Gemeinsamer Brief

Diesel und Benziner vor dem Aus: Umweltorganisationen mit Hammer-Forderung

Produktion von Verbrennungsmotoren (Symbolbild)
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Geht es nach den Umweltverbänden, ist bald Schluss mit den Verbrennungsmotoren
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Der Verbrennungsmotor wird immer mehr zum Auslaufmodell. Mehrere Umweltverbände haben sich deshalb mit einer klaren Forderung zur Zukunft von Diesel und Benzinern an die Hersteller gewandt. Ist das der endgültige Durchbruch für das Elektroauto?

Der Verbrennungsmotor wird im Auto immer mehr zum Auslaufmodell, denn Hersteller wie Audi oder Daimler haben sich längst entschieden, zukünftig nur noch auf Elektroautos zu setzen. Doch der bislang eher schleichende Prozess könnte deutlich an Fahrt aufnehmen, denn sowohl Audi als auch Daimler prüfen ein früheres Aus für Diesel und Benziner.

Der Grund dafür sind die neuen Schadstoff-Grenzwerte, die Ende des Jahres von der EU-Kommission vorgeschlagen werden sollen und ab 2025 in Kraft treten. In der Automobilbranche wird befürchtet, dass diese das vorzeitige Aus für den Verbrennungsmotor bedeuten. Audi hat deshalb bereits angekündigt, keine neuen Motoren mehr entwickeln zu wollen.

Verbrennungsmotor als Auslaufmodell: Umweltverbände fordern Aus bis 2030 - Elektroautos als Alternative

Doch wann genau der letzte Audi mit Verbrennungsmotor verkauft wird, ist nicht klar. Ginge es nach einigen Umweltverbänden, wäre spätestens 2030 Schluss mit Diesel und Benzinern. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, haben sich daher mehrere Umweltverbände in einem gemeinsamen Brief an die deutschen Autobauer gerichtet.

In dem Brief - den unter anderen der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Deutsche Umwelthilfe unterschrieben haben - werden die Hersteller aufgefordert, ihre Produktion auf „effiziente und verbrauchsarme Elektrofahrzeuge ausrichten“. Auch die Hybrid-Autos sollen ab 2030 nicht mehr verkauft werden.

Verbrennungsmotor als Auslaufmodell: Verkehrsminister spricht sich für E-Fuels aus - Umweltverbände nicht

„Die angekündigten SUV-Modelle sind ein klimapolitischer Irrweg“, betonen die Verbände in dem Brief. Entsprechend sollen auch aktuelle Autos möglichst schnell von der Straße verschwinden. Daher sprechen sich die Verbände auch gegen synthetische Kraftstoffe und Sprit aus Biomasse aus.

Damit gehen die Umweltverbände auch auf Konfrontationskurs mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Der CSU-Politiker hatte sich zwar vor wenigen Tagen für einen Verkaufsstopp von Diesel und Benzinern bis 2035 starkgemacht, setzt aber auf die synthetischen Kraftstoffe. „Wir müssen technologieoffen bleiben und gleichzeitig weiter strenge Klimaschutz-Vorgaben machen, damit die Anreize da sind, die nächsten 15 Jahre zu nutzen, um konkurrenzfähige, saubere Kraftstoffe für Verbrenner zu entwickeln“,  erklärte der Verkehrsminister gegenüber der Welt. „Unser Ziel muss das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein.“

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