Marcel T. muss für sieben Jahre und sechs Monate ins Gefängnis

Volksfest-Bombendrohung: Das Urteil ist gefallen

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Für die unüberlegten Scherze hat Marcel T. nun seine Strafe bekommen. 
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Nach Bombendrohung und Brandstiftung muss Marcel T. ins Gefängnis. Zudem muss er mit Schadensersatzforderungen rechnen.

Eigentlich wollte er niemandem schaden. Für Schrecken, jede Menge Zerstörung - ja sogar Todesangst hat er aber dennoch gesorgt. Und deshalb muss Marcel T. nun für sieben Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Persönlicher Frust, Geldmangel und Unzufriedenheit in seinem Freundeskreis - das war für den 22-Jährigen aus Bad Wimpfen insgesamt zu viel. Damit er endlich einmal ernstgenommen wird, schritt Marcel T. zur Tat - und das gleich drei Mal. Was bleibt, sind nur Verlierer.

Im Februar und März 2016 zündete er das Mehrfamilienhaus an, in dem er selbst wohnt - und brachte damit 17 Personen sowie sich selbst in Lebensgefahr. Es grenzt an ein Wunder, dass niemand verletzt wurde.

Sein Ziel, Aufmerksamkeit zu erlangen, hat der Kraftfahrer dann in der Nacht zum 30. Juli 2016 definitiv erreicht. Er rief bei der Heilbronner Polizei an und behauptete nur wenige Stunden nach dem Start des Heilbronner Volksfests: "In einer Stunde, Bombe, Theresienwiese." Das Festgelände wurde geräumt, eine Bombe wurde nicht gefunden. Das mulmige Gefühl blieb aber über die gesamte Dauer der Festtage.

Wegen versuchten Mordes in 17 Fällen in Tateinheit mit versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, besonders schwerer Brandstiftung, der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat sowie Sachbeschädigung verurteilt das Landgericht Heilbronn den jungen Mann heute zu sieben Jahre und sechs Monate Haft. T. trägt die Kosten des Verfahrens.

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