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Haben Sie gewusst, dass der erste deutsche Edelpilzkäse aus Oberbayern stammt? So gesund ist Blauschimmelkäse

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Von: Janine Napirca

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Roquefort wird in Frankreich traditionell aus Schafsmilch hergestellt. In Deutschland, genauer gesagt in Oberbayern, stellte man erstmals 1927 den Edelpilzkäse her – allerdings aus Kuhmilch.

Bei Roquefort handelt es sich um einen Blauschimmelkäse, der ursprünglich aus Frankreich stammt und aus roher Schafsmilch zubereitet wird. Namensstifter ist das südfranzösische Dorf Roquefort-sur-Soulzon. Der beliebte grün-blau marmorierte Käse ist der erste französische Käse, der gesetzlich geschützt wurde, und zwar 1925. Aber bereits die Römer kannten roquefortartigen Käse, wie Plinius der Ältere in seiner Naturalis historia erwähnt.

Teller mit Blauschimmelkäse
Deutscher Blauschimmelkäse aus Kuhmilch hat lange Tradition, ist gesund und wertet Gerichte wie Vesper oder Salat wunderbar auf. © Digifoodstock/Imago

Im Jahr 1927 wurde dann erstmals in Deutschland, genauer gesagt in Oberbayern, der erste deutsche Edelpilzkäse hergestellt: In einer kleinen Dorfkäserei gelang Basil Weixler die Kultivierung des Schimmelpilzstammes penecilium roqueforti in tagfrischer Kuhmilch. In Anlehnung an das französische Vorbild aus Schafsmilch nannte er die Kreation „Bayerischer Gebirgs-Roquefort“.

Geschichte des „Bayerischen Gebirgs-Roqueforts“

Obwohl Basil Weixler in seiner Privatkäserei Bergader den deutschen Edelpilzkäse aus Kuh- und nicht aus Schafsmilch wie das französische Vorbild herstellte, wurde er verklagt und durfte den Namen Roquefort für seinen Blauschimmelkäse nicht nutzen. Doch von der Aufmerksamkeit durch den Gerichtsprozess profitierte das bayerische Familienunternehmen, denn die Fachpresse berichtete detailliert über den Blauschimmelkäse aus Deutschland und machte so Lebensmittelhändler im gesamten Deutschen Reich auf Bergader aufmerksam. Auch heute noch wird der Bergader Edelpilz mit unveränderter Rezeptur hergestellt und in alle Welt exportiert.

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Blauschimmelkäse ist sehr gut für die Gesundheit

Blauschimmelkäse wie französischer Roquefort, italienischer Gorgonzola, englischer Blue Stilton AOP oder auch der deutsche Bavaria blu von Bergader sind sehr gesund und gut verträglich, wie aus einem Bericht von Kaese-schuster.de hervorgeht. Zur Genesung bei Magen- und Darmproblemen, aber auch bei Laktoseintoleranz können Sie Blauschimmelkäse ohne Bedenken regelmäßig verzehren. Denn er enthält wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, sowie Vitamin A, E und B2. Aufgrund der Milchsäurebakterien und Edelschimmelpilze werden dem Bericht zufolge Aminosäuren, Peptide und wertvolle Proteine gebildet, die als Oxidationshemmer agieren.

Mit Blauschimmelkäse können Sie nicht nur Ihren faden Salat kulinarisch aufwerten, auch aufs Butterbrett (statt Butterbrot) passt der Edelpilz wunderbar und sogar als Dessert ist der Käse geeignet. Wenn Sie Angst vor dem käsigen Geruch in Ihrem Kühlschrank haben, dann beachten Sie folgende Tipps, und der Käsegeruch ist passé.

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