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Grundsteuererklärung: Droht Verspätungszuschlag für säumige Eigentümer?

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Von: Anne Hund

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Noch bis 31. Januar haben Immobilienbesitzer Zeit, ihre Grundsteuererklärung abzugeben. Doch viele Erklärungen seien noch nicht eingegangen, heißt es.

Ab 2025 soll in Deutschland eine neue Grundsteuerberechnung gelten. Dafür müssen fast 36 Millionen Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden. Das geschieht auf Grundlage von Angaben, die Eigentümer einreichen müssen. Haus- und Wohnungsbesitzer müssen ihre Grundsteuererklärung bis Ende Januar 2023 abgeben. Wird der Abgabetermin von den Steuerpflichtigen nicht eingehalten, drohen Verspätungszuschläge, wie zum Beispiel BR24 berichtete. Der Eigentümerverband Haus & Grund hatte bereits auf die möglichen Folgen hingewiesen, falls man die Erklärung nicht oder zumindest zu spät einreiche: „Demnach drohen ein Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat und ein Zwangsgeld von 25.000 Euro“, heißt es dazu in dem Bericht auf Tagesschau.de. Bei Nichtabgabe könne das Finanzamt zudem die Besteuerungsgrundlagen schätzen.

Person bei Steuererklärung daheim
Noch bis Ende Januar haben Immobilienbesitzer Zeit, ihre Grundsteuererklärung abzugeben. © Roman Möbius/Imago

Frist für Grundsteuererklärung Ende Januar – was passiert, wenn man sie zu spät einreicht?

Bislang hätten jedoch nur etwas mehr als die Hälfte der Eigentümer die Grundsteuererklärung eingereicht, so das Zwischenfazit laut des Berichts der Tagesschau (Stand 22. Januar). „Wer die Frist versäumt, muss aber vorerst nicht mit einem Verspätungszuschlag oder Zwangsgeld rechnen“, heißt es in dem Bericht außerdem. Das habe eine Umfrage des Finanzsportals Finanztip bei den Finanzämtern der 16 Bundesländer ergeben. Ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Euro müsse man vorerst nicht befürchten, schrieb Steuerexperte Jörg Leine auf Finanztip.de demnach: „Hohe Strafen sind zwar möglich, drohen aber nicht sofort.“

14 Bundesländer wollten säumigen Eigentümern zunächst ein Erinnerungsschreiben schicken, wie zudem Zeit Online über die genannte Umfrage berichtete: „In Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz teilten die Finanzbehörden laut Finanztip mit, zunächst würden Erinnerungsschreiben versendet, danach könnten Verspätungszuschläge und Zwangsgelder festgesetzt werden“, heißt es in dem Bericht der Zeit. „Auch in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und dem Saarland sollen die Steuerpflichtigen demnach mit einem Schreiben an die Abgabe der Grundsteuererklärung erinnert werden.“ In diesen Bundesländern sei nicht eindeutig, wann Verspätungszuschläge oder andere Maßnahmen eintreten.

„In Bayern können die Finanzämter laut der Abfrage in begründeten Einzelfällen – und nur auf Antrag – Fristverlängerungen gewähren“, heißt es weiter in dem Beitrag auf Zeit.de zu der genannten Umfrage. Verspätungszuschläge und andere Maßnahmen seien möglich, es werde aber die Dauer der Abgabefrist und das neue Verfahren zur Grundsteuer berücksichtigt. „Hamburg hat den Angaben zufolge noch nicht entschieden, wie nach dem 31. Januar verfahren wird.“

Grundsteuerwert: Finanzexperten raten, Schätzungen zu vermeiden

Die Finanzexperten raten in jedem Fall dazu, die Grundsteuererklärung so schnell wie möglich abzugeben. Sie verweisen noch auf ein anderes Problem: Sollte das Finanzamt sonst irgendwann den Grundsteuerwert schätzen, sollte die Erklärung immer noch nicht abgegeben worden sein, könne es teuer werden. Werde die Wohnfläche deutlich größer geschätzt, als sie sei, zahle man „ab 2025 unnötig viel Grundsteuer, und zwar jedes Jahr“, heißt es unter anderem in einem Beitrag auf Finanztip.de vom 20. Januar. Man solle „die Erklärung also lieber verspätet als gar nicht abgeben“, so der dringende Rat dem Portal zufolge.

Kritik an der Grundsteuer wächst

Wenige Tage vor dem Fristablauf zur Einreichung der neuen Grundsteuererklärung wächst derweil die Kritik an der Reform. Kritik kommt unter anderem vom Bund der Steuerzahler

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