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Nach Flughafen Stuttgart – Bosch rüstet 15 weitere Parkhäuser mit autonomen Parken aus

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Von: Julia Cuprakowa

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Der Technologiekonzern Bosch und der Parkhausbetreiber Apcoa wollen autonomes Parken auf 15 weitere Parkhäuser in Deutschland ausweiten. Flughafen Stuttgart gilt als Vorreiter für das neue System.

Bosch und Mercedes-Benz haben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht. Denn: Für das vollautomatisierte Parksystem im von Apcoa betriebenen Parkhaus am Flughafen Stuttgart hat das Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2022 die Genehmigung erteilt, wie echo24.de bereits berichtete.

Es ist damit die weltweit erste behördlich für den Serienbetrieb zugelassene, vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion. Jetzt, sechs Jahre nach dem ersten Pilotenprojekt am Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum, soll das autonome Parken in Serie gehen.

Autonomes Parken in Städten wie Hamburg, Köln und München – genaue Standorte nicht bekannt

Wie die „StN.de“ berichtet, haben Bosch und der Parkhausbetreiber Apcoa angekündigt, das neue Parksystem auszuweiten und in 15 Parkhäusern deutschlandweit einzubauen. Wie bereits erwähnt, gehört Stuttgart neben Hamburg, Berlin, Köln, München und Frankfurt zu den Städten, in denen fahrerloses Einparken möglich werden soll. Der genaue Standort aber wird von den beiden Unternehmen noch nicht benannt. Doch wie kann man sich so ein autonomes System vorstellen? Und können beliebige Autos bald automatisiert eingepackt werden?

So einfach ist es dann doch nicht. Bisher sind es vor allem Luxusfahrzeuge der Mercedes-S-Klasse und des elektrischen Pendants EQS, die das System namens Automated Valet Parking nutzen können. Bosch erklärt jedoch, dass es für alle Fahrzeugklassen infrage komme, da die technischen Voraussetzungen im Auto selbst minimal seien.

Viel wichtiger für das autonome Parken ist der Ausbau des Parkhauses mit den nötigen Kameras. Und weil das Projekt relativ neu ist, sollen vorerst je vier Parkplätze an den 15 Standorten ausgerüstet werden. Später könnte die Zahl dann auf 200 Parkplätze stufenweise ausgeweitet werden. Dieses Vorhaben hört sich zwar kompliziert an, bringt aber einige Vorteile mit sich.

Durch „Automated Valet Parking“ sollen Parkhäuser ausgelastet werden

Wie Bosch und Apcoa mitteilen, könnten die Parkflächen mit dem System besser ausgelastet werden. Bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge ließen sich auf gleicher Fläche unterbringen. „Zudem bieten sich insbesondere enge, abgelegene und damit weniger attraktive Parkflächen dafür an, dort Autos fahrerlos abzustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Bosch.

Im Klartext heiß das: Die Autofahrer ersparen sich den Gehweg und können außerdem ganz einfach per App bezahlen. Denn das Grundprinzip des Automated Valet Parking lautet: Die Fahrerin oder der Fahrer stellen den Wagen in einer Übergabezone ab und starten den Parkservice per Smartphone-App. Bei der Abholung rufen sie das Auto ebenfalls per App, es fährt und rangiert von allein. Die Abrechnung erfolgt dann Bargeld- und Ticketlos über eine Apcoa-Plattform.

Laut „StN.de“ bieten sich vor allem Flughäfen, Konzerthäuser, Eventlocations und Messestandorte – also alle Orte, an denen die Nutzer Anschlusstermine haben – besonders gut für das neue System des Automated Valet Parking an. „Unser Standort am Flughafen Stuttgart bildet also nur den Anfang“, sagt Apcoa-Vorstandsmitglied Frank van der Sant.

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