Corona-Impfung für Länderchef

Nach AstraZeneca-Impfung: Nebenwirkungen und Beschwerden bei Kretschmann

Winfried Kretschmann erhält erste Impfung gegen das Coronavirus.
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Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ist mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden und berichtet jetzt von den Nebenwirkungen.
  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca macht immer wieder Schlagzeilen wegen seiner Nebenwirkungen. Jetzt berichtet Winfried Kretschmann von seinen Beschwerden nach der Impfung.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist vor drei Wochen als erster der 16 deutschen Länderchefs gegen das Coronavirus geimpft worden - allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Die Impfung hat das Landesoberhaupt mit einigen Begleiterscheinungen geplagt. Das hat der 72-Jährige auf dem Parteitag der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn erklärt.

Kretschmann wurde mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers AstraZeneca behandelt - dem Präparat, das seit Wochen immer wieder mit Negativ-Schlagzeilen auffällt und deshalb in den Fokus der Medien gerückt wurde. Zunächst gab es Probleme bei der Zulassung für ältere Menschen ab 65 Jahren, dann mussten die Impfungen mit dem Vakzin, das seit kurzem „Vaxzevria“ heißt, wegen schwerwiegender Nebenwirkungen ausgesetzt werden.

Nach AstraZeneca-Impfung: BaWü-Ministerpräsident Kretschmann berichtet von Nebenwirkungen

Mehrere Menschen waren kurz nach ihrer Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin an Hirnvenen-Thrombosen verstorben. Mittlerweile gehen Wissenschaftler auch offiziell davon aus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen den tödlichen Thrombosen und den Impfungen mit Vaxzevria besteht. Weil davon hauptsächlich jüngere Frauen zwischen 20 und 63 Jahren betroffen waren, wird der AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland mittlerweile nur noch an ältere Menschen verimpft.

Zu eben dieser Personengruppe der „älteren Menschen“ gehören Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Frau, die sich gemeinsam impfen ließen - immerhin ist der baden-württembergische Landeschef bereits 72 Jahre alt. Bei ihm kam es laut eigener Aussage allerdings nur zu „normalen“ Impfreaktionen wie Gliederschmerzen.

Typische Nebenwirkungen bei einer AstraZeneca-Impfung

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind RötungSchwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle, auch Immunreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Unwohlsein sind möglich.

Solche Reaktionen kommen sehr häufig vor und sind in der Regel harmlos. Sie sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf das Vakzin anspricht und sich gerade mit dem Impfstoff auseinandersetzt.

Außerdem berichtete der Ministerpräsident in Heilbronn davon, dass er sich schlapp gefühlt hätte. „Ich musste einen Tag Homeoffice machen“, sagte Kretschmann. Aber das Landesoberhaupt hat auch eine ganz klare Message: „Es lohnt sich für den Schutz, den man dadurch bekommt.“

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