Nach dem Anschlag 

Gedenkminute am Heilbronner Rathaus

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Der Heilbronner Weihnachtsmarkt.
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Der Weihnachtsmarkt in der Käthchenstadt soll trotzdem wie gewohnt öffnen.

Seit gestern Abend ist alles anders. Glühwein, Punsch, Geselligkeit, Lachen, der Duft von allerlei Leckereien und friedvolle Stimmung - das sind die Attribute, mit denen Weihnachtsmärkte bisher in Verbindung gebracht wurden. Seit dem Anschlag in Berlin gehören jetzt aber auch Trauer, Verzweiflung, Fassungslosigkeit und Angst dazu. Auch hier in der Region. Deswegen findet heute Abend um 18 Uhr eine Schweigeminute auf dem Heilbronner Marktplatz statt. Die Heilbronn-Marketing GmbH (HMG) gedenkt zusammen mit den Weihnachtsmarkthändlern und Besuchern den Opfern des Anschlags in Berlin.

"Es ist einfach schrecklich, was in Berlin passiert ist. Man hat das als Privatperson am Fernseher verfolgt. Natürlich wirft so ein Ereignis einen Schatten auf Deutschland und damit auch auf Heilbronn", erklärt Steffen Schoch, Geschäftsführer der HMG, die für die Durchführung des Weihnachtsmarktes in der Käthchenstadt verantwortlich zeichnet. 

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Das heißt aber natürlich nicht, dass jetzt alle Veranstaltungen in Heilbronn abgesagt werden. Schoch: "Die Frage in der heutigen Zeit ist ja auch, ob man vor allen Eventualitäten schützen kann." 

Die HMG steht seit den frühen Morgenstunden in regem Kontakt mit der Polizei: "Momentan ist der Plan, dass der Heilbronner Weihnachtsmarkt ganz regulär öffnet. Wir stehen auch mit dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt in Kontakt. Der soll ebenfalls planmäßig geöffnet werden." Ob sich am Sicherheitskonzept oder an der Präsenz der Beamten vor Ort etwas ändert, konnte Schoch nicht sagen: "Diese Entscheidung obliegt der Polizei."

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