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Streik bei SLK-Kliniken in Heilbronn – mit diesen Folgen müssen Patienten rechnen

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Die Gewerkschaft Verdi ruft diese Woche wieder zu Streiks auf. In Heilbronn legen am Dienstag und Mittwoch Beschäftigte der SLK-Kliniken ihre Arbeit nieder.

In Heilbronn kommt es diese Woche erneut zu Streiks: Die Gewerkschaft Verdi ruft zur Arbeitsniederlegung in den Kliniken auf. Es geht hierbei primär um die Beschäftigten in Kliniken, Krankenhäuser und im Gesundheitswesen. Das betrifft auch die SLK-Kliniken in Heilbronn.

Am Dienstag und Mittwoch legen Angestellte ihre Arbeit nieder. Zusätzlich versammeln sich am Dienstag um 9 Uhr Beschäftigte und Mitglieder der Gewerkschaft Verdi inklusive anderer Streikenden aus Baden-Württemberg am Parkplatz des Freibads am Gesundbrunnen in Heilbronn. Von dort aus wird bis zum Kiliansplatz gelaufen, wo anschließend eine Kundgebung mit weiteren Protesten erfolgt.

Streiks in allen SLK-Kliniken in Heilbronn: Notdienstvereinbarung für Dienstag und Mittwoch gewährleistet

Für den Streikfall wurde zwischen den SLK-Kliniken und Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, um eine Gefährdung von Patienten zu vermeiden und das Streikrecht der Beschäftigten zu garantieren. Deshalb ist im Rahmen der Notdienstvereinbarung die Besetzung von OP-Sälen mindestens wie folgt gesichert.

Am ersten Streiktag sind sechs von verbundübergreifend 26 OP-Sälen besetzt und am zweiten Streiktag neun von verbundübergreifend 26 OP-Sälen. Es ist zudem sichergestellt, dass eingeleitete Therapien von Tumor- und Schmerzpatienten durchgeführt und nicht einfach unterbrochen werden. Wie viele SLK-Mitarbeiter sich tatsächlich am Streik beteiligen, kann zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Dienstag, 11 Uhr) noch nicht genau gesagt werden. 

Forderung nach mehr Einkommen und besseren Arbeitsbedingungen für Klinikpersonal

Verdi fordert für die insgesamt etwa 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung des Einkommens um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden.

Warnstreik öffentlicher Dienst
In Baden-Württemberg werden am Dienstag und Mittwoch Kliniken bestreikt. © Uli Deck/dpa/Archivbild

Und die Demos sollen auch den ganzen März noch weitergehen. Vor allem in sozialen Einrichtungen sind weitere Warnstreiks geplant. Dabei wird von Verdi mit Tausenden Beschäftigten gerechnet, die sich anschließen und auf die Straße gehen, um sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.

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