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Audi, Mercedes und BMW – Hacker schalten spezielle Funktionen für Autos frei

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Von: Dominik Jahn

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Bei Herstellern wie Audi, Mercedes oder BMW versuchen immer häufiger Hacker ein neues Geschäftsmodell zu umgehen, indem sie zusätzliche Features der Autos illegal freischalten.

Dass es beim Automobilhersteller Audi um eine schwierige Zukunft im großen VW-Konzern geht, ist nicht erst seit den Erklärungen zu den Pleiteäußerungen aus der Vorstandsebene klar, wie echo24.de berichtet hat. Problematisch könnten auch die immer häufiger auftretenden „Hackerangriffe“ auf verschiedene Modelle werden. Kostenpflichtige Features werden seit einiger Zeit durch Hacker auf Wunsch freigeschaltet.

Erst im November hatte sich Mercedes dazu geäußert, dass man zunächst in den USA eine Paywall für mehr Geschwindigkeit einführen wolle. 1.200 Dollar für mehr Leistung. Zuvor hatte bereits BMW Mitte des Jahres bekannt gegeben, dass einige Extras für bestimmte Fahrzeuge nur noch bei Abschluss eines Abos freizuschalten sind. Auch bei Tesla ist das inzwischen gängige Methode.

Hacker schalten kostenpflichtige Funktionen frei

Wie jetzt das Portal „efahrer.com“, aus dem Hause des Technikmagazins „Chip“, schreibt, erklärte eine Gemeinschaft von Hackern, die seit Jahren Funktionen in BMWs freischaltet, gegenüber „Vice Motherboard“, „dass sie gern bereit sind, BMW-Besitzern zu helfen, bestimmte Abonnements kostenlos freizuschalten“. Eine Tatsache, die anderen Autoherstellern wie Audi und Mercedes gar nicht schmecken dürfte.

Unternehmen:Audi
Hauptsitz:Ingolstadt
Gründung:16. Juli 1909, Zwickau
Dachorganisation:Volkswagen AG
CEO:Markus Duesmann (1. Apr. 2020–)

Auch 24Rhein berichtet über Tuner, die bislang auch schon gesperrte Motorleistung per Chip-Tuning wecken und für geringe Beträge Funktionen freischalten.

Hersteller warnen mit dem Verfall der Garantieansprüche

Wie „efahrer.com“ schreibt, sind die Hacker teilweise als ganze Unternehmer tätig, die die „Freischaltung bestimmte Funktionen wie beispielsweise einer Android-Bildschirmspiegelung im Cockpit-Bildschirm oder das Ausschalten lästiger Warntöne als Service anbieten“.

In einem Bericht der „Auto, Motor und Sport“ argumentieren die Hacker damit, dass jemand, der ein Auto bezahlt hat, auch Eigentümer ist und damit verfahren darf, wie er möchte. Hersteller wie Audi, Mercedes oder BMW argumentieren demnach mit „einem etwaigen Erlöschen der Garantieansprüche dagegen“.

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