Das gilt am Zebrastreifen

Zebrastreifen-Regeln kennt kaum jemand: Diese Regeln gelten für Fußgänger, Rad- und Autofahrer

Zebrastreifen
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Zebrastreifen: Für die Verkehrsteilnehmer gelten verschiedene Regeln.
  • VonJuliane Reyle
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Überholen, überfahren oder halten - der Zebrastreifen bringt verschiedene Perspektiven mit sich. Eine Missachtung von Regeln kann zu hohen Bußgeldern und lebensbedrohlichen Situationen führen.

Das Wort „Zebra“ im Zebrastreifen ist die Abkürzung für: Zeichen für besonders vorsichtiges Autofahren. Bereits 1953, anlässlich der hohen Zahl an Unfalltoten im stetig wachsenden Straßenverkehr, wurde der Zebrastreifen in die Verkehrsordnung aufgenommen. Doch zu Beginn wusste keiner so recht, welche Regeln gelten und sogar bis heute fragt sich manch ein Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, wie er sich am Fußgängerüberweg, auch „Dickstrichkette“ genannt, richtig verhält.

Fußgänger: Kommunikation ist alles - Zeichen geben, sonst wird es gefährlich

Ursprünglich ist der Zebrastreifen zur Sicherheit der Fußgänger eingerichtet worden, doch einige Fußgänger vergessen, dass sie auch selbst etwas für ihre eigene Sicherheit tun können. Wer den Zebrastreifen passieren möchte, sollte dies auch erkenntlich machen und dem Straßenverkehr Zeichen geben. Ein leichtes Winken mit dem Arm, dass jetzt die Straße überquert wird oder Blickkontakt mit den herankommenden Fahrern suchen und ein „Stopp, jetzt gehe ich kurz rüber“ signalisieren, kann beiden Seiten helfen und lebensbedrohliche Unfälle vermeiden.

Fahrradfahrer: Absteigen oder Anhalten

Fahrradfahrer bekommen immer mehr Rechte, es werden sogar ganze Fahrradstraßen eingerichtet, doch am Kreisverkehr heißt es für die Radler: Anhalten. Kommt ein Radfahrer, als Verkehrsteilnehmer, auf der Straße, an den Zebrastreifen herangefahren, so muss er anhalten und Passanten hinüber lassen, sofern welche vorhanden. Wenn ein Radfahrer selbst den Fußgängerüberweg überqueren möchte, so muss er absteigen uns sein Fahrrad schieben, denn dann gilt er ebenfalls als Fußgänger.

Autofahrer: Vorsicht ist besser als Nachsicht - Bußgeld und Punkt in Flensburg

Grundsätzlich gilt es am Zebrastreifen, besonders vorsichtig zu fahren, sich mit mäßiger Geschwindigkeit dem Verkehrszeichen zu nähern, wie der ADAC als Tipp gibt und grundsätzlich damit zu rechnen, dass ein Passant, der sich in der Umgebung des Zebrastreifens aufhält, diesen auch überqueren möchte. Etwa 80 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg erwarten einen Autofahrer, der Passanten missachtet und den Zebrastreifen einfach überfährt.

Verkehrsteilnehmer aufgepasst: Überhol- und Parkverbot an Zebrastreifen

Fünf Meter müssen Platz gehalten werden, auf diesen darf nicht geparkt werden. Denn stockt der Verkehr, müssen Fahrzeuge auch noch Platz haben, um vor dem Zebrastreifen zu halten. Auf dem Zebrasteifen sollte ein Auto nicht zum Stehen kommen. Außerdem darf bereits ab dem ersten Zeichen, für einen folgenden Fußgängerüberweg, nicht mehr überholt werden. Auch bei Überholvorgängen oder falschem Parken, drohen den Fahrern etwa 80 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Kommt eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern hinzu, so können es auch 100 Euro an Bußgeld werden.

Eine Beachtung des Zebrastreifens ist nicht nur aufgrund des Bußgeldes wichtig, sondern um zu verhindern, dass schwerwiegende Unfälle passieren. Doch immer wieder kommt es zu genau diesen: Mal wird eine Frau an einem Zebrastreifen geblendet und ein anderes Mal wird ein Mann an einem Zebrastreifen erfasst. Doch auch an Stellen ohne Zebrastreifen passieren genug Unfälle, wie kürzlich in Brackenheim, dort wurde eine Radfahrerin von einem Auto erfasst und mitgeschleift.