Auf Facebook wurde heftig diskutiert

Wienerwald-Wirbel um Halal-Schlachtung

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Dieses Zertifikat löst auf Facebook Unmut aus.
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Ein Facebook-Post über ein Halal-Zertifikat des Hühnchen-Imperiums löst große Empörung aus.

Das Franchise-Unternehmen Wienerwald in Heilbronn hat im Selbstabholer-Bereich ein grünes Halal-Zertifikat stehen. Dieser Wisch sorgt nun für einen kleinen Shitstorm in den sozialen Netzwerken. Denn: Ein Wienerwald-Kunde ist empört über die Art der Schlachtung und äußert seinen Ärger darüber in einem Post.

Viele User stimmen dem zu. Mit Kommentaren wie "Da ess' ich nix mehr" oder "Den Laden boykottieren" zeigen sie, was sie von der Art der Schlachtung halten. Deutlich wird: Es geht den Facebook-Mitgliedern in der Diskussion um das Leid der Tiere.

Dieser Post sorgt für Wirbel.

Wienerwald-Sprecher Christoph Casprowitz sagt dazu: "Hinter vielen Meinungen steckt gefährliches Halbwissen. Unsere Lieferanten versichern, dass die Tiere nicht mehr Leid ertragen müssen als bei einer herkömmlichen Schlachtung auch. Sie werden alle im Vorfeld betäubt." Es gelten laut Casprowitz nach wie vor hohe deutsche und europäische Rechtsstandards, die von den eigenen Lieferanten eingehalten und oft auch übertroffen werden würden. Dazu gehört zum Beispiel auch die artgerechte Haltung und das Vermeiden von unnötigem Leid.

Mit diesem Statement bestätigt Wienerwald gleichzeitig, dass das Unternehmen tatsächlich Halal-Fleisch anbietet. Und das im Übrigen nicht erst seit gestern: "Das ist schon viele Jahre der Fall. Es gibt immer weniger Fleisch-Lieferanten, die nicht so schlachten." Als Grund für die Schlachtungsweise vermutet Wienerwald die Kundenorientierung.

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