Ausbau und Nachbesserung geplant

„Clubhouse“ bisher nur für Apple: Hammer-Nachricht! Zieht Android nach?

  • Julia Cuprakowa
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Die Audio-Only-App Clubhouse ist gerade in aller Munde. Trotz Hype gibt es auch Kritik - unter anderem wegen der Exklusivität für iPhone-Nutzer. Das soll sich nun bald ändern.

Die neue Audio-Only-App Clubhouse erlebt momentan einen regelrechten Hype in Deutschland. Doch was ist das Erfolgsmodell der App? Das liegt unter anderem an der Exklusivität. Denn: Wer die App Clubhouse nutzen möchte, muss nicht nur ein Smartphone von Apple besitzen, da die App derzeit nur für iOS-Geräte zur Verfügung steht, sondern auch eine exklusive Einladung erhalten haben. Eine solche Einladung können nur Personen versenden, die bereits selbst eingeladen wurden und Mitglied der App Clubhouse sind.

Laut den Entwicklern von Clubhouse war die vermittelte Exklusivität gar nicht beabsichtigt. Damit die Server nicht überlasten und zusammenbrechen, wurde das Schneeballsystem mit den Einladungen eingeführt. Deswegen sollen die Einnahmen aus einer neuen Finanzierungsrunde in den Ausbau der App und der Server gesteckt werden. Und auch Android-Nutzer sollen bald einen Zugang zum exklusiven Clubhouse erhalten.

Clubhouse-App: Ausbau der Exklusivität und Server geplant

Wie die beiden Firmengründen Paul Davison und Rohan Seth ankündigten, soll die gehypte Clubhouse-App künftig auch auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android laufen können. Bislang ist die Audio-Only-App nur für iPhone-Nutzer verfügbar. Wann die Clubhouse-App auch im Google Play Store verfügbar sein wird, ist noch unklar, wie heise.de berichtet. Mit der Programmierung einer Android-Version stehe man aber offenbar noch ganz am Anfang. „Bald werde man mit der Arbeit an der Android-App beginnen und weitere Funktionen für Barrierefreiheit und Lokalisierung hinzufügen, damit Menschen auf der ganzen Welt Clubhouse auf eine Art und Weise erleben können, die sich für sie vertraut anfühlt“, schrieben die Firmengründer in einem Blogeintrag.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich aktiv an Diskussionen beteiligen können. Foto: Christoph Dernbach/dpa

Auch die Server sollen ausgebaut werden: „Ein großer Teil einer neuen Finanzierungsrunde wird in die Technologie und Infrastruktur fließen, um das Clubhouse-Erlebnis für alle zu skalieren, sodass es immer schnell und performant ist, unabhängig davon, wie viele Leute teilnehmen“, teilten die App-Macher weiter mit. Denn mit über zwei Millionen aktiver Anwender ist Clubhouse inzwischen auf Platz eins der Download-Charts in der Kategorie soziale Netze im App-Store geklettert.

Und obwohl die App bereits große Beliebtheit erlangt hat, gibt es auch wesentliche Kritikpunkte, vor denen die Datenschützer eindringlich warnen. Denn bevor man die App überhaupt nutzen kann, muss der Anwender der App Clubhouse erlauben, auf die gesamten Kontakte im Smartphone zugreifen zu dürfen.

App-Entwickler: Audio-Only-App Clubhouse trifft den Nerv der Zeit

In Zeiten der Corona-Pandemie haben die Entwickler offenbar den Nerv der Menschen mit der Clubhouse-App getroffen. „Es hat sich in den letzten zehn Monaten schnell entwickelt – von einer kleinen Handvoll Beta-Tester zu einem vielfältigen Netzwerk von Communities.“ In der vergangenen Woche hätten „zwei Millionen Menschen auf der ganzen Welt Clubhouse besucht, um sich auszutauschen, zu lernen, zu lachen, unterhalten zu werden, sich zu treffen und zu vernetzen“. „Es ist die aufregendste Sache, an der wir je teilgenommen haben“, so Davison und Seth.

Rubriklistenbild: © Florian Gaertner/imago-images.de

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