Streik bei Kaufland

Streik bei Kaufland: Verdi macht Druck auf Arbeitgeber

Das Logo von Kaufland an der Flaggschiff-Filiale am Firmensitz Neckarsulm.
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Am Montag legten einige Mitarbeiter von Kaufland ihre Arbeit nieder.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Im Tarifstreit mit den Arbeitgebern Groß- und Außenhandel rief Verdi am Montag zum Streik auf. Auch Kaufland in Möckmühl (Landkreis Heilbronn) war betroffen.

Nun hat es auch Kaufland erwischt, am Montagmorgen legten die Beschäftigten des Fleischwerks in Möckmühl (Landkreis Heilbronn) zwischen 4 und 6 Uhr die Arbeit nieder. Damit folgten sie einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi, die mit dem Warnstreik im andauernden Tarifstreit Druck auf die Arbeitgeber ausüben wollte.

Als Folge des Arbeitskampfs ist damit zu rechnen, dass es bei der Belieferung von Kauflandfilialen mit Fleisch- und Wurstprodukten zu Engpässen kommen kann. In einer Pressemitteilung teilte die Gewerkschaft mit, dass die bisherigen vier Verhandlungsrunden und zwei Sondierungen nicht zu einem Durchbruch geführt hätten. „Seit fast dreieinhalb Monaten warten die Kolleginnen und Kollegen auf die dringend benötigte Lohn- und Gehaltserhöhung“, betonte die Verdi-Sekretärin Caroline Kirchhoff.

Streik bei Kaufland: Verdi mit Angebot der Arbeitgeber unzufrieden

Bereits Anfang Juni hatte Verdi im Tarifstreit im Groß- und Außenhandel daher zum Streik aufgerufen, damals legten unter anderem die Mitarbeiter im Edeka-Lager in Ellhofen (Landkreis Heilbronn) ihre Arbeit nieder. Geholfen hat das offenbar nicht, denn wie die Gewerkschaft mitteilte, legten die Arbeitgeber „erst ein Angebot vor, das seitens Verdi als völlig unzureichend abgelehnt wurde“. 

Das Angebot umfasste eine 24-monatige Laufzeit, in der die Gehälter der Beschäftigten in zwei Schritten angehoben werden sollten. Ab dem 1. Februar 2022 sollten die Bezüge um 1,5 Prozent steigen, ab dem 1. Oktober sollte eine Erhöhung um 1 Prozent folgen.

Streik bei Kaufland: Verdi und Arbeitgeber verhandeln erst nach Sommerpause weiter

Damit liegt das Angebot der Arbeitgeber noch deutlich entfernt von den Vorstellungen der Gewerkschaft. Verdi fordert eine Laufzeit von 12 Monaten, während der die Löhne und Gehälter der Beschäftigten um 5,5 Prozent, mindestens aber 150 Euro steigen sollen.

Wann Verdi und die Arbeitgeberseite weiter verhandeln, ist unklar, ein Termin für die fünfte Verhandlungsrunde wurde noch nicht vereinbart. Sicher ist bislang nur, dass der fünfte Verhandlungstermin erst nach der Sommerpause stattfinden kann.

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