Abzocke

Vorsicht: Bei diesen Briefen droht Abzocke - eine Personengruppe besonders betroffen

Wer ein Gewinnschreiben erhält, sollte zunächst das Kleingedruckte lesen.
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Wer ein Gewinnschreiben erhält, sollte zunächst das Kleingedruckte lesen.
  • Sophia Adams
    vonSophia Adams
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Neben fragwürdigen Werbeanrufen und E-Mails haben Unternehmen mittlerweile einen weiteren Weg gefunden, ihre Opfer abzuzocken. Meist sind Rentner betroffen.

  • Insbesondere Rentner sind seit längerem von einer Masche betroffen, die sie in die Schuldenfalle treiben könnte.
  • Oft erhalten Sie fragwürdige Schreiben per Post.
  • Meist wird in den Schreiben ein hoher Geldgewinn versprochen.

Wer insbesondere einen Festnetzanschluss besitzt und seine Nummer im öffentlichen Telefonbuch angibt, hat sicherlich schon einmal einen Werbeanruf erhalten. Dabei versuchen Personen Sie mit jeglichen Tricks dazu zu bringen, Ihre Kontodaten beispielsweise für ein Zeitungsabonnement oder ein Gewinnspiel preiszugeben. Gleichermaßen wollen Betrüger auch über E-Mails an Ihre Daten gelangen, indem sie unter anderem auf noch nicht beglichene Rechnungen verweisen und mit Klagen drohen. Wer darauf reinfällt, muss mit monatlichen und teilweise endlosen Kontoabbuchungen rechnen.

Verdächtige Briefe: Auf diese Schreiben sollten Sie auf keinen Fall reinfallen

Der gleiche Trick funktioniert auch per Post: Insbesondere Rentner* erhalten häufig Briefe, die ihnen einen hohen Geldpreis versprechen. Die Ansprache ist dabei meist persönlich, während gleichzeitig versichert wird, dass eine hundertprozentige Gewinnchance besteht. Wer nicht innerhalb einer Frist antworte, soll sich eine wertvolle Möglichkeit verspielt haben.

Laut einem Beitrag des BR trifft das besonders Senioren hart, die meist mit wenig Geld auskommen müssen. Sie hegen Hoffnungen auf eine bessere finanzielle Lage und werden schließlich enttäuscht - denn wer tatsächlich seine Kontodaten angibt, um sich den vermeintlichen Gewinn auszahlen zu lassen, verliert oft über einen längeren Zeitraum hinweg hohe Summen, die monatlich abgebucht werden.

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Die Briefe machen dabei oft einen authentischen Eindruck, denn viele besitzen einen Stempel und sollen von Behörden stammen. Rechtlich gesehen muss ein versprochener Gewinn zudem ausbezahlt werden, verrät Verbraucheranwältin Julia Berger. Wo liegt also das Problem? Meist lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte, das deutlich darauf verweist, dass es sich lediglich um ein Glücksspiel handelt. Wie hoch die Gewinnchancen in Wahrheit sind, bleibt dabei meist offen.

Wer einen derartigen Brief erhält, sollte also keinesfalls voreilig seine Bankdaten rausgeben. Es empfiehlt sich, den Absender vorher im Internet zu recherchieren, da andere Personen ihre schlechten Erfahrungen gelegentlich online teilen. Sollten Sie Ihre Daten bereits weitergegeben haben, können Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden. Diese kann im Regelfall die Löschung Ihrer Adresse veranlassen und eine Weitergabe verhindern.

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soa

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