Bevormundung: Älteren hilft ein Rollenwechsel

+
Auch im Alter ist den meisten Menschen ihre Autonomie wichtig. Foto: Felix Kästle (Archivbild)

Sorge um die Eltern oder Bevormundung von Senioren? Was wirklich hinter dem Verhalten der eigenen Kinder steckt, ist für ältere Menschen mitunter schwer herauszufinden. Aber es gibt Hilfen.

Bonn (dpa/tmn) - Fühlen ältere Menschen sich von ihren erwachsenen Kindern bevormundet, sollten sie am besten überlegen, was dahintersteckt. "Manchmal empfindet man etwas als Bevormundung, das eigentlich nur Ausdruck von Sorge ist", erklärt Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen.

Man sollte versuchen, sich in die Kinder hineinzuversetzen. Haben diese zum Beispiel ein Hausnotrufsystem organisiert, weil man hin und wieder etwas unsicher auf den Beinen ist, mag man das als Bevormundung empfinden. Will man es deshalb nicht haben und lehnt die Nutzung ab, sollte man aber bedenken, wie es der Tochter oder dem Sohn geht: Das Kind wird ständig in Sorge sein. Gleiches gilt, wenn man zum Beispiel schlechter hört und sieht, aber noch Auto fährt und das Kind angeregt hat, über Alternativen nachzudenken.

Nichtsdestotrotz: Jeder hat natürlich das Recht, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten - solange die Kinder nicht darunter leiden, wie Lenz erklärt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.