Zweimal angefahren

Autofahrer überfahren Fußgänger – und werden freigesprochen

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Nächtlicher Unfall mitten auf der Straße: Polizei und Rettungswagen sind so schnell wie möglich vor Ort. (Symbolbild)

Wer einen Unfall baut, muss die Konsequenzen tragen. Nicht so zwei Autofahrer, die einen Fußgänger erfasst haben. Vor Gericht werden sie freigesprochen.

Jena – Wer nachts stark betrunken auf einer Landstraße plötzlich auf die Fahrbahn läuft, kann allein haften müssen, wenn er überfahren wird. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Jena, über das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

Krankenkasse des Geschädigten klagt vergeblich

Ein mit 2,07 Promille im Blut stark betrunkener Mann war im Dunklen auf einer Landstraße unterwegs. Ein Auto erfasste ihn, als er auf die Fahrbahn lief. Direkt danach überfuhr ein zweites Auto den am Boden Liegenden. Gegen beide Fahrer klagte die Krankenkasse des Mannes.

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Das hatte vor Gericht keinen Erfolg. Beide Fahrer seien von jeder Haftung freizusprechen. Der verletzte Fußgänger trage eine erhebliche Mitschuld am Unfall. "Im Zustand alkoholbedingter Verkehrsuntüchtigkeit" habe der Mann am Straßenverkehr teilgenommen. Er hätte zudem am linken Fahrbahnrand gehen müssen, da die Straße an der betreffenden Stelle weder über einen Gehweg noch einen Seitenstreifen verfügte und er auch noch dunkle Kleidung trug.

dpa

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