Wo kommt der Spruch her?

"Stirbt die Laube, stirbt Heilbronn" – aber wer hat's erfunden? 

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Jeder kennt den Spruch.
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"Stirbt die Laube, stirbt Heilbronn", diesen Slogan und das dazugehörige Bäbberle, welches ab und an auf der ganzen Welt auftaucht, kennt so ziemlich jeder Heilbronner.

Aber was steckt eigentlich wirklich dahinter, woher kommt der Spruch, wer hat ihn erfunden, und wann? Wir haben uns auf die Suche nach einem Zeitzeugen gemacht und tatsächlich jemanden gefunden, der es alles hautnah erlebt hat. Aufgrund der allseits beliebten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), können wir leider keinen Namen nennen – aber so viel sei gesagt - Herr C. aus B. bei H. am N. kennt die wahre Geschichte, und wir haben mit ihm gesprochen. 

Gartenlaube Heilbronn: Seit Jahrzehnten ein Treffpunkt

Es war um die Jahrzehntewende der 80er auf die 90er, genau kann er es leider nicht terminieren. Zur damaligen Zeit lag Heilbronn am Drehkreuz einer biologischen Grünpflanzentrasse zwischen den Niederlanden und den südlichen Anrainerstaaten. Sagen wir mal so, damals roch es auch auf der Viehweide permanent, aber halt eben nicht nach dem besonderen Düftle, welche die städtische Kanalisation an so manchem Ort verstreut. Tatsache ist, Jahreszahlen waren damals noch nicht von Bedeutung, man feierte halt jedes Fest, was einem da so auf der Route des Lebens über den Weg lief. 

Es ereignete sich also irgendwann zur oben besagten Zeitenwende, als Herr C. die Örtlichkeit aufsuchte, wo das Bier den Übergang ins Nirvana anzutreten pflegt. Wer die Laube anno dazumal kannte, weiß, dass allein dieser Besuch einem abenteuerlichen Höllenritt gleichzusetzen war, wie etwa der Gang unrasiert und verkatert zur Oma am Sonntagmittag. 

Der Spruch zur Heilbronner Gartenlaube kennt jeder

"Stirbt die Laube, stirbt Heilbronn" prangte auf Augenhöhe über der Pißrinne (verstopft). Der Verfasser: unbekannt!

Als Wochen später der Entschluss gefasst wurde, die Latrine zu renovieren, einigte man sich im Team darauf, dass dieser Spruch der Nachwelt hinterlassen und erhalten werden musste. 

Die Fliesen selbst wurden bei der Renovierung gesichert und gelten seither als verschollene städtische Artefakte. Man munkelt aber, dass sie an einer bestimmten Stelle im Garten verbaut wurden, welche nur beim Lichte des kalten Vollmondes zum Vorschein kommt. Als kalten Vollmond bezeichnet man eine Vollmondnacht an Weihnachten, die nächste erwarten wir im Jahre 2034.

Auszug aus dem Seefest-Magazin, Text: Edgar Hahn

Bald ist wieder Seefest rund um die Gartenlaube. Wir haben alle Infos und das Programm für euch zusammengestellt. 

Bildergalerie: So mega war der Seefest-Freitag!

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