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Streik: Verdi bemängelt Wertschätzung - auch Edeka in Ellhofen betroffen

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. (Symbolbild)
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Am Montag ist ein Warnstreik bei Edeka in Ellhofen geplant. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Im Tarifstreit im Groß- und Außenhandel ruft Verdi am Montag zum Streik auf. Auch Edeka in Ellhofen (Landkreis Heilbronn) ist betroffen.

Streik! Kaum ein Wort wird von Kunden und Arbeitgebern gleichermaßen gefürchtet. Auch deshalb ist es eines der wichtigsten Instrumente der Arbeitnehmer, wenn es um mehr Geld oder den Erhalt von Stellen geht. Im vergangenen Jahr rief die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter des öffentlichen Diensts in Heilbronn deshalb gleich mehrfach zum Warnstreik auf. Auch der Landkreis war von den Streiks betroffen.

Am heutigen Montag (7. Juni) wird erneut gestreikt, dieses Mal allerdings im Einzelhandel. Von dem Aufruf zum Warnstreik ist auch das Edeka-Lager in Ellhofen im Landkreis Heilbronn betroffen. Doch warum ist der Streik überhaupt notwendig? Immerhin galten die Mitarbeiter des Einzelhandels doch als die Helden der Pandemie.

Streik: Verdi mit “Angebot“ der Arbeitgeber unzufrieden - klare Forderung für Arbeitnehmer

„Der Arbeitgeberverband hat erklärt, er wolle für das Jahr 2021 überhaupt keine Lohnerhöhung gewähren. Das Einzige, was sie sich vorstellen können, ist eine Einmalzahlung oder Erhöhung ab 2022“, erklärte Caroline Kirchhoff von Verdi Heilbronn-Neckar-Franken dem SWR. „Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass der Tarifvertrag eine Laufzeit von mindestens 24 Monaten hat.“

Für Kirchhoff geht das Angebot der Arbeitgeber vollkommen an der Lebensrealität der Arbeitnehmer vorbei. Immerhin sind auch diese von den steigenden Lebenshaltungskosten betroffen. Für die Mitarbeiter im Groß- und Außenhandel fordert Verdi daher 5,5 Prozent mehr Lohn - mindestens aber 150 Euro - sowie einen tariflichen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde. Auszubildende sollen künftig 100 Euro mehr bekommen. Zudem fordert die Gewerkschaft eine Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit.

Verdi droht mit mehr Streik: Nächste Verhandlung mit Arbeitgebern am Mittwoch

Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit um die Löhne im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg findet am kommenden Mittwoch statt. Sollten die Arbeitgeber auch dann kein faires Angebot vorlegen, will Verdi den Arbeitskampf laut SWR auch im Bezirk Heilbronn-Neckar-Franken weiter ausbauen und intensivieren.

Auch im Kfz-Handwerk drohen in den kommenden Wochen Warnstreiks der IG Metall, nachdem die Arbeitgeber den Tarifvertrag gekündigt hatten. Im Mai machten die Arbeitnehmer ihrem Unmut bereits mit ersten Aktionen Luft.

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