Die Gemeinschaft zählt

Turkish Delight - die etwas andere Tuning-Crew

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In der Heilbronner Public-Bar treffen sich Tuning-Freunde aus Europa.

HIER wird Familie ganz groß geschrieben: Bei den Jungs von Turkish-Delight (trdlght), einer Tuning-Crew aus Heilbronn. Das zeigt auch ihr Motto „Fuck Fame, Family first.“ Bedeutet: Angeberei und Profilierungssucht ist nicht – die Gemeinschaft ist, was zählt.

Genau deshalb gab’s am Freitag auch eine Premiere: Das erste, größer angelegte Treffen in der Heilbronner Bar „Public“. Es geht darum, Freundschaften zu schließen, Kontakte zu knüpfen und einen geilen Abend mit gleichgesinnten Tunern aus Europa zu verbringen.

Natürlich sind die krassen Autos der Jungs immer mit dabei. Sie stehen aber nicht im Vordergrund. Hüseyin Kilinc, einer der Gruppen-Gründer, erklärt: „Mittlerweile sind wir 57 Mitglieder. Klar, das Auto wird genutzt, um zusammenzukommen. Aber wenn wir uns treffen, dann immer mit der Familie.“ Und genau das hebt die Jungs von der klischeehaften Tuning-Szene ab – sie sind anständig.

Das schätzt Baydin Hizir, Inhaber der Public-Lounge in Heilbronn, besonders: „Die Jungs geben sich so viel Mühe. Selbst wenn 50 Autos vor meinem Lokal stehen, gibt’s keinen Stress mit den Nachbarn. Sie heben sich komplett von der Masse ab. Wenn du einen Golf tunst, bist du echt angekommen.“

Von illegalen Autorennen, brüllenden Auspuffen oder anderen bekannten Tuner-Klischees will sich die Crew strikt distanzieren. Süleyman Sahin, ebenfalls Initiator der Gruppe, sagt: „Damit wollen wir nichts zu tun haben. Wer aus unserer Gruppe illegale Autorennen macht, fliegt raus.“ Am Auto wird zwar bei allen Tunern dasselbe gemacht, letztendlich zählt aber die Person, die hinterm Steuer sitzt.

Mitmachen kann bei den Jungs eigentlich jeder. Kilinc: „Klar sollte jeder ein Auto haben, aber der Mensch zählt. Früher wären manche Fahrzeuge gar nicht in unsere Crew reingekommen, heute ist uns das aber völlig egal. Es geht um den Umgang miteinander, um die Familie.“

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