Absatzzahlen brechen ein

Neuzulassungen in Deutschland: Positiv Trend gestoppt - SUV weiter beliebt

Die Zahl der Neuzulassungen von Pkw ist im Februar um 7,4 Prozent zurückgegangen. Foto: picture alliance / Silas Stein/dpa
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Die Zahl der Neuzulassungen von Pkw ist im Juli eingebrochen.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Im Juli ist der positive Trend bei den Neuzulassungen in Deutschland abrupt geendet. Lediglich ein Segment kann weiter zulegen. 

Im vergangenen Jahr waren die Absatzzahlen im Zuge der Coronakrise stark eingebrochen. Doch zum Jahresbeginn schien sich die Lage zu entspannen und die Neuzulassungen haben wieder zugenommen und lagen im März über dem Vorjahresniveau. Inzwischen sieht es jedoch wieder anders aus und nach vier Monaten mit kräftigen Zuwächsen folgte ein katastrophaler Juli.

Wie aus den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervorgeht, brachen die Neuzulassungen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel ein - insgesamt wurden rund 236.400 Autos neu zugelassen. In den vergangen sieben Monaten waren es laut Manager Magazin rund 1,6 Millionen Neuzulassungen und damit knapp sieben Prozent mehr als 2020.

Neuzulassungen in Deutschland: Weniger Zulassungen - SUV weiter beliebt

Der starke Anstieg in den Monaten März bis Juni war mit den Lockdown-bedingt niedrigen Neuzulassungszahlen im Vorjahreszeitraum zu erklären. Damals standen auch bei Audi und Daimler die Bänder lange still. Inzwischen hat die Automobilindustrie mit dem Halbleitermangel zu kämpfen und kann entsprechend nicht so viele Autos produzieren, wie sie verkaufen könnten. Immer wieder müssen deshalb auch Audi und Daimler Kurzarbeit anmelden und die Produktion stoppen.

Ungeachtet der sinkenden Neuzulassungen zeigen die Zahlen des Kraftfahrtbundesamts aber auch, dass sich zwei Trends auf dem Automarkt weiter fortsetzen. Mit 24,6 Prozent bleiben die SUVs die bevorzugte Fahrzeugklasse der Deutschen, allerdings musste auch dieses Segment einen Rückgang von 15,5 Prozent verkraften.

Neuzulassungen in Deutschland: Boom bei Elektroautos hält an

Anders sieht es bei den Elektroautos aus, mit 25.464 Neuzulassungen legten diese im Vergleich im Juli zum Vorjahr um 51,6 Prozent zu. Auch die Autos mit Hybridantrieb konnten sich erneut steigern. Insgesamt wurden 69.795 Fahrzeuge mit Hybridantrieb zugelassen, das sind 33 Prozent mehr, mit einem Zuwachs von rund 58 Prozent fällt der Anstieg bei den Plug-in-Hybriden noch deutlicher aus.

Die Entwicklung lässt sich teilweise auch auf die Kaufprämie für Autos mit Elektroantrieb zurückführen, diese kann sich mit dem Anteil der Hersteller auf bis zu 9.000 Euro belaufen. Doch auch bei den elektrischen Fahrzeugen war der Boom in den vergangenen Monaten deutlich höher. Noch im Juni hatte sich der Absatz von Elektroautos vervierfacht. „Der Chipmangel trifft auch das Elektro-Segment hart“, erklärt Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY.

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