Riskanter Schlendrian

Auch bei Routine mit Diabetes sorgsam bleiben

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Auch nach jahrelanger Erkrankung sollten Diabetiker bei der Behandlung gründlich bleiben. So ist es etwa ratsam, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln. Foto: Rolf Vennenbernd

Blutzucker messen, Insulin spritzen, Essen wiegen - wer an Diabetes neu erkrankt, nimmt es mit den erforderlichen Maßnahmen meist noch sehr genau. Doch auch nach langer Erfahrung mit der Krankheit sollten Betroffene nicht nachlässig werden.

Baierbrunn (dpa/tmn) - Bei erfahrenen Diabetikern können sich mit der Zeit Fehler im Umgang mit der Krankheit einschleichen. Eine schlechte Angewohnheit ist zum Beispiel, Insulin stets an dieselbe Stelle zu spritzen.

Durch diese nachlässige Praxis können sich Verhärtungen bilden, die bei der Insulinaufnahme im Weg sind, heißt es in der Zeitschrift "Diabetes Ratgeber" (Ausgabe Januar 2019). Wer schon lange mit Diabetes lebt, wird Lebensmittel auch nicht mehr exakt abwiegen, um den Gehalt an Kohlenhydraten zu ermitteln. Stattdessen arbeiten die meisten vermutlich mit Augenmaß.

Fehleinschätzungen sind da aber schnell gemacht - und damit stimmt auch die Insulin-Dosis nicht mehr. Deshalb lohnt es sich, das Augenmaß ab und zu für eine Zeit lang mit der Küchenwaage zu trainieren und wieder ein besseres Gefühl für Portionen und Kohlenhydrate zu entwickeln.

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