Absolute Spitze

Der neue Ford Focus sticht in der Kompaktklasse positiv heraus

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Der neue Ford Focus lässt im Test sogar seinen Konkurrenten von VW hinter sich.

Der eigene Anspruch ist hoch. Der neue Focus, sagt sein stolzer Hersteller Ford, soll nicht weniger als der beste Kompakte seiner Klasse sein.

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit jagt der Kölner dem Golf hinterher. 2018 avancierte der VW-Dauerbrenner zum 43. Mal in Folge zum beliebtesten Auto des Jahres in Deutschland, mit abermals stolzen 211.512 Neuzulassungen. Aber zumindest in puncto Qualität und Fahrspaß hat der Konkurrent aus Köln mächtig aufgeholt, wenn nicht sogar mindestens gleichgezogen. Die vierte Generation des Focus ist derart gelungen, dass sie zu Recht schon viele Lobeshymnen erhalten und auch einen Vergleichstest von "auto, motor, Sport" gegen den Golf gewonnen hat.

So fährt sich der neue Ford Focus mit Dreizylinder-EcoBoost

Auch wir haben im Test erfahren: Es gibt wahrlich kaum etwas zu kritisieren. Schon beim Öffnen der kräftigeren Türen und dem ersten Hinsetzen im neu gestalteten Innenraum fällt auf: Alles fühlt sich stabil an, gut verarbeitet, solide.

Der neue Ford Focus bringt viel Platz für die Insassen.

Und das Platzangebot ist auch für größere Menschen gut. Das etwas dickere und beheizbare Lederlenkrad liegt gut in der Hand und agiert beim Fahren angenehm leicht, direkt und exakt. Der 1,3-Tonner liegt satt und ruhig auf der Straße, bleibt dabei dynamisch und agiert ebenso frech in Kurven. Geradezu narrensicher lässt der Kompaktwagen sich beherrschen.

Verbrauch: Wie viel schluckt der Ford Focus?

Der bereits ausgezeichnete Dreizylinder-EcoBoost grummelt angenehm frech und ist ebenso ausreichend flott und laufruhig unterwegs. Unser Testverbrauch von 6,8 Liter Super auf 100 km war angesichts der Spritzigkeit des 125-PS-Benziners in Ordnung.

Der Ford Focus verbrauchte im Test 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer.

Die leicht erhöht sitzende Sechsgang-Handschaltung funktioniert präzise, ohne lange Schaltwege. Und die Assistenzsysteme im Cockpit sind sehr logisch und bedienerfreundlich angeordnet – alles ist leicht verständlich. Zudem reagiert der 8-Zoll-Touchscreen-Monitor bei Fingerberührung angenehm schnell und einwandfrei. Kritikpunkte? Fehlanzeige.

Auch interessant: In diesem unscheinbaren Ford Focus steckt ein wahres PS-Monster.

Ford Focus: Die sportliche "ST-Line" im Blick

Die von uns getestete sportlichere Version "ST-Line" enthält unter anderem individuelle Stoßfänger, eine Doppelrohr-Auspuffanlage, ein markanter Kühlergrill, Einstiegs-Zierleisten mit "ST-Line"-Schriftzug, 215er-Leichtmetallräder und Aluminium-Pedale. Auch die Federung ist relativ straff, eben sportlicher gehalten. Im Grundpreis von 25.300 Euro sind auch Tempomat, Navigationssystem und Parkhilfe vorne und hinten erhalten. Bei der Fließheck-Variante steigt das Standard-Kofferraumvolumen in der neuen Generation um 25 auf 341 Liter und das Volumen bei umgeklappten Rückbank-Lehnen um 92 auf 1.354 Liter.

Die sportliche Version des Ford Focus verfügt über individuelle Stoßfänger.

 

Fazit: Wir sind regelrecht begeistert vom neuen Focus und sind zu seiner Rolle in der Kompaktklasse geneigt zu sagen: Absolute Spitze.

Technische Daten zum Ford Focus ST Line 1,0 l EcoBoost  

Motor und Getriebe: Dreizylinder, Hubraum 999 ccm, Leistung 125 PS bei 6.000 U/Min, max. Drehmoment 170 nm bei 1.400 - 4.500 U/min, Sechsgang-Schaltung, Frontantrieb.

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 10,3 Sek, Spitze 200 km/h.

Kraftstoffverbrauch: 6,0 l/100 km EU-Norm innerstädtisch, 4,3 l/100 km außerstädtisch, 4,9 l/100 km kombiniert, 6,8 l/100 km (Super) Testverbrauch CO2-Emission 110 g/km.

Maße und Gewichte: Länge/Breite/Höhe 4.378/1.825/1.446 mm, Kofferraumvolumen 341 Liter, Gewicht 1.322 kg, Zuladung 523 kg.

Preis: 25.300 Euro

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joi

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