Polizei und Veranstalter über Sicherheit und Kosten

Wie sicher ist das Weindorf in diesem Jahr?

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Das Heilbronner Weindorf.
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Es ist das beliebteste und größte Weinfest in der Region. Bis zu 250.000 Menschen werden erwartet.

Es ist das größte und wohl beliebteste Weinfest in Heilbronn und der Region: das Heilbronner Weindorf. Von 7. bis 17. September feiern Weinliebhaber zehn Tage lang DAS Fest der Feste. Bis zu 250.000 Menschen werden erwartet. Nur: Wie sicher ist das Feiern rund um das Rathaus?

Ein Facebook-User konfrontiert die Veranstalter mit Fragen, die sich sicher viele Besucher stellen dürften. Er schreibt: "Überwacht die Polizei Straßen auf Lkw und Lieferwagen? Wird das Weindorf mit Betonpollern gesichert? Und falls ja: Wer trägt die Kosten dafür?" Die Ausgaben-Frage ist durchaus berechtigt. Erst im Juni stand das Böckinger Seefest auf der Kippe. "Wir als Organisatoren bleiben auf den Kosten für erhöhte Sicherheitsmaßnahmen sitzen. Das Seefest rechnet sich nicht mehr", erklärte Mitveranstalter Matthias Kern.

Wer also trägt nun die Kosten für die Sicherheit des Massenevents, das in der kommenden Woche stattfindet? Sara Furtwängler von der Heilbronn Marketing GmbH (HMG) erklärt: "Als Veranstalter des Heilbronner Weindorfs trägt die HMG die Kosten im Rahmen des Gesamtbudgets."

Viel dringender ist für viele sicher die Frage der Sicherheit. Wie jedes Jahr arbeiten Polizeipräsidium und Stadt Heilbronn sowie der örtliche Veranstalter des Weindorfs zusammen. Furtwängler: "Wir haben ein sehr umfassendes Sicherheitskonzept, das in Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsbehörden entstanden ist und ständig an die aktuelle Sicherheitslage angepasst wird."

Fühlen Sie sich in der Region noch sicher?

Wie viele Polizeibeamte ab dem 7. September vor Ort sein werden, kann laut Furtwängler aus sicherheitstaktischen Gründen allerdings nicht gesagt werden. Rainer Köller vom Polizeipräsidium Heilbronn betont aber, dass die Polizei bemüht sei, ausreichend Personal im Rahmen der Möglichkeiten einzusetzen: "Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg sind wachsam und nehmen kontinuierlich eine Lageeinschätzung vor - Großveranstaltungen sind ohnehin im allgemeinen polizeilichen Fokus und werden lageangepasst begleitet."

Auch ob Wasserkanister, Betonpoller oder andere Lkw-Blockaden aufgestellt werden, möchten Polizei und Veranstalter nicht sagen. Können also die Besucher des diesjährigen Weindorfs das Fest unbeschwert genießen? Köller: "Die absolute Sicherheit gibt es nicht, eine abstrakte Gefahr besteht immer."

Hinweise auf Terror oder drohende Ereignisse gäbe es laut Polizei derzeit nicht. Dennoch: "Es ist besonders wichtig, dass alle wachsam sind und die Polizei über besondere Wahrnehmungen informieren", sagt Köller. "Wir würden uns als Heilbronner Polizei freuen, wenn das Fest friedlich verlaufen würde. Das gilt übrigens auch für Festbesucher, die ein Viertele zu viel trinken und dann hoffentlich nicht über die Stränge schlagen werden."

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