In Frankreich festgenommen

Ausbruch aus Psychiatrie: Dieser Fehler brachte Flüchtigen wieder hinter Gitter

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Aus der geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg im Landkreis Heilbronn waren vier Straftäter entkommen. Das Quartett ist gefasst - und trotzdem gibt es noch einen Ausreißer.

Update vom 2. November: Endstation Mulhouse – Ausbrecher aus der Psychiatrie in Weinsberg halten die Justiz über Wochen in Atem. Nun wurde der letzte der vier Männern geschnappt. Aber wie konnte die Festnahme so schnell gelingen? Wie echo24.de bereits in einem Update (31. Oktober) berichtete, gelang die Festnahme durch gute internationale, polizeiliche Zusammenarbeit.

Jetzt stellt sich die Frage, wo der Straftäter letztendlich erwischt wurde? Hat er sich etwa in einem Haus versteckt? Die Antwort: Der letzte Flüchtige des Straftäter-Quartetts wurde bei einer weiteren Straftat festgenommen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Was war genau passiert?

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Fehler wurde Flüchtigem zum Verhängnis

Nach Auskunft der französischen Polizei hat der Weinsberger Ausbrecher mit einem Komplizen vor der Festnahme einen 18-jährigen Kellner mit einem Messer angegriffen. Zuvor sollen die beiden Männer versucht haben, die Tasche des Mannes – der draußen eine Pause machte – zu rauben.

Doch der junge Mann hat sich, laut dpa, gewehrt. Da habe der 24-jährige Flüchtige zugestochen. Dabei sei der 18-Jährige schwer verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Die beiden Männer sollen die Tat bereits zugegeben haben. Die Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen ein. Zuerst hatte die Heilbronner Stimme berichtet.

Ausbruch aus Psychiatrie: Fünf Wochen nach Flucht – Straftäter geschnappt

Update vom 31. Oktober: Ende einer langen Flucht: Mehr als fünf Wochen nach dem Ausbruch aus einer Psychiatrie in Weinsberg ist der letzte von ursprünglich vier Ausbrechern geschnappt worden. Wie die Heilbronner Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der 24-Jährige am Vortag im französischen Mulhouse festgenommen. Die Festnahme gelang durch eine „gute internationale justizielle und polizeiliche Zusammenarbeit“, hieß es. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Unklar ist, wo sich der vierte Mann die ganze Zeit über versteckt hielt.

Die teils als gefährlich geltenden Männer waren am 22. September aus einer geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg geflüchtet. Sie sollen in einem der oberen Stockwerke der Klinik ein Fenster hinausgedrückt und sich danach abgeseilt haben. Ein 37-Jähriger war schon einen Tag später in Mannheim festgenommen worden. Zwei weitere Männer im Alter von 28 und 36 Jahren wurden am 13. Oktober nach einer Flucht quer durch Europa in Barcelona geschnappt. Sie waren mit Hilfe von Zielfahndern des Landeskriminalamts verfolgt und ausfindig gemacht worden.

Weinsberg: Vierter Straftäter nach Ausbruch aus Psychiatrie geschnappt

Kurz nach der spektakulären Flucht des Quartetts war ein weiterer Mann aus der Psychiatrie Weinsberg ausgebrochen. Der 40-Jährige, der noch flüchtig ist, war allerdings auf der offenen Station. Nach den Ermittlungen der Polizei haben die beiden Ausbruchsfälle keinen Zusammenhang.

Patienten flüchten immer wieder aus Psychiatrien. Im vergangenen Jahr gab es in Baden-Württemberg nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums 47 solcher Fälle bei 1252 Patienten landesweit. In Weinsberg habe es aber seit 2005 keinen Ausbruch mehr aus dem gesicherten Bereich gegeben.

Psychiatrie-Ausbruch: Kritik nach Flucht von Straftätern

Die Klinik am Weissenhof in Weinsberg ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. Es ist der Aufsicht des Landes unterstellt und bietet psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Behandlung und Betreuung psychisch kranker Menschen in der Region Heilbronn an.

Die Ausbrüche der Straftäter hatten für Kritik gesorgt. In psychiatrischen Kliniken gibt es aus Sicht des Kriminologen Christian Pfeiffer oft keine professionelle Sicherheitsmechanismen. Auch die SPD bemängelte fehlende Sicherheitsvorkehrungen. Die Ausbrüche trügen nicht zum Sicherheitsgefühl der Menschen bei.

Weinsberg: Fahndungserfolg nach Psychiatrie-Ausbruch

Update vom 14. Oktober, 12 Uhr: Die Flucht von zwei Ausbrechern aus einer geschlossenen Station der Weinsberger Psychiatrie am Weissenhof endete am Mittwochabend (13. Oktober). Insgesamt vier Straftäter waren am 22. September aus dem Maßregelvollzug ausgebrochen. Einer der Flüchtigen konnte bereits kurze Zeit später geschnappt werden, den anderen drei gelang es, unterzutauchen.

Nach inzwischen drei Wochen Flucht hatte die Polizei nun einen Fahndungserfolg: Zwei der noch drei Flüchtigen konnten am Mittwochabend in der spanischen Metropole Barcelona dank lokaler Behörden geschnappt werden. Die Polizei konnte durch intensive verdeckte Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit die Spur der 28 und 36 Jahre alten Männer aufnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dadurch war laut Polizei bekannt, dass die Männer sich allein gestern in mehreren europäischen Ländern aufgehalten haben.

Fahndungserfolg nach Psychatrie-Ausbruch in Weinsberg: Zwei Männer weiterhin flüchtig

Das Klinikum am Weissenhof hat am Donnerstag ein Statement zu dem Fahndungserfolg abgegeben: „Wir sind erleichtert und froh, dass diese zwei Männer gefasst wurden. Wir bedanken uns bei der Polizei für die Zusammenarbeit und den Fahndungserfolg. Zur Frage, wo die Männer jetzt hinkommen, können wir derzeit keine Angaben machen.“, erklärte die Geschäftsleitung des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg. Die Männer sollten vom Maßregelvollzug in der Psychiatrie ins Gefängnis verlegt werden – vermutlich war das der Grund für die Flucht.

Mit Hochdruck wird nun auch weiterhin noch nach dem vierten ausgebrochenen Straftäter aus dem Maßregelvollzug gefahndet. Der Gesuchte ist 24 Jahre alt. Zudem wird derzeit ein weiterer Patient der Klinik am Weissenhof gesucht. Einem 40 Jahre alten Mann gelang es am Samstagabend (9. Oktober), aus der offenen Station zu entwischen.

Nach Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Zwei Männer im Ausland gefasst

Update, 14. Oktober, 9.20 Uhr: Vor über zwei Wochen war es in Weinsberg zu einem Ausbruch aus einer geschlossenen Station des Maßregelvollzugs gekommen. Vier Männern war die Flucht gelungen. Der SWR berichtet jetzt: „Zwei der Flüchtigen, die am 22. September aus der Psychiatrie in Weinsberg (Kreis Heilbronn) ausgebrochen waren, sind im spanischen Barcelona festgenommen worden. Das teilte die Polizei in Heilbronn mit.“

Ausbruch aus Psychiatrie: Details zur Flucht enthüllt – Klinik-Statement

Update, 29. September: Immer noch fahndet die Polizei nach drei von vier Männern, die vor einer Woche aus einer geschlossenen Station der Psychiatrie am Weissenhof in Weinsberg geflohen sind. Nun hat sich das Krankenhaus selbst zu dem Vorfall zu Wort gemeldet und eine schriftliche Stellungnahme veröffentlicht.

Darin erklärt die Klinik, zu dem Ausbruch sei es gegen 22 Uhr auf einer Station im gesicherten Bereich der Klinik gekommen. Die Geflüchteten hätten einen unbeobachteten Moment genutzt, um mithilfe eines Tisches ein Hochsicherheitsglas aus seiner Verankerung zu drücken. Obwohl die Polizei innerhalb von zehn Minuten vor Ort gewesen sei und sofort Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte, seien die flüchtigen Patienten vorerst alle vier entkommen.

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Klinik äußert sich zu Vorfällen - so konnten die Männer entkommen

Dazu schreibt die Klinik: „Grundsätzlich ist klarzustellen, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld eines Krankenhauses nicht mit den Sicherheitsmechanismen einer Justizvollzugsanstalt verglichen werden können.“ Dennoch gebe es „bauliche und technische Mittel“, sowie „professionell durchgeführte Beziehungsarbeit“ mit den straffällig gewordenen Patienten, die in der forensischen Psychiatrie untergebracht sind. Dass dieses Sicherheitssystem in der Regel funktioniere, zeige - so die Klinik - auch die Tatsache, dass aus dem gesicherten Bereich der Klinik trotz hoher Belegung seit Bestehen des Gebäudes 2006 kein Ausbruch stattgefunden habe.

Dennoch bekräftigt die Klinik am Weissenhof in ihrer Stellungnahme, es brauche grundsätzlich Einsichtsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft der Patienten, damit der Maßregelvollzug und die damit einhergehende Therapie gelingen kann. Trotz aller Bemühungen des Klinikpersonal könnten diese Voraussetzungen nicht in jedem Fall geschaffen werden. Drei der vier entwichenen Personen hätten, so die Klinik, keine angestrebte „Besserung“ gezeigt. Deshalb sei bei ihnen eine „Beendigung der Therapie wegen Aussichtslosigkeit angeregt“ worden.

Baden-Württembergs Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) kündigte derweil Konsequenzen an. Wie auch heidelberg24.de* berichtet, habe sich der Klinikausbruch „in weniger als 30 Sekunden abgespielt“*. Die Tatsache, dass die Flurfenster bisher nicht vergittert seien, werde jetzt geändert. Diesen Tagesordnungspunkt hatten die Fraktionen der FDP und der SPD beantragt.

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Diese Verbrechen haben die geflüchteten Männer begangen

Die Psychiatrie am Weissenhof in Weinsberg prangert derweil noch weitere Missstände an. Die Klinik sei, wie so viele andere bundesweit auch, zunehmendem Belegungsdruck im Maßregelvollzug ausgesetzt. In der Stellungnahme vom Mittwoch (29. September) heißt es, gemeinsam mit weiteren Kliniken in Baden-Württemberg pflege das Klinikum am Weissenhof „mit dem aufsichtführenden Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes einen konstruktiven Austausch zum Umgang mit den steigenden Patientenzahlen.

Zusätzlich veröffentlichte das Klinikum in seiner Stellungnahme noch einige Fakten zu den geflüchteten Personen und stellt klar: „Unwahr ist die trotz unseres Widerspruchs veröffentlichte Mutmaßung, dass einer der Männer wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern verurteilt worden sei.“ Zu den Straftaten der Männer zählten demnach Diebstahldelikte, Drogenhandel, Körperverletzung, Sachbeschädigung und „vorsätzlicher Vollrausch“. Der Patient, der wegen Gewaltdelikten verurteilt wurde, wurde inzwischen gefasst und befindet sich jetzt in einer anderen Einrichtung des Maßregelvollzuges.

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: „Der Strafvollzug ist sicherer als der Maßregelvollzug“

Update, 28. September: Die Polizei fahndet auch weiterhin nach drei von vier Männern, welche am Mittwochabend (22. September) aus einer geschlossenen Station der Psychiatrie am Weissenhof in Weinsberg geflohen sind. Nun meldet sich ein Kriminologe zu Wort und kritisiert: Ausbrüche von Straftätern aus psychiatrischen Kliniken haben nach Ansicht von Christian Pfeiffer mit unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen in den Anstalten zu tun.

„Der Strafvollzug ist sicherer als der Maßregelvollzug“, sagte er am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Psychiatrische Einrichtungen verfügten nicht über professionelle Sicherheitsmechanismen. „Sie haben auch weniger geschulte und weniger auf Sicherheit getrimmte Spezialisten und Mitarbeiter im Vergleich zum Strafvollzug.“ Pfeiffer fordert Fachleute, die für die Sicherheit aller Anstalten zuständig sind sowie eine enge Kooperation von Sozial- und Justizministerien der Länder.

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Kriminologe kritisiert Sicherheitslücke

Am Mittwochabend der vergangenen Woche waren aus einer geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg im Kreis Heilbronn vier Männer geflüchtet. Einer von ihnen wurde einen Tag später festgenommen. Die anderen drei – im Alter von 24, 28 und 36 Jahren – sind noch auf der Flucht. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach ihnen. Insgesamt 30 Beamte arbeiten an dem Fall.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heilbronn sollen die Ausbrecher in einem der oberen Stockwerke der Klinik ein Fenster hinausgedrückt und sich danach abgeseilt haben. „Dass solche Ausbrüche auf diese Weise überhaupt möglich sind, ist erstaunlich. Die Gefährlichkeit der Insassen ist hoch, die Sicherheitsmaßnahmen halten dem jedoch nicht Stand“, sagte Pfeiffer und bemängelt diese Schwachstelle.

Dass die drei Männer seit einer Woche flüchtig sind, bedeute, dass sie entweder Unterstützung hatten oder sich erfolgreich durch Einbrüche wie etwa in Gartenlauben Nahrung und Kleidung besorgen konnten. „Die Täter stehen in einer Drucksituation. Sie sind auch deswegen gefährlich, weil die Geld brauchen“, sagte Pfeiffer. Mit jedem Tag länger auf der Flucht steige die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Täter ins Ausland abgesetzt haben könnten.

Ausbruch aus Psychiatrie: So geplant flohen die Gefangenen

Update, 28. September: Noch immer fahndet die Polizei mit Hochdruck nach den Männern, die am Mittwochabend aus einer geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg geflohen sind. Die Männer hatten ihre Flucht offenbar gemeinsam geplant und durchgeführt. Nur einer von ihnen kam nicht lange davon.

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn gab bereits an, dass die Geflohenen einen spektakulären Plan ausgeheckt hatten. Demnach drückten sie in einem der oberen Stockwerke der Psychiatrie ein Fenster hinaus und seilten sich dann ab. Seitdem werden sie intensiv von der Polizei gesucht.

Weinsberg: Ausbruch aus Psychiatrie: So flohen die Gefangenen

Bei dem mittlerweile Festgenommenen soll es sich um einen 37 Jahre alten Mann handeln. Drei andere sind weiterhin auf der Flucht. Meldungen, dass ein weiterer von ihnen gesichtet worden wäre, hatten sich als falsch erwiesen.

Nun hoffen die Ermittler auf eine andere entscheidende Information. Hinweise aus der Bevölkerung - auch bundesweit - gäbe es zahlreich. Beim Festgenommenen hatte ein solcher Hinweis zum konkreten Aufenthaltsort geführt.

Diese drei Männer sind weiterhin auf der Flucht. Links: Mekail Ademi Mitte: Yousef Cherif, Rechts: Christian Duga

Weinsberg: Ausbruch aus Psychiatrie - Polizei korrigiert Hinweis

Update, 27. September: Immer noch werden drei der vier aus dem Klinikum am Weissenhof in Weinsberg geflohenen Männer von der Polizei gesucht. Die Meldung von Sonntag, einer der Gesuchten sei gesichtet worden, stellte sich am späten Abend noch als falsch heraus.

Wie die Polizei mitteilt, hatten die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergeben, dass es sich bei dem Mann nicht um den Geflohenen Yousef Cherif gehandelt hatte. „Die in der Stuttgarter Innenstadt gesehene Person konnte angetroffen und überprüft werden. Die Fahndungsmaßnahmen laufen weiter.“

Die Männer sind bereits seit der Nacht auf den vergangenen Donnerstag, 23. September, auf der Flucht. Sie waren zuvor im Maßregelvollzug, also einer geschlossenen Station in der Psychiatrie untergebracht.

Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Vermeintlich Geflohener gesichtet

Update, 26. September: Der Fall der Geflohenen aus einer geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg nahe Heilbronn hält die Polizei weiter in Bewegung. Nachdem die Verantwortlichen bereits am Samstag deutlich machten, dass man weiter „mit Hochdruck“ den Hinweisen aus der Bevölkerung nachgeht, legen die Ermittler am Sonntag nochmal nach und gehen dabei viel offensiver vor.

Bei der Meldung zur Festnahme eines der Männer am Donnerstag (Update, 23 September), wurde noch aus „ermittlungstaktischen Gründen“ auf genauere Informationen zum Aufenthaltsort des Geflohenen verzichtet. Jetzt hat die Polizei eine heiße Spur zu einem weiteren Entflohenen aus der Psychiatrie in Weinsberg. In einer aktuellen Mitteilung werden dabei Name und der letzte bekannte Aufenthaltsort des Gesuchten genannt.

In der Meldung der Polizei heißt es dazu: „Durch intensive Fahndungsmaßnahmen konnte eine der vier Personen bereits festgenommen werden. Ein weiterer Geflohener, Yousef Cherif, wurde vor kurzem in der Stuttgarter Innenstadt gesichtet.“ Der Geflohene ist deutlich auf den Bildern einer Überwachungskamera zu erkennen. Zeugenhinweise werden unter 07131/ 104 4444 entgegengenommen.

Spektakulärer Ausbruch aus Psychiatrie in Weinsberg: Polizei geht Hinweisen nach

Update, 25. September: Nach der Flucht aus einer geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg nahe Heilbronn fahndet die Polizei nach eigenen Angaben weiterhin intensiv nach drei als gefährlich geltenden Männern. „Wir suchen mit Hochdruck nach den drei flüchtigen Männern. Den Hinweisen, die wir aus der Bevölkerung erhalten, gehen wir zeitnah nach“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es gebe zahlreiche Hinweise von möglichen Zeugen.

Ausbruch aus Klinikum in Weinsberg: Drei gefährliche Männer weiterhin auf der Flucht

  • DUGA, Cristian: ca. 171 cm, ca. 57 kg, 36 Jahre alt, südeuropäisches Aussehen, Piercing Ohr links und rechts, diverse Tätowierungen, braune dunkle kurze Haare, Kleidung unbekannt
  • ADEMI, Mekail: ca. 184 cm, ca. 70 kg, 28 Jahre alt, hager, Hakennase, Geheimratsecken, braune Augen, Bart, Kleidung unbekannt
  • CHERIF, Yousef: ca.189 cm, ca. 69 kg, 24 Jahre alt, schlank, nordafrikanisches Aussehen, Piercing Ohr links und rechts, O-Beine, mehrere Narben, braune Augen, schwarze Haare - kurz gelockt, Kleidung unbekannt

Einer, der ursprünglich vier Flüchtigen, war am Donnerstagabend festgenommen worden, wie die Polizei in Heilbronn und die Staatsanwaltschaft Mosbach am Freitag mitgeteilt hatten. Bei dem mittlerweile Festgenommenen soll es sich um einen 37 Jahre alten Mann handeln. Er sei nach konkreten Hinweisen auf seinen Aufenthaltsort festgenommen worden.

Spektakulärer Ausbruch aus Weinsberger Klinik: Fluchtplan war raffiniert

Update, 24. September, 20 Uhr: Aus der geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg im Kreis Heilbronn sind am Mittwochabend vier Männer entkommen, die von der Polizei als „gefährlich“ eingestuft werden. Drei von ihnen sind nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur (DPA) verurteilte Straftäter. Gegen den vierten Mann läuft laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Heilbronn aktuell ein Verfahren wegen versuchten Totschlags. Die Anklage gegen den Algerier sei im Juli erhoben worden.

Spektakuläre Flucht aus Weinsberger Klinik: Staatsanwaltschaft mit neuen Details

Zuvor hatte schon die Heilbronner Stimme über die strafrechtlichen Hintergründe der entkommenen Männer berichtet. Einer der flüchtigen Männer konnte von der Polizei am Freitag gefasst werden, echo24.de berichtet im Update vom 24. September darüber. Unklar war bisher, wie die vier Männern aus der geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg entkommen sind. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn teilt nun aber mit, wie den vier Männern die spektakuläre Flucht aus der Klinik in Weinsberg gelungen ist.

Die vier Männer sollen in einem der oberen Stockwerke der Klinik ein Fenster hinausgedrückt und sich danach abgeseilt haben. Es gebe Hinweise auf eine gemeinsame Planung und Ausführung des Ausbruchs, heißt es von der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Daher werde unter anderem wegen gemeinschaftlich begangener Gefangenenmeuterei ermittelt. Noch immer läuft die Suche nach den übrigen drei Flüchtigen auf Hochtouren. Neue Erkenntnisse gibt es laut Polizeiangaben noch nicht.

Vier Straftäter aus Klinik in Weinsberg geflüchtet – Polizei schnappt einen

Update, 24. September: Bei der Fahndung nach den vier am Mittwochabend aus dem Klinikum am Weissenhof in Weinsberg geflüchtete Personen kann die Polizei einen ersten Fahndungs- und Ermittlungserfolg verzeichnen. Die intensiven polizeilichen Maßnahmen und insbesondere der hohe Fahndungsdruck führten dazu, dass noch am späten Donnerstagabend nach konkreten Hinweisen auf den Aufenthaltsort eines Flüchtigen dessen Festnahme erfolgte, wie die Polizei Heilbronn mitteilte.

Derzeit wertet die Polizei aktuelle und neue Erkenntnisse aus und hält den Fahndungsdruck weiterhin aufrecht, um Hinweise darauf zu erlangen, wo sich die übrigen Personen aufhalten. Aus ermittlungstaktischen Gründen können hierzu keine weiteren Informationen gegeben werden. Die Suche nach den Flüchtigen geht indes mit Hochdruck weiter, insbesondere rund um die Einrichtung laufen weiterhin intensive Suchmaßnahmen.

Straftäter aus Psychiatrie in Weinsberg geflüchtet: Ausbruch beschäftigt Landtag

Update vom 23. September, 22 Uhr: Vier Männer flüchten aus dem geschlossenen Teil einer Psychiatrie in Weinsberg (Kreis Heilbronn), drei davon sind verurteilte Straftäter. Die Polizei fahndet öffentlich nach den als gefährlich geltenden Flüchtigen. Doch wie konnten die vier Männer ausbrechen und fliehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich nun auch der Landtag, wie die Deutsche Presse-Agentur an diesem Abend erneut berichtet.

SPD und FDP wollen das Thema noch einmal im Landtag behandeln. Man habe beantragt, dass sich der Sozialausschuss mit dem Vorfall befasse, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Minister Lucha müsse erklären, wie es zu der Flucht kommen konnte, sagte SPD-Abgeordneter Florian Wahl. Man wolle von Lucha wissen, „mit welchen konkreten Maßnahmen er dafür Sorge trägt, dass sich ein solcher Fall im Land nicht wiederholen kann“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP, Jochen Haußmann.

Weinsberg: Vier gefährliche Männer brechen aus Klinikum aus – Details der Flucht unklar

Update vom 23. September, 19 Uhr: Es ist kurz vor 22 Uhr, als vier Männern am Mittwochabend die Flucht aus der geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg in Baden-Württemberg gelingt. Nach Polizeiangaben gelten sie als gefährlich, drei von ihnen sind rechtskräftig verurteilte Straftäter.

„Wenn sie gesehen werden, sollten sich die Menschen nicht in unnötige Gefahr begeben, sondern die Polizei rufen“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagnachmittag. Trotz Öffentlichkeitsfahndung, Einsatz eines Hubschraubers und zahlreichen Polizisten vor Ort fehlte bis zu diesem Zeitpunkt von den vier Flüchtigen aber jede Spur, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Wie die Männer aus der Psychiatrie in Weinsberg nahe Heilbronn fliehen konnten, bleibt zunächst ebenso unklar wie die Frage, weshalb sie dort im Maßregelvollzug untergebracht waren. Man habe nach der Flucht „sofort“ und „unverzüglich die Polizei eingeschaltet“, teilte das Klinikum lediglich mit. Es würden „intensive Ermittlungen“ zu den Details der Flucht geführt. Weitere Angaben wollte ein Sprecher des Klinikums zunächst unter Verweis auf die Ermittlungen nicht machen.

Ausbruch aus Klinikum in Weinsberg: Vier gefährliche Männer auf Fluch – Kein Einzelfall in Baden-Württemberg

Beim Maßregelvollzug geht es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Stuttgart um die Unterbringung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter. Ziel ist der Schutz der Bevölkerung und eine Therapie der Patienten. Bei drei der vier nun geflüchteten Männer habe aber ein Abbruch der Therapie bevorgestanden, teilte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag mit.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hatte in der Vergangenheit gefordert, Straftäter in diesem Fall möglichst schnell in Gefängnissen unterzubringen: „Solche Delinquenten sind im Maßregelvollzug schwer zu handhaben“, sagte er nach dem Ausbruch mehrerer Straftäter aus einer Klinik in Calw im April 2019. Ausbrüche dieser Art sind wohl auch kein Einzelfall in Baden-Württemberg.

Wie die dpa weiter mitteilte, gelingt es Patienten in Psychiatrien trotz Sicherheitsvorkehrungen der Kliniken immer wieder, aus Stationen zu fliehen. Im vergangenen Jahr gab es in Baden-Württemberg nach Angaben des Gesundheitsministeriums 47 solcher Fälle, bei 1.252 Patienten landesweit sei das ein Anteil unter 4 Prozent. In allen Kliniken im Südwesten prüften Sicherheitsbeauftragte die Vorkehrungen gegen solche Fluchtversuche regelmäßig.

Ausbruch aus Klinikum in Weinsberg! Polizei sucht diese gefährlichen Männer

Erstmeldung vom 23. September, 10.30 Uhr: Wer gestern am späten Abend den Hubschraubereinsatz über Weinsberg, Erlenbach und auch Neckarsulm bemerkt hat, fragt sich sicher, wer da gesucht wurde. Um eine vermeintlich harmlose Personensuche geht es diesmal nicht. Die Polizei fahndet nach vier Männern nach einem Ausbruch aus dem Klinikum am Weissenhof in Weinsberg und spricht eine deutliche Warnung aus.

Weinsberg: Polizei sucht vier gefährliche Männer nach Ausbruch aus Klinikum am Weissenhof

Die vier Männer sind vergangene Nacht aus einer geschlossenen Station des Maßregelvollzugs des Krankenhauses am Weissenhof in Weinsberg geflohen. Das berichtet auch HEIDELBERG24*. Die Männer gelten als gefährlich und sind möglicherweise bewaffnet. Die Polizei warnt davor, in diesem Bereich Anhalter mitzunehmen und bittet darum, auffällige Personen umgehend unter 110 zu melden. Auch auf Twitter setzt die Polizei bereits eine Warnung ab.

Aus dem Maßregelvollzug in Weinsberg sind mehrere Männer ausgebrochen.

Mittlerweile sind auch offizielle Täterbeschreibungen der Polizei vorhanden. Die vier Männer, die im Klinikum am Weissenhof in Weinsberg aus der geschlossenen Station „Maßregelvollzug“ geflüchtet waren, sind nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich nicht bewaffnet. Sicher ist das aber nicht. Das Klinikum am Weissenhof - Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, aus dem die vier Männer geflohen sind, ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg wie merkur.de* erläutert.

Auf Anfrage von echo24.de sagt ein Polizeisprecher, dass aktuell nicht mehr Informationen zur Fahndung bekannt gegeben werden können. Die Maßnahmen laufen und es wird auch eine Lichtbild-Fahnung folgen. *echo24.de, HEIDELBERG24 und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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