojekt ins Spiel: In jedem Stadt- und Landkreis soll es ab Montag (8. März) zumindest eine Hausarztpraxis geben, die Corona-Impfungen durchführt - und es wird sogar noch komfortabler: Laut Gesundheitsministerium werden die Termine von den Praxen direkt vereinbart, man muss nicht von sich aus nach einem Slot fragen.

Corona-Impfung beim Hausarzt: Pilotprojekt für Baden-Württemberg bringt viele Vorteile

Damit will das Land Baden-Württemberg die Voraussetzungen für einen künftigen reibungslosen Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen schaffen, teilte Minister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart mit. Denn die Zahl der Impfdosen dürfte nach Angaben des Landkreistages schon sehr bald die Kapazitäten der Impfzentren übersteigen.

Es sei genau deshalb extrem wichtig, jetzt schon so langsam Corona-Impfungen zu den Hausärzten, in die Städte und Landkreise zu verlagern - solange man die Möglichkeit hat, die Abläufe gezielt und strukturiert zu testen. Ein weiterer Vorteil: Hausärzte können im Rahmen von Hausbesuchen auch bettlägerige Patienten impfen, die selbst keine Chance hätten, ins Impfzentrum zu kommen.

Bundesland\tBaden-Württemberg
Einwohner\t11,09 Millionen
Hauptstadt\tStuttgart

Der Probebetrieb der Corona-Impfungen bei den Hausärzten wird gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und den Kommunalen Landesverbänden koordiniert. Zunächst soll das Pilotprojekt sechs Wochen dauern - und erstmal richtet sich das Angebot auch ausschließlich an über 80-Jährige aus der ersten Impfgruppe.

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