Gute Tat bei Feierabend

Stuttgart: Polizisten schnappen rabiaten Dieb – obwohl sie gerade frei haben

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizei Streifenwagens.
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Polizisten schnappen in ihrer Freizeit einen Dieb.
  • VonJuliane Reyle
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Trotz Feierabend: Am Mittwochabend haben zwei junge Stuttgarter Polizisten ihr wachsames Auge und ihr Engagement bewiesen.

Der mutmaßliche Dieb steht am Mittwoch gegen 18 Uhr in einem Discounter in der Stuttgarter Nordbahnhofstraße an der Kasse. Doch als sich die Kasse öffnet, bezahlt der junge Mann nicht, sondern greift nach einem Bündel Geldscheine. Anschließend stürmt der 19-jährige Mann aus dem Laden und stößt dabei gegen zwei kleine Kinder, wie die Polizei mitteilt.

Stuttgart: Verfolgungsjagd und verletze Kinder – engagierte Polizisten helfen

Die beiden Kinder, im Alter von vier und fünf Jahren, die der Dieb bei seiner Flucht in Stuttgart umrennt, sind laut Polizei „leicht verletzt“. Als der Ladendieb die Flucht aufnimmt, bleibt er jedoch nicht lange alleine: Er wird von der Kassiererin des Geschäfts verfolgt. Ebenso beteiligen sich zwei junge Polizisten, die sich in der Nähe des Pragfriedhofs aufhalten und das Szenario beobachten, an der Jagd auf den Flüchtenden – und das, obwohl sie gar nicht im Dienst sind.

Verfolgung in Stuttgart: Polizisten schnappen Dieb – in ihrer Freizeit

Kurz darauf fassen die 25 und 28 Jahre alten Polizisten gemeinsam den flüchtenden Mann. Sie haben den vermeintlichen Dieb auf Höhe des Friedhofs eingeholt, konnten diesen vorläufig festnehmen und den bereits alarmierten Einsatzkräften übergeben. Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen finden die Beamten sogar nicht nur mehrere Hundert Euro an Bargeld, sondern auch ein Messer. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzt die Polizei den Mann bereits wieder auf freien Fuß.

Anfang des Jahres konnte in Karlsruhe ebenfalls ein Dieb noch vor dem Eintreffen der Polizei geschnappt werden. Der Dieb wurde von Zeugen festgehalten – und musste reanimiert werden. Der 35-Jährige hatte sich heftig zur Wehr gesetzt und verlor während des Festhaltens das Bewusstsein.