Teurer Strafzettel

Acht km/h zu viel kosten Mann am Ende über 30.000 Euro

+
Nicht alle Blitzermessungen sollte man ungangefochten lassen, aber man muss wissen, wann man aufhören sollte.
  • schließen

Ein Brite macht aus einer Fliege einen Elefanten und bereut nach Jahren seinen Schritt. Sein Geld wird der Mann nicht mehr wiedersehen und sein Glauben an die Justiz ist verloren.

Es sollte ein gemütlicher Tagesauflug im Jahre 2016 werden. Doch auch Jahre später kann ein Brite diesen Tag nicht vergessen. Der Grund sind rund 33.000 Euro an verlorenen Ersparnissen und ein Vertrauensverlust in die Justiz. Aber was war passiert?

Mann wehrt sich gegen Strafzettel und bereut es am Ende

Vor drei Jahren war ein heute 71-jähriger Brite mit seinem Auto Richtung Worcester unterwegs. Dabei wurde der Mann in einer 30-Meilen-Zone geblitzt – mit einem Tempo von 35 Meilen pro Stunde. Umgerechnet ist er also Tempo 56 gefahren, statt den erlaubten 48 km/h.

Als Strafe sollte er ein Bußgeld von 100 Pfund zahlen – nach heutigem Wechselkurs rund 110 Euro. Doch aus seiner Sicht ist der Brite auf keinen Fall über dem erlaubten Tempolimit gefahren. Der britischen BBC sagte der Mann: "Ich konnte wirklich nicht glauben, dass ich zu schnell gefahren bin. Ein einfacher Tag wurde zu einem düsteren."

Lesen Sie auch: Raser will sich mit Durchfall herausreden - Polizei hat kein Mitleid.

Nach jahrelangem Prozess bleibt Mann auf Kosten sitzen

Er habe sich sogar Hilfe von einem Videoexperten geholt, um darzulegen, dass der Blitzer von einem Auto in einer anderen Spur ausgelöst wurde bzw. das Gerät defekt war. Insgesamt viermal sei er vor den Worcester Magistrates' Court gezogen, bis sein Einspruch angehört wurde.

Erfolg hatte der Brite aber nicht. Seine Klage wurde nach Jahren abgelehnt und auf den Kosten für den Prozess blieb er sitzen. 30.000 Pfund (ca. 33.000 Euro) habe der Einspruch verschlungen, heißt es laut BBC. Davon seien rund 23.000 Euro nur für Anwaltskosten und fast 8.000 Euro für Prozesskosten draufgegangen.

Zudem sei der ganze Prozess sehr stressig gewesen. Er sei wütend und erschöpft. Vom Justizsystem in Großbritannien sei er enttäuscht. "Ich bedaure so viel Geld verloren zu haben. Ich wollte einfach nur Gerechtigkeit."

Video: Taube im Blitzflug bei Geschwindigkeitsübertretung erwischt

Auch interessant: "Fahr langsam, A****loch": Frau wehrt sich mit frechem Schild gegen Raser.

anb

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare