Tragischer Unfall im Freibad

Tod am Sprungturm: Bademeister und Badpächter vor Gericht

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Der eine sprang aus 7,5 Metern Höhe kopfüber ins Wasser, der andere tauchte dort gerade auf - und starb später an seinen Verletzungen. Haben der Bademeister und der Pächter schuld an dem Unfalltod?

Gut zwei Jahre nach dem tragischen Tod eines Familienvaters im Freibad in Bad Wimpfen müssen sich der Bademeister und der Pächter vor Gericht verantworten. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen - laut der Anklage haben sie an einem Sprungturm mit mehreren Absprungebenen nicht für sicheren Betrieb gesorgt. 

Am 4. Juli 2015 war ein Badegast im Kopfsprung von der 7,5 Meter-Plattform gesprungen und im Wasser mit einem gerade auftauchenden 35-Jährigen zusammengestoßen, der kurz zuvor von der 5-Meter-Plattform gesprungen war. Der 35-Jährige erlag am Folgetag schweren Hirnverletzungen, auch der andere Badegast wurde schwer verletzt. 

Das Amtsgericht Heilbronn hat drei Verhandlungstage bis 6. November geplant. Zwölf Zeugen sind geladen.

Wer, von wo und wann springt, regeln am etwa 70 Jahre alten Sprungturm die Badegäste von jeher durch Zuruf selbst. Auch der 35-Jährige soll am Unfalltag vor seinem Sprung "5er springt" gerufen haben. Allerdings sprang unmittelbar danach auch der andere Badegast, der den Ruf nicht gehört haben will. Beim Eintauchen prallte er mit der Schulter gegen den Kopf des auftauchenden Familienvaters.

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