"Ich will niemandem etwas Böses"

Jetzt wehrt sich der "Döner Eck"-Besitzer

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Das neue "Döner Eck" befindet sich an der Ecke Schellengasse und Sülmerstraße.
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Mehmet Tarhan vom Heilbronner "Döner Eck" erklärt: "Das, was mir nachgesagt wird, stimmt nicht."

Es sind schwere Vorwürfe, die Mehmet Samaras aus Heilbronn gegen den neuen Imbiss-Besitzer vom "Döner Eck" erhebt. Man wolle Samaras gezielt in die Insolvenz treiben. "Das ist eine Katastrophe für uns. Wir kämpfen jeden Tag ums Überleben", sagt der "Divan 2"-Besitzer.

Jetzt stellt sich Mehmet Tarhan aus Heilbronn, der gegenüber der Dönerbude "Divan 2" sein "Döner Eck" eröffnet hat, den Vorwürfen. Tarhan gegenüber echo24.de: "Das, was mir nachgesagt wird, stimmt nicht. Das ist rufschädigend." Tarhan erklärt weiter: "Ich will niemandem etwas Böses und habe auch nicht vor, ihn oder sonst jemanden fertig zu machen."

Samaras wirft Tarhan eine gezielte Ausschaltung seines Gewerbes vor. Der soll sich demnach mit einer Bäckerei eingeschlichen haben, um Monate danach einen Imbiss daraus zu machen - "mit Absicht", wie Samaras sagt. Und das direkt gegenüber seiner Dönerbude, dem "Divan 2".

Wie oft esst ihr Döner?

"Völliger Quatsch", erklärt Tarhan. "Die Bäckerei lief nicht. Deswegen habe ich das 'Döner Eck' eröffnet." Die Anschuldigungen seien haltlos. "Das Gesundheitsamt war da. Wir haben alle Genehmigungen, die wir brauchen." Überhaupt verstehe er das ganze Theater nicht. Er will von einem Döner-Krieg nichts wissen: "Wir sind keine Konkurrenz für das 'Divan 2'. Wir fahren ein völlig anderes Konzept. Die Idee ist, Schülern und Berufstätige günstigen Döner anzubieten. Unser Angebot ist nicht so groß wie das unseres Nachbars."

Das sieht Samaras offenbar anders. Erst am Donnerstag habe er ihm Polizeibeamte vorbei geschickt - wegen Kleinigkeiten. "Es ging um irgendwelche Maße. Ich habe den Polizisten meine Genehmigungen gezeigt und schon war die Sache erledigt. Aber das nervt." Laut Tarhan drohe der "Divan 2"-Besitzer sogar mit Anzeigen.

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Die Fronten haben sich ziemlich verhärtet. Ob eine Versöhnung in Sicht ist? Mehmet Tarhan erklärt: "Selbst wenn ich tausend Jahre mit jemandem verstritten wäre, würde ich meine Hand nicht wegziehen bei einer Versöhnung. Aber ich bedauere es, dass Herr Samaras nicht persönlich zu mir gekommen ist." Für Tarhan steht fest: "Ich lasse mich nicht verscheuchen. Ich mache mein Geschäft weiter."

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