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Ein Briefkasten auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt: Wo Wünsche wahr werden

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Mitten auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt hängt er: ein Wunschzettel-Briefkasten. Wer seine Herzenswünsche aufschreibt und dort einwirft, darf sich über eine Antwort freuen – vom Käthchen höchstpersönlich.

Wieso hängt eigentlich ein Briefkasten mitten auf dem Heilbronner Käthchen Weihnachtsmarkt? Das haben sich viele Besucher in den letzten Wochen gefragt. echo24.de ist der Sache auf den Grund gegangen – und hat dabei auch herausgefunden, was sich die Heilbronner insgeheim zu Weihnachten wünschen.

Das zweite Mal schon tun sich die Heilbronn Marketing GmbH und Regio Mail mit dem Projekt „Wunschzettelbriefkasten“ zusammen. Hier haben Weihnachtsmarkt-Besucher die Möglichkeit, ihre Herzenswünsche aufzuschreiben und einzuwerfen. Daraus resultiert zwar nicht immer die Erfüllung des Wunsches, aber dafür gibt es Post vom Käthchen, das verspricht, die Wünsche an den Weihnachtsmann weiterzugeben.

Wünsche an den Weihnachtsmann: Heilbronner Käthchen hat „gute Kontakte“

„Ich habe Deinen Wunschzettel aus dem großen Briefkasten auf dem Käthchen-Weihnachtsmarkt in Heilbronn gezogen“, erklärt das Käthchen in ihrem Antwortschreiben. „Da trifft es sich doch wunderbar, dass ich so gute Kontakte zum Weihnachtsmann habe. Ich konnte ihm alle Wunschzettel aus dem Regio Mail Briefkasten überreichen und habe natürlich gesagt, dass diese Briefe sehr wichtig sind. Anbei sende ich Dir noch ein bisschen Schokolade, damit dir die Zeit bis Weihnachten nicht allzu lang wird.“ – Das sind doch einmal vielversprechende Aussichten fürs Weihnachtsfest.

Neben dem Käthchen hat auch Sara Furtwängler, Leiterin des Geschäftsbereiches Marketing und Kommunikation der Heilbronn Marketing GmbH, die zahlreichen Briefe gesichtet. „Ich habe im Moment 40 Briefe bei mir auf dem Schreibtisch liegen“, erklärt die 41-Jährige. „Es ist wirklich schön und total rührend, weil die Wünsche so individuell und unglaublich vielseitig sind.“

Von „den Klassikern wie Lego, Playmobil, Baby Born und Puppenstube“ sei „alles dabei“, doch viele Kinder wünschten sich auch Immaterielles. „Auf einem Wunschzettel stand beispielsweise: ‚Ich wünsche mir, dass der Krieg bald aufhört.‘“, erzählt Furtwängler. „In einem anderen Brief, der mich ganz besonders berührt hat, schreibt ein Mädchen von ihrem kranken Vater und wünscht sich, dass er wieder gesund wird. Es sind wirklich viele unterschiedliche Wünsche dabei: Wünsche für das Leben, Wünsche für die Familie, Wünsche für die eigene Situation und natürlich auch viele Geschenke-Wünsche.“

Wunschzettel-Briefkasten auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt: Innehalten in der Adventszeit

Auf die Frage hin, was auf ihrem eigenen Wunschzettel stehen würde, wird Furtwängler nachdenklich. „Ich glaube, ich würde mich einem Wunsch anschließen, von dem ich im Wunschzettel-Briefkasten schon zwei Mal gelesen habe“, sagt die zweifache Mutter. „Ich würde mir wünschen, dass wir in unserer Welt andere Wege als Kriege finden, unsere Konflikte miteinander auszutragen.“

Auch wenn das Käthchen nicht alle Wünsche erfüllen kann, so ist der Wunschzettel-Briefkasten doch eine Möglichkeit, jemandem sein Herz auszuschütten. Er lädt zur Innenschau und zur Reflexion der eigenen Wünsche und Gedanken ein. „In dieser schnelllebigen Adventszeit, die wir haben, ist das Wunschzettelschreiben auch eine Möglichkeit, wieder mit den Kindern in die Vorfreude zu gehen. Das ist es doch, was die Adventszeit eigentlich ausmacht“, resümiert Furtwängler.

Verschiedenste Wünsche im Heilbronner Wunschzettel-Briefkasten

Auch im Weihnachts-Endspurt am vergangenen Mittwoch sind die Weihnachtsmarkt-Besucher noch fleißig dabei, Wünsche einzuwerfen. Dennis Blumenstock aus Schwäbisch Hall geht beim Wünschen taktisch vor: „Ich würde mir wünschen, dass sich jeder Mensch auf der Welt einen Wunsch erfüllen lassen kann. Liljana Cap wünscht sich „eine Reise nach Südkorea“, während bei ihrer Schwester Melisa „noch ein kleines Geschwisterchen“ ganz oben auf dem Wunschzettel steht.

Mit dem Ende des Weihnachtsmarktes verschwindet zwar auch der Wunschzettel-Briefkasten von der Tanne am Rathaus, doch „nächstes Jahr hängen wir ihn wieder auf auf“, verspricht Sara Furtwängler. (Priscilla Dekorsi)

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