Geldstrafe von 30 Euro!

Heilbronner, aufgepasst! Ignoriert ihr dieses Verbot, müsst ihr blechen

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Platsch: Stadttauben entleeren sich gern mal über Passanten - echt nervig! Um eine rapide Vermehrung der Tiere zu vermeiden, ist die Fütterung verboten.

Eine Vielfalt an leckerem Essen, ausgelassenes Shopping und immer wieder neue Veranstaltungen. Der Heilbronner Kiliansplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Täglich zieht es hier jede Menge Passanten hin - egal ob Schüler, Arbeiter oder Senioren. Schön und gut, doch nicht nur wir Menschen verbringen unsere Zeit gern im Herzen der Kätchenstadt: Auch die unzähligen Tauben treiben dort jeden Tag ihr Unwesen.

Ein Grund für die vielen Tauben: Sie werden zu häufig gefüttert. Dabei ist das absolut verboten! "Es handelt sich hier um eine falsch verstandene Tierliebe, deswegen gibt es das Taubenfütterungsverbot. Die Vermehrung wird durchs Füttern nur unterstützt. Das bringt auch vermehrten Kot mit sich", sagt Anton Knittel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Heilbronn. Zudem sei "das Stück Brezel" ohnehin keine artgerechte Nahrung.

Eine Missachtung des Verbots zieht aber auch finanzielle Folgen nach sich: eine Geldstrafe von 30 Euro! Denn auch wenn viele Taubenfreunde es nur gut meinen: Die Tiere finden ihre Nahrung von ganz allein. Werden sie aber ständig gefüttert, suchen sie sich ihre Nahrung nicht mehr selbst.

Sind Tauben ein Ärgernis für Sie?

Die Folge: Geht weniger Zeit für die Futtersuche drauf, haben die Vögel mehr Zeit, um zu brüten - et voilà: Eine gesunde Population von Stadttauben wächst auf. Das wiederum verärgert etliche Passanten, schließlich entleeren die Tiere sich gern mal über dem ein oder anderen Menschenkopf. Jährlich produzieren sie bis zu zwölf Kilogramm Kot. Und das, obwohl die Vögel pro Tag nicht mehr als 20 Gramm Futter benötigen.

Sicher besteht das Problem der Taubenplage nicht erst seit gestern. Schon lange sorgen die Vögel immer wieder für Verärgerung in der Region. Eine positive Nachricht gibt es dennoch: Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass die "Ratten der Lüfte" Krankheitserreger in sich tragen.

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