Schüchtern - nur nicht auf der Bühne

Jonas Hug: "Werde singen, wo man mich nur lässt"

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Jonas Hug beim Redaktions-Besuch.
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Im Gespräch mit echo24.de verrät der "The-Voice"-Kandidat, dass er ein bisschen schüchtern ist und warum man davon auf der Bühne nichts merkt.

Ein bisschen schüchtern sei er, sagt Jonas Hug. Dabei wirkt er auf den ersten Blick gar nicht so: lässige rote Lederjacke, Loop-Schal, breites Grinsen. Und auch beim Singen auf der großen Bühne von "The Voice of Germany" wirkte der 22-Jährige mit der tiefen, leicht kratzigen Stimme alles andere als eingeschüchtert. Vielleicht auch, weil die TV-Show zwar ein Karrieresprungbrett sein kann, für Hug aber nur eins von vielen Erlebnissen rund um die geliebte Musik ist.

"Ich mache nebenbei so viel Musik wie ich nur kann", erklärt Hug im Gespräch mit echo24.de. Auch wenn es zunächst vielleicht ungewöhnlich klingt. Auch "The Voice" war eher ein "Nebenbei". Hug: "Es war eine mehr oder wenige spontane Entscheidung mitzumachen. Ich wollte schauen wie weit es gehen kann." Vielleicht strahlte der Heilbronner genau deshalb die nötige Gelassenheit aus, um alle prominenten Coaches von sich zu überzeugen. Eigentlich waren die Teams bereits voll, doch alle Stühle drehten sich für Hugs Version von "Home again" um. Glück für ihn! Denn er bekam eine bis dato einmalige Wildcard – und entschied sich für Andreas Bourani.

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"Er ist ein ultra-entspannter Typ und musste sich lange seinen Erfolg in der Branche erarbeiten", erklärt Hug. Deshalb sagte ihm Bourani letztlich am meisten zu. "Dabei wollte ich ursprünglich zu Samu." Fortan raste die Zeit. Von den Blind-Auditions ging es über die Battles bis zu den Sing-offs. Doch da war Schluss. "Safe tonight", das Lied für diese Runde, passte einfach nicht zu 100 Prozent. "Ich habe vorher schon gemerkt, dass es extrem schwer wird. Ich liebe den Song, aber ihn auf der Bühne umzusetzen, ist nicht einfach", erklärt Hug. So kam die Unsicherheit dazu: "Zwei Mal hätte ich fast den Text vergessen."

Nach dem Auftritt ging alles ganz schnell, und der Ausflug zu "The Voice" war schon wieder vorbei für den Heilbronner. Doch er nimmt sein Ausscheiden mit Humor. Denn von der TV-Show profitiert er mehr als nur durch Erfahrung. "Es hat so viel Spaß gemacht. Ich habe wirklich viele richtig gute Freunde gewonnen. Dass ich teilgenommen habe, bereue ich also zu keiner Zeit." Jetzt drückt er eben von zu Hause seinen alten Teamkameraden die Daumen. "Andreas hat ein gutes Team und ganz sicher auch gute Chancen damit zu gewinnen."

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Zurück in seiner Heimat ist Hug fast ein bisschen froh, dass "The Voice" erst einmal nicht viel verändert hat. "Es ist gut, dass ich nicht erkannt werde, dafür wäre ich zu schüchtern." Stattdessen geht alles seine geregelten Bahnen - Familie, Freunde und das Studium in Heidelberg. Vielleicht ist nur der Wunsch zu Singen durch die TV-Bühne noch größer geworden. "In der zehnten Klasse habe ich in einem Musical mitgespielt. Ich habe schrecklich gesungen, aber hatte da schon mega viel Spaß." Das schreckliche Singen hat er längst abgelegt. Die Schüchternheit wird folgen. Auf gutem Weg ist Hug jedenfalls: "Auf der Bühne bin ich selten aufgeregt, weil ich einfach Bock hab."

Eines dürfte in der Zukunft, ob schüchtern oder nicht, nun jedenfalls kein Problem mehr sein: "Ich werde singen, wo immer man mich lässt. Und so lange ich Musik machen kann, reicht es mir, wenn einer da sitzt und es cool findet." Ganz sicher: Ab sofort werden es deutlich mehr als nur der Eine sein.

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