Sicheres Fahren im Winter

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Schnee, Eis und Dunkelheit machen vielen Autofahreren Angst. Die schlechten Sicht- und Wetterbedingungen im Winter bringen Fahrer in ungewohnte Situationen, in denen hohe Anforderungen gefragt sind.

Bei vielen Menschen löst die Autofahrt im Winter somit Stress aus. Wir haben die wichtigsten Hinweise für eine möglichst angenehme Fahrt für Sie zusammengefasst.

Zunächst einmal ist es wichtig, Ihr Auto rechtzeitig winterfest zu machen. Seit 2010 gilt in Deutschland Winterreifenpflicht. Sobald Schnee, Eis oder Schneematsch vorherrschen, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, mit Winterreifen zu fahren. Dies hat auch seinen Grund: Der Bremsweg aus Tempo 100 auf Schnee mit Sommerreifen beträgt 129 bis 193 Meter. Winterreifen erzielen beim selben Test ein weitaus besseres Ergebnis: Der Bremsweg reduziert sich auf 110 bis 139 Meter. Im Notfall kann jeder Meter Leben retten. Eiskratzer oder Enteisungsspray sollten Sie immer im Fahrzeug parat haben. Bei Fahrten in spezielle Gebiete sollten Sie an Schneeketten denken. In Österreich wird bei extremen Wetterbedingungen oft spontan die Schneekettenpflicht ausgerufen. Diese gilt auch für Durchfahrer oder Urlauber. Ein Handyladegerät sollte vor allem im Winter immer im Fahrzeug sein. So können Sie im Notfall Ihr Handy über den Zigarettenanzünder laden. Achten Sie zudem darauf, dass die Autobatterie geladen ist. Ansonsten könnte es an kalten Tagen passieren, dass Ihr Auto nicht mehr anspringt. Um den Stau in den Winterurlaub besser ertragen zu können, empfiehlt es sich, eine Decke mitzuführen.

Wie bereits in der Fahrschule gelernt, sollten Sie Ihren Fahrstil den jeweiligen Umwelteinflüssen anpassen. Kein Mensch ist perfekt und gerade bei Schnee und Eis passieren viele Unfälle. Rechnen Sie also mit den Fehlern der Anderen. So können Sie schneller reagieren und werden nicht so leicht überrumpelt. Bei Schnee oder Eis auf den Straßen sollten Sie Ihre Geschwindigkeit deutlich reduzieren, den Abstand zum Vordermann hingegen deutlich vergrößern. Der Abstand sollte auf nassem Untergrund etwa dreimal so groß sein, wie auf trockener Straße. Ruckartige Lenkbewegungen oder plötzliches Bremsen sollte generell vermieden werden. Vielerorts bieten Automobilclubs spezielle Fahrsicherheitstrainings an. Hier können Sie Gefahrensituationen üben, Erfahrungen sammeln und wissen im Ernstfall, wie Sie reagieren müssen. Häufig sind diese Trainings sogar kostenlos.

Besonders gefährlich für Autofahrer ist Blitzeis. Wie der Name schon verrät, entsteht das Eis binnen weniger Minuten. Zuvor gut befahrbare Strecken werden so in kurzer Zeit zu gefährlichen Straßenabschnitten. Selbst die besten Winterreifen nützen dann nichts mehr. So passieren Jahr für Jahr viele Unfälle, in die oft gleich mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Die Gefahr von Blitzeis wird immer wieder unterschätzt. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie ihnen geschieht, wenn sie plötzlich die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. Daher ist es gut zu wissen, wie Blitzeis entstehen kann. Zunächst sollte Ihnen bewusst sein, dass plötzlich auftauchender Regen zu eisigen Straßen führen kann. Trifft der Regen auf den gefrorenen Untergrund, entstehen spiegelglatte Straßen. Häufig passiert dies vor allem an schattigen Straßenabschnitten, oder in Kurven. Wer jetzt denkt, dass Blitzeis nur im Winter auftritt macht einen entscheidenden Fehler. Zu Beginn des Frühlings ist die Gefahr oft am größten. Regenfälle werden wahrscheinlicher, wobei der Boden oft noch gefroren ist. So tritt das Naturphänomen gehäuft auf. Doch wie verhalten Sie sich richtig, wenn Sie Blitzeis bemerken? Autofahrer neigen dazu, ihre Geschwindigkeit bei Glätte ruckartig zu reduzieren. Eine Vollbremsung bei Blitzeis ist jedoch sehr riskant, da das Auto dabei von der Fahrbahn abkommen kann. Bemerken Sie also eine Veränderung der Witterung beziehungsweise des Straßenbelags sollten Sie ruhig bleiben. Besser ist es, Ihre Geschwindigkeit langsam zu reduzieren und ruhig zu bleiben. Ein letzter Tipp zum Schluss: Um nicht in Zeitnot zu gelangen, sollten Sie in den Wintermonaten generell mehr Zeit einplanen um von A nach B zu kommen. Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt!

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