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Von Igel bis Unimog: Drei besondere Fälle aus 125 Jahren Audi-Werksfeuerwehr

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Von: Juliane Reyle

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Die Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm im Jahr 1974
Die Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm im Jahr 1974 © Audi

In 125 Jahren tut sich einiges: Die Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum. Doch welche Ereignisse waren für die Feuerwehr von besonderer Bedeutung?

Vor 125 Jahren wurde die Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm gegründet. In dieser Zeit gab es nicht nur enorm viel technische Entwicklung, Weltkriege und Innovationen, sondern auch jede Menge spannende, skurrile und gefährliche Fälle bei der Werkfeuerwehr des bekannten Autoherstellers. echo24.de hat die drei spektakulärsten Einsätze und Momente zusammengefasst.

Gründung wegen Naturkatastrophe - Hagelschlag von 1897: „Eine Werkfeuerwehr musste her“

Ein Starkregen sorgte am 1. Juli 1897 für die Gründung einer eigenen Feuerwehr im heutigen Neckarsulmer Werk. Die gesamte Region war damals von dem starken Unwetter betroffen. Es wird heute noch vom großen „Hagelschlag von 1897“ gesprochen und die Gemeinde Gemmingen schreibt auf ihrer Website von der „schlimmsten Naturkatastrophe“ seit Menschengedenken.

Die öffentliche Feuerwehr hatte so viel Arbeit, dass sie die Einsätze im Werk nicht priorisieren konnte. In einer Pressemitteilung schreibt das Unternehmen: „Eine Werkfeuerwehr musste her.“

Es wurde ein Team aus Mitarbeitern des Neckarsulmer Werks gegründet, die sich nebenberuflich engagierten. Erst 50 Jahre später folgte der offizielle Anerkennungsbescheid. Daraufhin gab es dann Vollzeitkräfte und es resultierte mehr Schutz für das Werk.

Überschwemmungen geografisches Problem beim Neckarsulmer Audi-Werk

Überschwemmungen waren schon seit Gründung des Werks ein Problem. Die nahegelegene Sulm sorgte besonders bei Unwetter für große Wassermassen. Doch inzwischen hat sich die weiterentwickelte Feuerwehr auch um Präventionsmaßnahmen, wie einem Rückhaltebecken und ein Hochwasser-Frühwarnsystem gekümmert, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt.

Die Feuerwehr ist somit nicht nur bei Vorkommnissen im Einsatz, sondern auch bei Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen. Der Feuerwehrkommandant Alexander Link erklärt: „Brände zu löschen, ist für uns nicht das Wichtigste: Wir versuchen mit unserer Präventionsarbeit, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.” Trotz allem stellt sich derzeit die Frage: Steht Audi vor dem Aus?Denn es wurden bereits Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Drei besondere Fälle der Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm - von Igel bis Überschwemmung

Hochwasser beim Audi-Werk Neckarsulm im Jahre 1970.
Ein Hochwasser im Jahr 1970 sorgte für die Anschaffung eines Unimog für das Neckarsulmer Werk. © Audi

Von Fahrrad bis Elektro-Einsatzgerät: Wandel der Werkfeuerwehr

Erst in den 1930er Jahren erhielt die Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm motorisierte Fahrzeuge, um den Entfernungen des großen Werkgeländes besser angepasst zu sein. Zuvor waren die Beförderungs- und Transportmittel der Feuerwehr das Fahrrad, Motorrad und Quickly (Moped), erklärt eine Sprecherin von Audi.

In den 1970er Jahren gehörten auch noch Geldkurier-Dienste mit Lohntüten zu den Aufgaben der Werkfeuerwehr. Die Angestellten trugen die Lohntüten zu ihren Empfängern.

Inzwischen gibt es jedoch sogar vollelektronische Kommandowagen bei der Werkfeuerwehr im Audi-Werk Neckarsulm. Der Audi e-tron wurde 2019 auf derBundesgartenschau in Heilbronn als Blaulicht-Fahrzeug vorgestellt.

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